Opernpremieren 2018/19

OTELLO

Premiere 23.11.18

Giuseppe Verdi 1813 — 1901
OTELLO

Oper in vier Akten • 1887 
Libretto von Arrigo Boito nach dem gleichnamigen Schauspiel Othello von William Shakespeare

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Kirill Petrenko, Asher Fish (06.12.2018)
Inszenierung Amélie Niermeyer
Bühne Christian Schmidt
Kostüme Annelies Vanlaere
Licht Olaf Winter
Choreographische Mitarbeit Thomas Wilhelm
Chor Sören Eckhoff
Dramaturgie Malte Krasting

• Otello Jonas Kaufmann
• Jago Gerald Finley 
• Cassio Evan Leroy Johnson 
• Rodrigo Galeano Salas
• Lodovico Bálint Szabó
• Montano Milan Siljanov 
• Ein Herold Markus Suihkonen
• Desdemona Anja Harteros
• Emilia Rachael Wilson 

Fr,   23.11.18 19:00 Uhr Preise U Premiere BR
Mi, 28.11.18 19:00 Uhr Preise S Abo
So, 02.12.18 19:00 Uhr Preise T
Do, 06.12.18 19:00 Uhr Preise S Abo
Mo, 10.12.18 19:00 Uhr Preise S
Sa,  15.12.18 19:00 Uhr Preise T
Fr,    21.12.18 19:00 Uhr Preise T

Fr,   12.07.19 19:00 Uhr Preise U
Mo, 15.07.19 19:00 Uhr Preise U

Preise in Euro
S 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16
T 264 / 230 / 190 / 148 / 104 / 69 / 28 / 20
U 293 / 263 / 228 / 183 / 128 / 75 / 32 / 23

Premierenmatinee
So,  18.11.18 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

Wie ein Aufschrei zerreißt die Urgewalt des Orchesters die Stille, von einem Moment zum anderen tobt der Sturm vor der Küste Zyperns. Der Wind peitscht, Blitze zerschneiden den umtosten Himmel: Giuseppe Verdi hat den Aufruhr in den Herzen seiner Figuren in der revoltierenden Natur vorweggenommen. Seine vorletzte Oper, mit der er nach langer Schaffenspause wieder das musikdramatische Wort ergriff, packt den Hörer an der Gurgel und lässt ihn bis zum unausweichlichen Ende nicht mehr los. Wie Otello, der erfolgreiche Feldherr, sich im Intrigengespinst Jagos verfängt; wie der unheilvolle Samen der Eifersucht gedeiht und Otellos Liebe zu seiner Frau Desdemona schon am Hochzeitstag zu zersetzen beginnt; wie Desdemona, „obwohl sie ahnt oder spürt, dass dieses Unheil auf sie zukommt und dass Otello in der Lage ist, sie aus Eifersucht umzubringen, dennoch insistiert“ (Amélie Niermeyer) – Verdi hat mit seinem Otello ein Operndrama geschaffen, wie es knapper, direkter, intensiver und schöner bis dahin nicht gekannt war und bis heute unübertroffen ist.

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Preview: „Otello“

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DIE VERKAUFTE BRAUT

Premiere 22.12.18

Bedřich Smetana 1824 — 1884
DIE VERKAUFTE BRAUT

Komische Oper in drei Akten • 1866
Libretto von Karel Sabina

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Tomáš Hanus
Inszenierung David Bösch
Bühne Patrick Bannwart
Kostüme Falko Herold
Licht Michael Bauer
Chor Sören Eckhoff
Dramaturgie Rainer Karlitschek

• Kruschina, ein Bauer Oliver Zwarg
• Kathinka, seine Frau Helena Zubanovich
• Marie, beider Tochter Christiane Karg
• Micha, Grundbesitzer Kristof Klorek
• Agnes, seine Frau Irmgard Vilsmaier
• Wenzel, beider Sohn
  Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
• Hans, Michas Sohn aus erster Ehe Pavol Breslik
• Kezal, Heiratsvermittler Günther Groissböck
• Zirkusdirektor Ulrich Reß
• Esmeralda, Tänzerin Anna El-Khashem
• Muff, ein als Indianer verkleideter Komödiant
  Oğulcan Yılmaz

Nationaltheater
Sa, 22.12.18 18:00 Uhr Preise S Premiere BR
Di, 25.12.18 18:00 Uhr Preise M Abo
Sa, 29.12.18 18:00 Uhr Preise M Abo
Mo, 31.12.18 18:00 Uhr Preise S
Do, 03.01.19 18:00 Uhr Preise L Abo *
So, 06.01.19 18:00 Uhr Preise L Abo

Fr,   19.07.19 19:00 Uhr Preise M
Mo, 22.07.19 19:00 Uhr Preise M

Preise in Euro
L 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11
M 193 / 168 / 142 / 117 / 90 / 64 / 16 / 14
S 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16

Premierenmatinee
So,  16.12.18 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

* Familienvorstellung:
10-Euro-Karten für Kinder ab 12 Jahren

Seine Liebe durchzusetzen gegen den Willen der Eltern ist gerade auf dem Land schon schwer genug. Vor allem, wenn man selbst als Fremder gilt, es schlechte Verabredungen der Schwiegereltern gibt und viel Geld im Spiel ist. Doch was Hans mit dem Heiratsvermittler Kecal aushandelt, ohne es mit seiner Geliebten Marie abzusprechen, verlangt schon eine Chuzpe besonderer Art und geht auch beinahe schief: die Geliebte zu verschachern an eine bestimmte Person, die man durch einen rhetorischen Kniff selbst ist – das wirkt nur vom Ende her gut gedacht. Was wieder einmal beweist: Die Komödie ist nur eine im letzten Moment verhinderte Tragödie.

Die Story aus Smetanas Erfolgsoper Die verkaufte Braut aus dem Jahre 1866 entwickelte sich über einen Umweg weltweit zum Schlager – nicht die originale tschechische Version gelangte ins Repertoire, sondern vor allem die deutsche Übersetzung von Max Kalbeck, die richtige Gassenhauerqualitäten hat. Und das Spiel zwischen Ernst und Komödie ist wie geschaffen für den Regisseur David Bösch, der sich einlässt auf „… die eine, die hat Dukaten, hat Dukaten…“

Preview: „Die verkaufte Braut“

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KARL V.

Premiere 10.02.19

Ernst Krenek 1900 — 1991
KARL V.

Bühnenwerk mit Musik in zwei Teilen • 1938
Text vom Komponisten

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Erik Nielsen
Inszenierung, Bühne Carlus Padrissa ‒
La Fura dels Baus

Bühne, Kostüme, Video Lita Cabellut
Spezialeffekte Thomas Bautenbacher
Chor Stellario Fagone
Dramaturgie Benedikt Stampfli

• Karl V. Bo Skovhus
• Juana Okka von der Damerau
• Eleonore Gun-Brit Barkmin
• Ferdinand / Ein Anhänger Luthers Dean Power
• Isabella Anne Schwanewilms
• Francisco Borgia Scott MacAllister
• Franz I. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
• Frangipani / Hofastrolog / Pizarro Kevin Conners
• Luther Markus Eiche
• Sultan Soliman Peter Lobert


Nationaltheater
So, 10.02.19 18:00 Uhr Preise L Premiere BR
Mi, 13.02.19 19:30 Uhr Preise K Abo
Sa, 16.02.19 19:30 Uhr Preise K Abo
Do, 21.02.19 19:30 Uhr Preise K Abo
Sa, 23.02.19 19:00 Uhr Preise K Abo

So, 14.07.19 18:00 Uhr Preise K Abo

Preise in Euro
K 132 / 115 / 95 / 74 / 52 / 30 / 14 / 10
L 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11

Premierenmatinee
So 03.02.19 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

Ernst Kreneks komplett aus Zwölftonreihen bestehendes Bühnenwerk Karl V. hätte in Wien an der Staatsoper uraufgeführt werden sollen. Die politische Situation 1933 in Wien und der Umstand, dass Krenek wegen seiner Jazz-Oper Jonny spielt auf von den Nationalsozialisten verachtet wurde, verhinderten die Uraufführung – erst fünf Jahre später (der Komponisten war inzwischen in die USA emigriert) wurde Kreneks Werk in Prag aus der Taufe gehoben. Der historische Karl V. war der letzte Kaiser, der noch an die Idee eines christlichen Reichs, in dem die Sonne niemals unterginge, festhielt, obwohl dessen Zerfall aus verschiedenen Gründen nicht mehr abwendbar war. Für die zweite Inszenierung von Karl V. im Nationaltheater sucht Carlus Padrissa insbesondere nach politischen Machtsystemen, die brandaktuell sind, und analysiert damit präzise die Handlung im Bühnenwerk: Im Mittelpunkt des vom Komponisten selbst verfassten, gedanklich und sprachlich hochqualifizierten Libretto reflektiert Karl V. über sein Leben und legt unter dem Gemälde Das letzte Gericht

Preview: „Karl V.“

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LA FANCIULLA DEL WEST

Premiere 16.03.19

Giacomo Puccini 1858 — 1924
LA FANCIULLA DEL WEST

Oper in drei Akten • 1910
Libretto von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini
nach dem Schauspiel The Girl of the Golden West
von David Belasco

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln'

Musikalische Leitung James Gaffigan
Inszenierung Andreas Dresen
Bühne Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme Sabine Greunig
Licht Michael Bauer
Chor Stellario Fagone
Dramaturgie Rainer Karlitschek

• Minnie Anja Kampe
• Jack Rance John Lundgren
• Dick Johnson Brandon Jovanovich
• Nick Kevin Conners
• Ashby Alexander Milev
• Sonora Tim Kuypers
• Trin Manuel Günther
• Sid Bálint Szabó
• Bello Milan Siljanov
• Harry Galeano Salas
• Joe Freddie De Tommaso
• Happy Christian Rieger
• Larkens Andrea Borghini
• Billy Jackrabbit Oleg Davydov
• Wowkle Noa Beinart
• Jake Wallace Sean Michael Plumb
• José Castro Oğulcan Yilmaz

• Ein Postillon Ulrich Reß

Nationaltheater
Sa, 16.03.19 18:00 Uhr Preise M Premiere BR
Di,  19.03.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Fr,   22.03.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Di,  26.03.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Sa, 30.03.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Di,  02.04.19 19:00 Uhr Preise L Abo

Fr,    26.07.19 19:00 Uhr Preise M
Mo, 29.07.19 19:00 Uhr Preise M

Preise in Euro
L 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11
M 193 / 168 / 142 / 117 / 90 / 64 / 16 / 14

Premierenmatinee
So,  10.03.19 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

Goldrausch, Poker und Revolverschüsse am Fuße der Sierra Nevada: Puccinis naturalistische Oper nach dem Drama The Girl of the Golden West von David Belasco hat alles, was den klassischen amerikanischen Western unwiderstehlich macht. Also auch eine große Liebesgeschichte: Minnie, die Wirtin der Goldgräberschenke „Polka“, hat den rauen Glückssuchern der Sierra Nevada ihre besten Jahre geschenkt, als Barfrau, Lehrerin, Autoritätsperson und Angebetete. Nun sucht sie selbst das Glück und findet es in Gestalt von Dick Johnson, einem Neuankömmling im Goldgräberlager. Dass der ein dunkles Geheimnis birgt, ist ein Problem, das erst durch einen anderen Konflikt virulent wird: Jack Rance, der sein Interesse an Minnie längst angemeldet hat, ist zugleich der Sheriff der Gegend. Andreas Dresen, der mit The Girl of the Golden West nach Arabella (2015) seine zweite Regiearbeit an der Bayerischen Staatsoper zeigt, weist zurecht auf die „Härte“ des Stoffes hin – und auf das beinahe utopische Versprechen der Liebe inmitten einer unwirtlichen Welt.

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Preview: „La fanciulla del West“

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ALCESTE

Premiere 26.05.19

Christoph Willibald Gluck 1714 — 1787
ALCESTE

Tragédie-opéra in drei Akten • 1767 / 1776
Pariser Fassung
Libretto von Marius-François-Louis Gand Lebland,
Bailli Du Roullet nach Ranieri de’ Calzabigi

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Antonello Manacorda
Regie, Choreographie Sidi Larbi Cherkaoui
Bühne Henrik Ahr
Chor Sören Eckhoff
Dramaturgie Benedikt Stampfli

• Admète Charles Castronovo
• Alceste Dorothea Röschmann
• Le Grand-Prêtre d’Apollon / Hercule Michael Nagy
• Évandre Manuel Günther
• Un Hérault d’armes / Apollon Sean Michael Plumb
• Coryphée Anna El-Khashem
• L’Oracle / Un Dieu infernal Callum Thorpe

Nationaltheater
So, 26.05.19 18:00 Uhr Preise M Premiere BR
Mi, 29.05.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Sa, 01.06.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Do, 06.06.19 19:00 Uhr Preise L Abo
Mo, 10.06.19 18:00 Uhr Preise L Abo
Do, 13.06.19 19:00 Uhr Preise L Abo

Do, 18.07.19 19:00 Uhr Preise L

Preise in Euro
L 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11
M 193 / 168 / 142 / 117 / 90 / 64 / 16 / 14

Premierenmatinee
So 19.05.19 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

Die Titelfigur in Christoph Willibald Glucks Oper Alceste zeigt eine fast übermenschliche Willenskraft: Um das Leben ihres Mannes zu retten, opfert sich Alceste selbst. Dass Gluck seinen Zeitgenossen nicht nur in den Themen, die er in seinen Opern verarbeitet, voraus war, sondern auch in der musikalischen Gestaltung, zeigen die kompositorischen Reformierungen in seinen dramatischen Werken: Die Rezitative der Sänger werden nicht mehr nur vom Cembalo, sondern auch von Streichern begleitet. Farbiger und instrumental abwechslungsreicher wird so eine neue Verbindung zwischen Musik und Text geschaffen. Im Burgtheater in Wien, wo die Uraufführung stattfand, wurde das Werk auf Italienisch gesungen. Als er es 1776 für Paris umarbeitete, wechselte er nicht nur die Sprache, sondern gestaltete etliche Szenen neu und legte den Fokus auf die Geschichte des Herrscherpaars. Sidi Larbi Cherkaoui, der bei den Münchner Opernfestspielen 2016 Rameaus Les Indes galantes inszeniert hat, setzt in seiner Interpretation einen Schwerpunkt auf die Verbindung von Tanz und Gesang: „Wenn ich Opernsänger singen sehe, fühle ich, dass sie tanzen.“

Preview: „Alceste“

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SALOME

Premiere 27.06.19

Richard Strauss 1864 — 1949
SALOME

Musik-Drama in einem Aufzug nach
Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung • 1905

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Kirill Petrenko
Inszenierung Krzysztof Warlikowski
Mitarbeit Inszenierung Marielle Kahn
Bühne und Kostüme Małgorzata Szczęśniak
Licht Felice Ross
Choreographie Claude Bardouil
Dramaturgie Malte Krasting

• Herodes Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
• Herodias Michaela Schuster
• Salome Marlis Petersen
• Jochanaan Wolfgang Koch
• Narraboth Pavol Breslik
• Ein Page der Herodias Rachael Wilson
• Erster Jude Scott MacAllister
• Zweiter Jude Michael Porter
• Dritter Jude Kristofer Lundin
• Vierter Jude Kevin Conners
• Fünfter Jude Peter Lobert
• Erster Nazarener Callum Thorpe
• Zweiter Nazarener Ulrich Reß
• Erster Soldat Kristof Klorek
• Zweiter Soldat Alexander Milev
• Ein Cappadocier Milan Siljanov

Münchner Opernfestspiele
Nationaltheater
Do, 27.06.19 19:00 Uhr Preise S Premiere BR
Di,  02.07.19 20:00 Uhr Preise L Abo
Sa, 06.07.19 20:00 Uhr Preise M
Mi,  10.07.19 19:00 Uhr Preise L

Preise in Euro
L 163 / 142 / 117 / 91 / 64 / 39 / 15 / 11
M 193 / 168 / 142 / 117 / 90 / 64 / 16 / 14
S 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16

Premierenmatinee
So 23.06.19 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

„Wie schön ist die Prinzessin Salome heute nacht!“ Oscar Wildes französisches Drama, vom Komponisten selbst als Operntext eingerichtet, war ein Geniestreich des Fin de siècle, ein Skandal zum einen und andererseits voll im Trend, ein künstlerischer und auch finanzieller Erfolg, von dem sich Richard Strauss seine Villa in Garmisch leisten konnte. Den Kopf des Propheten Jochanaan, der sie abgewiesen hat, wünscht sich Salome von ihrem lüsternen Stiefvater – und er kann ihr, da ihn sein Schwur bindet, den Wunsch nicht abschlagen. So stirbt der eifernde Mahner, und mit ihm geht auch die Prinzessin zugrunde – „Man töte dieses Weib!“ Krzysztof Warlikowski, ist überzeugt, dass Salome viel von den Widersprüchen der Entstehungszeit erzählt, dass in diesem Stück aber auch viel von dem aufgehoben ist, was damals noch Zukunft war: „Es ist nicht nur wichtig, was im Kunstwerk selbst steckt, sei es nun Oscar Wilde oder Richard Strauss, sondern auch der ganze Kontext, den das Christentum und die Geschichte des 20. Jahrhunderts diesem Werk hinzufügen.“

  • gefördert durch

Preview: „Salome“

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AGRIPPINA

Premiere 23.07.19

Georg Friedrich Händel 1685 — 1759
AGRIPPINA

Dramma per musica in drei Akten • 1709
Libretto von Vincenzo Grimani

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung Ivor Bolton
Inszenierung Barrie Kosky
Bühne Rebecca Ringst
Kostüme Klaus Bruns
Licht Joachim Klein
Dramaturgie Nikolaus Stenitzer

• Claudio Gianluca Buratto
• Agrippina Alice Coote
• Nerone Franco Fagioli
• Poppea Elsa Benoit
• Ottone Iestyn Davies
• Pallante Andrea Mastroni
• Narciso Eric Jurenas
• Lesbo Markus Suihkonen
• Giunone Katarina Bradić

Münchner Opernfestspiele
Prinzregententheater
Di,  23.07.19 18:00 Uhr Preise PA Premiere BR
Fr,   26.07.19 18:00 Uhr Preise PB
So, 28.07.19 18:00 Uhr Preise PB
Di,  30.07.19 18:00 Uhr Preise PB

Preise in Euro
PA 161 / 125 / 89 / 47 / 35
PB 132 / 104 / 76 / 42 / 32

Premierenmatinee im Prinzregententheater
So, 14.07.19 11:00 Uhr
Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

BR Die Premiere wird live auf
BR-KLASSIK übertragen.

In diesem atemberaubenden Politikthriller, Händels zweiter Komposition nach einem Nero-Stoff in seiner erst dritten Oper, scheint zunächst alles klar zu sein auf der Bühne der Macht: Der römische Kaiser Claudius soll auf der Rückreise von seinem erfolgreichen Feldzug gegen Britannien ertrunken sein. Damit sieht seine Frau Agrippina den Moment für Nerone, ihren Sohn aus erster Ehe, gekommen, den Thron zu besteigen. Doch Librettist Vincenzo Grimani, in Nebenberufen unter anderem Kardinal und kaiserlicher Botschafter beim Vatikan, baute aus seinen Erfahrungen am Hof von Papst Clemens XI. und seinen genauen Kenntnissen der Annalen des Tacitus und Suetons Cäsar-Biographien ein Libretto, das nicht nur historisch präzise ist, sondern die unterschiedlichsten Wendepunkte und Winkelzüge rund um den vakanten Thron dermaßen dreht und wendet, dass am Ende beinahe die Frage ist, ob hier von Gewinnern, Verlierern und auch von lieto fine überhaupt noch die Rede sein kann. Regisseur Barrie Kosky bringt es auf den Punkt: „Diese Oper zeigt das, was die besten Opern ausmacht: Eine Kombination aus Erotik und Macht.“

  • Mit freundlicher Unterstützung der

Preview: „Agrippina“

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MAVRA / IOLANTA

Premiere: 15.04.19

Igor Strawinsky 1882 — 1971 
Mavra
Komische Oper in einem Akt • 1922

• Parascha Mirjam Mesak
• Deren Mutter Noa Beinart
• Nachbarin Natalia Kutateladze
• Wassili, ein Husar Freddie De Tommaso


Peter I. Tschaikowsky 1840 — 1893 
Iolanta
Lyrische Oper in einem Akt • 1892

• König René Markus Suihkonen
• Robert Boris Prýgl
• Vaudémont Long Long
• Ibn-Hakia Oğulcan Yılmaz
• Almerik Caspar Singh
• Bertrand Oleg Davydov
• Iolanta Anaïs Mejías
• Martha Noa Beinart
• Brigitta Anna El-Khashem
• Laura Natalia Kutateladze

Opernstudio der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester

Cuvilliés-Theater
Mo, 15.04.19 19:00 Uhr Preise CEE Premiere
Do,  18.04.19 19:00 Uhr Preise CE
Sa,  20.04.19 19:00 Uhr Preise CE
Mo, 22.04.19 19:00 Uhr Preise CE
Do,  25.04.19 19:00 Uhr Preise CE
So,  28.04.19 19:00 Uhr Preise CE

Preise in Euro
CE 44 / 40 / 32 / 22 / 14 / 7
CEE 55 / 50 / 38 / 24 / 14 / 7

Premierenmatinee im Wernicke-Saal
So, 07.04.19 11:00 Uhr

Karten € 10,– / € 0,– Drama Plus

  • Mit freundlicher Unterstützung der

Igor Strawinsky: Mavra

Die junge Parascha, so freut sich deren Mutter, scheint den perfekten Ersatz für die gerade verstorbene Köchin gefunden zu haben: Mavra ist mit wenig Lohn zufrieden und verlangt auch sonst nicht viel. Aber wieso verhält sie sich so merkwürdig? Bestiehlt sie die argwöhnische Mutter, wie diese vermutet – oder teilen sie und Parascha am Ende ein ganz anderes Geheimnis?

Strawinskys Opera buffa nach dem Versgedicht Das kleine Haus in Kolomna von Alexander Puschkin ist eine komische Liebesgeschichte auf dem Boden der Travestie. Die Komposition aus Strawinskys neoklassischer Periode (die Uraufführung fand 1922 in Paris statt) referiert gleichwohl auf die russische Romantik und scheint sogar gelegentliche Ragtime anklingen zu lassen.

Peter I. Tschaikowsky: Iolanta

Prinzessin Iolantas Traurigkeit rührt von einer Ahnung: Sie wird auf Anordnung ihres Vaters, des Königs René, in Unkenntnis darüber gehalten, dass sie von Geburt an blind ist. Auch über ihre adelige Herkunft ahnt sie, in einem entlegenen Schloss in der Provence mehr oder weniger verwahrt, nichts – dass irgendetwas vor ihr verborgen wird, spürt sie aber. Mit dem Auftreten des maurischen Arztes Ibn-Hakia und zweier Ritter mit unterschiedlichen Absichten nehmen Ereignisse ihren Lauf, die Iolantas Leben auf allen Ebenen verändern werden.

Tschaikowskys letzte Oper wurde 1892 zusammen mit seinem Ballett Der Nussknacker in Moskau uraufgeführt, an der Bayerischen Staatsoper wurde das Werk 1897 zum ersten und bisher einzigen Mal inszeniert. Zeit für ein Comeback!

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