Information

Composer Carl Vine

Thursday, 29. December 2005
07:30 pm – 10:00 pm
Nationaltheater

Duration est. 2 hours 30 minutes

To List of Performances

Cast

Choreographische Mitarbeit
Janet Vernon
Choreographie
Graeme Murphy
Bühne und Kostüme
Roger Kirk
Video-Projektionen
Jason Lam
Licht
Christian Kass

To List of Performances

Learn more

The silver rose is the central prop, the symbol of love - for the opera as well as for the ballet. The Rose Cavalier, a well beloved opera, has always had a strong attractiveness for ballet as well, but the refusal of Richard Strauss' heirs to use his music apart from opera works set limits to the realisation of such a creation. However, by choosing the Australian composer Carl Vine to provide the score for Hugo von Hofmannsthal's libretto, Graeme Murphy avoided this restraint.
Murphy who has rehearsed in Germany for the first time, is also an experienced dramatic adviser and a master of subtle distinction. Like Hofmannsthal's libretto, his ballet is about an intelligent and beautiful married woman in the middle of her life starting to worry about her attractiveness and fearing to lose her lover to a younger woman. Carl Vine, one of the most popular contemporary Australian composers, compiled the score for Murphy. Although not particularly composed for this ballet, the different parts of Vine's work - among which his 4th symphony and his piano concert - join together in a feature-length score perfectly suiting the choreography.
Roger Kirk's creation of an art nouveau set provides the ideal atmosphere for presenting love, eroticism and jealousy - happy end included?

 

1. Akt
Die Marschallin, eine berühmte Schauspielerin, wacht aus quälenden Alpträumen auf. Erleichtert erblickt sie ihren Geliebten Oktavian neben sich. Ihre aufflammende Leidenschaft wird gestört durch den Einbruch des Alltags - ihre Dienstboten betreten einer nach dem anderen das Schlafzimmer, um die Schauspielerin für einen wichtigen Fototermin und ein Interview mit einem aufdringlichen Paparazzi-Paar vorzubereiten. Oktavian bleibt nichts anderes übrig, als sich zu verstecken. Mitten in den Termin hinein platzt mit viel Aufhebens Baron Ochs, ein Impresario, der stolz allen Anwesenden das Porträt seiner Verlobten Sophie von Faninal präsentiert, zusammen mit einer silbernen Rose, die er ihr zur Verlobung schenken wird.
Der Baron sucht verzweifelt einen standesgemäßen jungen Mann, der traditionsgemäß die Rose überreichen soll. Die Marschallin schlägt kurzerhand Oktavian vor, der bei der Nachricht hinter seinem Wandschirm schier ohnmächtig wird. Baron Ochs dagegen ist entzückt von dem Vorschlag und in seiner tölpelhaften Freude stößt er den Wandschirm um, hinter dem sich Oktavian - in weiser Voraussicht als Kammerzofe verkleidet - versteckt hat. Als Baron Ochs das hübsche Wesen erblickt, ist die Verlobte mitsamt der Rose vergessen - mit verliebtem Gehaben stellt er ungeniert der "Kammerzofe" nach, bis die Marschallin eingreifen und Ochs bitten muss, zu gehen.

Allein mit der Geliebten, versucht Oktavian, die Leidenschaft wieder anzufachen. Aber die Marschallin ist melancholischer Stimmung und bittet Oktavian, sie allein zu lassen.


2. Akt
Im Palast Faninal ist das Verlobungsfest in vollem Gange. Eine Fanfare erklingt, und Baron Ochs betritt den Saal zusammen mit seinem Liebesboten Oktavian, der die Rose für Faninals Tochter Sophie in Händen hält. Oktavian geht zu Sophie, um ihr die Rose zu überreichen, blickt ihr tief in die Augen - und es ist um beide geschehen…! Baron Ochs, dem diese "Liebe auf den ersten Blick" nicht verborgen geblieben ist, versucht, die ganze Zeremonie zu beschleunigen, dabei Sophie von Oktavian fernzuhalten und gleichzeitig Oktavian aus dem Saal zu drängen. Dann beeilt er sich, um schnellstens den Ehevertrag mit Faninal zu unterzeichnen.
Sophie, allein zurückgelassen, gibt sich ihrem Liebeskummer hin, während nebenan die Feier weitergeht. Oktavian schleicht sich zurück zu ihr und beide umarmen und küssen sich leidenschaftlich. Die zwei Paparazzi werden Zeugen dieser intimen Begegnung, informieren umgehend den Baron und verlangen Bezahlung für ihre Dienste. Aber der Baron lehnt ab. Noch einmal versucht er, Oktavian mit Hilfe zweier Polizisten aus dem Weg zu schaffen, allerdings ohne Erfolg, stattdessen aber mit erheblichen Blessuren.
Faninal erscheint und verspricht alles, um den Baron zu beruhigen. Erneut sichert er ihm die Hand seiner Tochter Sophie zu. Aber erst der Auftritt der "Kammerzofe" und die Aussicht auf ein Rendez-vous mit ihr sind geeignet, die Stimmung des Barons zu heben.


3. Akt
Oktavian wartet in einem Gasthaus ungeduldig auf das Eintreffen des Barons. Die Paparazzi, jetzt mit Oktavian im Bunde, haben gemeinsam mit dem Wirt und seinen Angestellten einen Racheplan gegen den Baron vorbereitet und reiben sich schon die Hände angesichts des Spaßes, der sie erwartet. Oktavian ist sorgfältig als "Kammerzofe" gekleidet. Auf ein Zeichen des Wirts verschwinden alle auf ihre Plätze und Baron Ochs betritt den Gastraum in freudiger Erwartung seines Rendez-vous. Er schickt den Wirt fort und die Verführung beginnt - aber nicht ganz so, wie der Baron sich das vorgestellt hatte. Seltsame Dinge gehen vor, eine Kette merkwürdiger Begebenheiten verwirren den Baron zusehends, das Geschehen gipfelt schließlich in der Ankunft von Sophie, Faninal, einer mysteriösen Frau mit drei schreienden Kindern, die vorgibt, die Ehefrau des Barons zu sein, und zwei Polizisten. In diesem Tumult erscheint die Marschallin, beruhigt die aufgeregten Anwesenden und mahnt den Baron diplomatisch, einen Rest Würde zu bewahren. Gleichzeitig bittet sie nun Faninal um seine Zustimmung zur Verbindung der beiden jungen Liebenden, Oktavian und Sophie. Ganz Schauspielerin, versichert sie auch Oktavian ihres Einverständnisses mit seiner Wahl. Erleichtert und glücklich geht das junge Paar davon. Die Marschallin belibt mit ihren Erinnerungen zurück.

To List of Performances

Biographies

Christian Kass, geboren in Frankfurt, studierte Bühnenbild in Salzburg. 1990 wurde er an die Bayerische Staatsoper engagiert und ist seit 1997 Beleuchtungsmeister. 1992 arbeitete er als persönlicher Assistent von Günther Schneider-Siemssen an der Sommerakademie in Salzburg und entwickelte 1995 eine Licht- und Multimediainstallation für das Mozarteum im Mozart-Haus. 1996 schuf er das Lichtdesign für Rigoletto in der Arena di Verona und arbeitete 1999 bei Kenneth MacMillans Manon zum ersten Mal als Lichtdesigner für das Bayerische Staatsballett. Neben zahlreichen Arbeiten für die Heinz-Bosl-Stiftung folgten das Lichtdesign u. a. für die Staatsballett-Produktionen von Schwanensee, Raymonda, Dornröschen, Helden und Les Ballets Russes. (Stand: 2019)

To List of Performances