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Monday, 11. June 2012
07:00 pm – 08:45 pm
Cuvilliés-Theater

Duration est. 1 hours 45 minutes

Prices CEE

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Cast

Musikalische Leitung
Christopher Ward
Inszenierung
David Bösch
Bearbeitung für Kammerorchester
Jonathan Dove
Ausstattung
Patrick Bannwart
Ausstattung
Falko Herold
Licht
Michael Bauer
Dramaturgie
Rainer Karlitschek
Leitung des Kinderchors
Stellario Fagone

Der Förster
Peter Mazalán
Die Frau Försterin
Silvia Hauer
Der Schulmeister
Dean Power
Der Pfarrer
Tareq Nazmi
Haraschta
Tim Kuypers
Füchslein Schlaukopf
Iulia Maria Dan
Frau Pasek
Silvia Hauer
Der Fuchs
Golda Schultz
Der Dackel
Dean Power
Der Hahn
Andrew Owens
Die Schopfhenne
Golda Schultz
Der Specht
Andrew Owens
Die Mücke
Andrew Owens
Der Dachs
Tareq Nazmi
Die Eule
Silvia Hauer
Der Häher
Dean Power
Orchester
Bayerisches Staatsorchester
Kinderchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
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Sie ist ein zauberhaftes Spiel in einer eigenen Welt, irgendwo zwischen Mensch, Tier in der Natur, entwickelt aus einer Art Tier-Comic einer Tageszeitung: Janáčeks Oper Das schlaue Füchslein. Ein Förster versucht, eine Füchsin zu domestizieren, was ihm gründlich misslingt – trotzdem entsteht eine sonderbare Wechselbeziehung zwischen Mensch und Tier, wird der Kreislauf von Leben und Sterben nachempfunden und eine Utopie über das Hier und Jetzt formuliert. Janáček meinte zu Max Brod: „Sie wissen, dass meine Motive aus der Erde wachsen, aus den Tieren, aus den Menschen – dass sie mit allem verknüpft sind, was ist.“

 

Erster Akt

Aus einer inneren Unruhe heraus ist der Förster einmal mehr in den Wald geflohen und will nicht zurück nach Hause. Unklar über sein derzeitiges Leben und die Gefühle zu seiner Frau, legt er sich erschöpft vom Grübeln nieder. Der Wald um ihn herum wird lebendig. Als er beim Erwachen Schlauköpfchen entdeckt, fängt er sie und nimmt sie mit nach Hause.

Die Försterin ist über den neuen Gast alles andere als glücklich. Herr Lapak schüttet Schlauköpfchen sein Herz aus: Ihm mangle es wie jedem Hausbewohner an Liebe. Schlauköpfchen erinnert sich an ihre Beobachtungen im Wald, wo bei vielen Waldbewohnern nur Beziehungsstreit und Geschlechterkampf auf der Tagesordnung stünden. Die ungehobelten Försterkinder Frantik und Pepik behandeln Schlauköpfchen wie ein Tier. Das will sie sich nicht bieten lassen und verwundet Pepik, woraufhin der Förster sein Schlauköpfchen bestraft.

Die Hennen sind ihrerseits dem strengen Regiment des Hahnes unterworfen, was Schlauköpfchen zum Eingreifen herausfordert. Als sie dem Hahn an die Eingeweide geht und eine Revolution entfacht, zieht sie einmal mehr den Zorn der Försterin auf sich, die ihren Mann angeht, er möge den renitenten Gast erschießen. Doch Schlauköpfchen kann fliehen.

Zweiter Akt

Endlich wieder frei, sucht Schlauköpfchen eine Bleibe und vertreibt Herrn Dachs trotzt wüster Drohungen brutal aus seinem Lager, um sich dort selbst auszubreiten.

Pfarrer, Schulmeister und Förster können in der Liebe nicht so, wie sie wollen, und ziehen sich daher gegenseitig auf. Der Förster verspottet den Schulmeister wegen seiner unglücklichen Liebe zu Terynka und der Pfarrer soll versetzt werden, was Anlass zu Gerüchten gibt. Schulmeister und Pfarrer lenken das Gespräch auf den Fang des Försters, der zugeben muss, dass er ihn nicht habe halten können.

Beim Anblick einer Sonnenblume gesteht sich der Schulmeister ein, heillos in Terynka verliebt zu sein. Der Pfarrer wiederum erinnert sich schmerzlich an seine Liebessehnsüchte: Immer wieder gerate er wegen Frauen in schreckliche Nöte. Auch der Förster hat sich wieder auf die Suche nach seinem Schlauköpfchen begeben – erfolglos.

Schlauköpfchen hingegen begegnet unerwartet Goldrücken. Goldrücken imponiert die Selbstständigkeit Schlauköpfchens erst recht, als er deren Geschichte von der Gefangenschaft und Flucht hört. Ihr gelingt es, die eigenen Ängste zu überwinden – er weiß und gesteht: Sie sei seine wahre Liebe. Sofort verbreiten sich wilde Gerüchte über die Beziehung der beiden: Doch sie geben sich ganz offiziell das Ja-Wort.

Dritter Akt

Der herumstreunende Háraschta behauptet gegenüber dem Förster, er werde Terynka bald heiraten. Dieser reagiert erstaunt, warnt Háraschta vor Wildereien – und legt selbst eine Falle.

Als Goldrücken und Schlauköpfchen mit ihren Kindern die Falle entdecken, halten sie den plumpen Versuch, sie zu fangen für einen schlechten Scherz. Vielmehr malen sie sich ein Leben mit noch vielen weiteren Kindern aus. Háraschta – noch immer auf der Suche nach geeigneter Beute – entdeckt Schlauköpfchen. Sie nimmt den Kampf auf, gewinnt Oberwasser. Ziellos schießt Háraschta mit seinem Gewehr umher und tötet Goldrücken und Schlauköpfchen.

Zu Hause kommt der Förster noch immer nicht los von seinen Erinnerungen an Schlauköpfchen. Mit seiner Frau spricht er nur das Nötigste. Sie haben längst ihre Beziehung im Alltag begraben. Als der Schulmeister von Terynkas Hochzeit erfährt, will er nie etwas für sie empfunden haben. Die Briefe des Pfarrers aus seiner neuen Pfarrei sprechen von dessen Heimweh. Der Förster macht sich erneut auf die Suche nach Schlauköpfchen – und erinnert sich wehmütig an die Liebe zu seiner Frau, als beide noch gemeinsam im Wald nach Pilzen suchten. Er bricht zusammen und glaubt, Schlauköpfchen wieder zu sehen, muss aber erkennen, dass das vielleicht bereits ein Kind von ihr sei. Der Förster ist noch einsamer geworden.

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Biographies

Christopher Ward, geboren in London, studierte Musikwissenschaft an der Oxford University und Dirigieren u.a. bei John Carewe und Colin Metters. Er arbeitete als Dirigent und Repetitor an der Guildhall School of Music and Drama in London, außerdem mit der Oxford University Philharmonia, den Arcadian Singers, der Oxford Chamber Opera, dem Pierrot Ensemble und der New Chamber Opera. 2003 wirkte er als Stipendiat an der Scottish Opera und an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow. Nach seiner Tätigkeit am Internationalen Opernstudio Zürich wechselte er 2005 als Kapellmeister ans Staatstheater Kassel, seit der Spielzeit 2009/10 ist er an der Bayerischen Staatsoper engagiert, seit dieser Spielzeit als Erster Kapellmeister. Dirigate hier 2011/12: Prima la musica, poi le parole, Sigurd der Drachentöter, Das schlaue Füchslein.

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