Ralph Bock

Prof. Dr. Ralph Bock wurde 1967 geboren Nach Abitur und Wehrdienst begann er 1988 ein Studium der Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle, in dessen Verlauf er die Spezialisierungsrichtungen Genetik, Mikrobiologie, Biochemie und Pflanzenphysiologie einschlug. Seine Diplomarbeit absolvierte er über eine pflanzengenetische Thematik am Institut für Genetik der Universität Halle. Nach seinem Diplom im Fach Genetik wechselte er an das Waksman Institute, Rutgers, The State University of New Jersey, USA, wo er mit den experimentellen Arbeiten zu seiner Promotion begann. Ab 1995 führte er diese Arbeiten an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. fort und schloss 1996 seine Promotion mit summa cum laude ab. Von 1996 bis 2001 war er als Arbeitsgruppenleiter an der Universität Freiburg tätig und wurde 1999 für die Fächer Molekularbiologie und Genetik habilitiert. Im Jahr 2000 nahm er einen Ruf auf die C4-Professur für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster an, den er 2001 als Direktor des gleichnamigen Instituts antrat. 2004 wurde er von der Max-Planck-Gesellschaft als Direktor an das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm berufen, wo er seither über grundlegende Probleme von Genetik, Physiologie und Evolution forscht und dazu überwiegend pflanzliche Modellsysteme nutzt. Ralph Bock ist gewähltes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) sowie der European Molecular Biology Organization (EMBO). Seit vielen Jahren engagiert er sich für einen rationalen und wissenschaftlich fundierten Umgang mit neuen Technologien in Politik und Gesellschaft. Unter anderem hat er als wissenschaftlicher Experte der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) an der Ausarbeitung von Richtlinien für die Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Pflanzen mitgewirkt.