Die Bayerische Staatsoper trauert um eine der wichtigsten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts

Mirella Freni (Foto: Sabine Toepffer)
Mirella Freni (Foto: Sabine Toepffer)

Die Bayerische Staatsoper trauert um Mirella Freni, einer der bedeutendsten Sopranistinnen, die ab Mitte der 70er Jahre bis Ende der 80er Jahre immer wieder an der Bayerischen Staatsoper auftrat.

Ihr Hausdebüt gab die in Modena geborene Sängerin 1977 als Mimì in La bohème, eine ihrer Paraderollen. Diese Partie verkörperte Freni in München bis 1985, unter anderem an der Seite von Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. Es folgten Engagements in den wichtigsten Rollen des lyrischen Sopranfachs: Desdemona in Otello, Elisabetta in Don Carlo, Amelia in Simon Boccanegra oder die Titelrolle von Manon Lescaut.  1980 wirkte Freni in der Neuinszenierung von Gounods Faust mit und gestaltete an der Seite von Alberto Cupido, Nicolai Ghiaurov, Wolfgang Brendel und Astrid Varnay die Margarethe. Zu einer weiteren Neuinszenierung kam es 1980, diesmal sang die Sopranistin die Liù in Puccinis Turandot in einer Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle. Ihren Münchner Bühnenabschied gab Mirella Freni während der Münchner Opernfestspiele 1989 in der Titelrolle von Francesco Cileas Adriana Lecouvreur.

1983 wurde die Sängerin zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Insgesamt stand sie bis 1989 über 70 Mal auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper.

Mirella Freni verstarb am 9. Februar 2020 im Alter von 84 Jahren in ihrer Heimatstadt Modena.  

In „Turandot“ 1987 trat Sie als Liù auf. Hier mit Ulrich Reß, Thomas Woodman und Kenneth Garrison
In „Turandot“ 1987 trat Sie als Liù auf. Hier mit Ulrich Reß, Thomas Woodman und Kenneth Garrison.
Mirella Freni an der Seite von Luciano Pavarotti in „La bohème“ 1983
Mirella Freni an der Seite von Luciano Pavarotti in „La bohème“ 1983