Maurice Ravel

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Der französische Komponist wurde am 7. März 1875 in Ciboure im Département Pyrénées-Atlantiques geboren. Mit sieben Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, und ab dem dreizehnten Lebensjahr unterrichtete ihn Émile Descombes, ein Schüler Fréderic Chopins, in Klavier und Harmonielehre.

 

Für Ravel wurde der Wunsch, Musiker zu werden, immer zentraler; seine Eltern unterstützen ihn in seinem Vorhaben. 1888 lernte Ravel Ricardo Viñes, einen später berühmten Pianisten, kennen, mit dem er 1889 die Aufnahmeprüfung für Klavier am Pariser Konservatorium bestand. Während Viñes bereits voll immatrikuliert wurde, wurde Ravel einer Vorbereitungsklasse zugeordnet.

1891 entschied sich Charles-Wilfrid Bériot, beide Studenten in seine Meisterklasse für Klavier aufzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt verfolgte Ravel die Idee, Pianist zu werden, was aber im weiteren Verlauf an seinem Talent scheiterte: Zwar war er ein guter Musiker mit ausgeprägtem Gefühl und Auffassungsgabe, doch im direkten Vergleich mit seinen Kommilitonen erreichte er deren Bravour nicht. Dies schmälerte seine Motivation im weiteren Studienverlauf, so dass er die Zwischenprüfungen der Jahre 1883, 1884 und 1885 nicht bestand und aus der Meisterklasse ausgeschlossen wurde. Nach einer zweijährigen Pause kehrte er an das Konservatorium zurück und wurde in die Kompositionsklasse Gabriel Fauré aufgenommen und wurde zudem Schüler von André Gedalge – zu seinen Lehrern zählte Jacques Ibert, Arthur Honegger und Darius Milhaud –, Lehrer für Kontrapunkt und Orchestration. Überdies führte ihn Fauré in die Pariser Salonkultur ein.

Bereits als junger Komponist erregte Ravel durch Kompositionen wie die Orchesterouvertüre Shéhérazade, ouverture de féerie (1898) und Rhapsodie espagnole (1907) die Aufmerksamkeit von Manuel de Falla und Sergej Diaghilew. Letzterer engagierte Ravel für die Komposition Daphnis et Chloë (1912) im vierten Jahr der Ballets Russes. Der Ausbruch des ersten Weltkriegs erschwerte und unterbrach seine kompositorischen Arbeiten, 1916 erkrankte er an der Ruhr, ein weiterer Einschnitt für sein Leben war der Tod seiner Mutter 1917, mit der er bis dahin zusammengelebt hatte. Erst 1921 übersiedelte Ravel in die Villa Le Belvedère in Montfont-L'Amaury in der Nähe von Paris, wo er bis zu seinem Tod am 28. Dezember 1937 in Paris lebte. Er verstarb sehr wahrscheinlich an einem Hirntumor. Ravel blieb unverheiratet und kinderlos.

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