Jewels, Rubies: Ensemble

Den Auftakt bildet dieses Jahr der dreiteilige Abend Jewels des Choreographen George Balanchine, gefolgt von John Neumeiers Die Kameliendame und den zwei Cranko-Klassikern Der Widerspenstigen Zähmung und Onegin. Außerdem zu sehen sind die Premieren der letzten zwei Spielzeiten: Spartacus und Alice im Wunderland aus 2016/17 sowie Portrait Wayne McGregor und Anna Karenina aus 2017/18. Auch 2019 ist die jährliche Frühjahrsmatinee der Heinz-Bosl-Stiftung Teil der Ballettfestwoche.

Eröffnung

Zur Eröffnung der Ballettfestwoche steht Jewels mit hochkarätigen, internationalen Gaststars auf dem Spielplan des Bayerischen Staatsballetts. Das Werk feiert am Anfang der Saison am 27. Oktober 2018 Premiere beim Bayerischen Staatsballett. Choreographiert von einer Ikone des neoklassischen Balletts - George Balanchine. Noch als Ballettschüler schuf er mit dem Pas de deux La Nuit (Musik: Anton Rubinstein) seine erste Choreographie. Bereits mit 21 Jahren wurde er 1925 zum Chefchoreographen des Mariinsky Theaters (damals noch Staatliches Akademisches Theater für Oper und Ballett) ernannt und arbeitete für die Produktion Le Chant du Rossignol erstmals mit seinem späteren engen Freund Igor Strawinsky zusammen. 1948 gründete er das weltbekannte New York City Ballet, für welches er 1967 Jewels choreographierte. Inspiriert dazu hatte ihn die Schmuckauslage im Schaufenster eines Juweliers auf der Fifth Avenue.
Der dreiteilige Abend Jewels präsentiert drei unterschiedliche Werke: Emeralds, das den elgeganten französischen Tanzstil widerspiegelt, das jazzige Rubies und Diamonds, das ganz im Zeichen des pompösen klassischen Balletts der russischen Zarenzeit steht.  So unterschiedlich wie die Tanzstile sind, so verschieden sind die jeweiligen Musiken: Gabriel Fauré (Emeralds), Igor Stravinsky (Rubies) und Peter I. Tschaikowsky (Diamonds).
 

George Balanchine
Jewels
Sa 11.04.19 19:30 Uhr Karten 

 

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Außerdem in der Ballettfestwoche 2019

Portrait Wayne McGregor (Sunyata): Jonah Cook, Ksenia Ryzhkova
Portrait Wayne McGregor (Sunyata): Jonah Cook, Ksenia Ryzhkova

Neben Jewels ist mit Portrait Wayne McGregor die fulminante Premiere der letzten Spielzeit wieder zu sehen. Der dreiteilige Abend besteht aus Borderlands (San Francisco Ballet, 2013), Sunyata (Bayerisches Staatsballett, 2018) und Kairos (Ballett Zürich, 2014). Die drei eigenständigen Werke zu Musiken von Max Richter, Kaaja Saariaho, Joel Cadbury und Paul Stoney präsentieren einen stimmigen wie abwechslungsreichen Überblick über das Schaffen des Choreographen Wayne McGregor.  
Auch die Wiederaufnahme der aktuellen Spielzeit, Die Kameliendame von John Neumeier, darf in der Ballettfestwoche natürlich nicht fehlen. Wie Giuseppe Verdis Oper La Traviata handelt auch das Ballett von der Entscheidung zwischen Pflicht und Liebe. Von John Cranko zeigen wir im Rahmen der Ballettfestwoche das humorvolle Stück Der Widerspenstigen Zähmung  und die tragische Liebesgeschichte Onegin. Letzteres ist angelehnt an Alexander Puschkins Versroman über die berührende Geschichte der jungen Tatjana, die sich in den arroganten Dandy Onegin verliebt, jedoch von ihm aufs grausamste abgewiesen wird. Nicht minder tragisch ist die Geschichte von Tolstois Anna Karenina. Christian Spuck gelingt es die über 1000 Seiten des Romans auf kurzweilige 100 Minuten Ballett zu verdichten. Situiert im Russland des 19. Jahrhunderts fokussiert er sich auf die Hauptfigur Anna Karenina, die nach romantischen Liebesabenteuer außerhalb ihrer Ehe aus der Gesellschaft ausgestoßen wird und schließlich im Tod ihre Erlösung sucht. Außerdem im Programm ist Yuri Grigorovichs  Spartacus. Das Bayerische Staatsballett führte die bewegende Heldengeschichte des um Freiheit kämpfenden Slaven Spartacus im Dezember 2016 als erste westliche Kompanie auf. Einen Kontrast zu Yuri Grigorovichs eher reduzierter Ausstattung bildet Christopher Wheeldons opulentes Bühnenfeuerwerk Alice im Wunderland. Farbenfroh und leicht begeistert es unverändert alle Zuschauergenerationen. Als Abrundung des Programms der Ballettfestwoche zeigen die Studenten der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater und die Stipendiaten der Heinz-Bosl-Stiftung in der jährlichen Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung / Junior Company die neuesten Werke aus ihrem Repertoire.

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Programmübersicht

Alice im Wunderland: Séverine Ferrolier (Mutter/Die Herzkönigin)
Alice im Wunderland: Séverine Ferrolier (Mutter/Die Herzkönigin)

Jewels
Do 11.04.19 19:30 Uhr Karten

Die Kameliendame
Fr 12.04.19 19:30 Uhr Karten

Onegin
Sa 13.04.19 19:30 Uhr Karten

Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung
So 14.04.19 11:00 Uhr (Karten über die Heinz-Bosl-Stiftung)

Der Widerspenstigen Zähmung
So 14.04.19 19:00 Uhr Karten

Spartacus
Mo 15.04.19 19:30 Uhr Karten

Portrait Wayne McGregor
Di 16.04.19 19:30 Uhr Karten

Alice im Wunderland
Mi 17.04.18 18:00 Uhr Karten

Anna Karenina
Do 18.04.18 19:30 Uhr Karten

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Partner des Bayerischen Staatsballetts