Igor Zelensky

Igor Zelensky

Direktor des Bayerischen Staatsballetts

Igor Zelensky, geboren in Labinsk/Russland, studierte am Ballettinstitut in Tiflis, unter anderem als Schüler des legendären Vakhtang Chabukiani, und am Waganowa-Institut in Sankt Petersburg. 1988 debütierte er am Mariinsky-Theater und wurde in kürzester Zeit mit den Hauptrollen des klassischen Repertoires betraut. Für lange Jahre stand er an der Spitze der männlichen Solisten des Mariinsky-Balletts (damals Kirov-Ballett).

Neben seiner Arbeit als Principal Dancer am Mariinsky-Theater und am New York City Ballet war Igor Zelensky gefragter Gastsolist bei internationalen Compagnien wie dem Royal Ballet in London und dem Teatro alla Scala in Mailand. Seit seinem ersten Auftreten beim Bayerischen Staatsballett im Rahmen der Terpsichore-Gala I im Jahre 1999 gastierte er regelmäßig in München. Zu sehen war er hier unter anderem als Solor in La Bayadère und als Des Grieux in Kenneth MacMillans Manon. Auf zwei Terpsichore-Galas tanzte er einen Pas de deux aus Shéhérazade und Balanchines Apollo.

Noch während seiner aktiven Zeit als Tänzer in Sankt Petersburg übernahm Zelensky die künstlerische Leitung des Balletts in Nowosibirsk, die er von 2006 bis 2015 innehatte. Von 2011 bis 2016 war er außerdem künstlerischer Direktor der zweiten großen Moskauer Ballett-Compagnie, dem Ballett des Stanislawski und Nemirowitsch-Dantchenko-Theaters. Als Inszenator großer Klassiker gewann er in Athen Erfahrung, wo er zwischen 2001 und 2006 Don Quijote, RaymondaSchwanensee, Dornröschen und La Bayadère herausbrachte.

Im August 2016 übernahm Igor Zelensky die Leitung des Bayerischen Staatsballetts und verpflichtete eine Reihe herausragender Tänzerinnen und Tänzer nach München. Seine erste Saison eröffnete er mit einem der erfolgreichsten Ballette des Bolschoi-Theaters, Yuri Grigorovichs Spartacus. Zudem präsentierte er Christopher Wheeldons Alice im Wunderland. 2017/18 feierten unter seiner Leitung die Choreographen Christian Spuck mit Anna Karenina und Wayne McGregor mit einem dreiteiligen Abend (Premiere zur Ballettfestwoche im April 2018) ihr Hausdebüt beim Bayerischen Staatsballett. Mit der Reihe Junge Choreographen/À Jour hat er zudem ein Format in den Spielplan aufgenommen, bei dem Nachwuchskünstler choreographisch tätig werden können.