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Ballet phantastique in zwei Akten – 1841 / 1974

Choreography Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa · Composer Adolphe Adam

Friday, 25. November 2016
08:00 pm – 10:15 pm
Nationaltheater

Duration est. 2 hours 15 minutes · 1. Akt (est. 08:00 pm - 08:50 pm ) · 2. Akt (est. 08:50 pm - 09:37 pm )

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Bitte beachten Sie, dass in Folge der Corona-Maßnahmen der Orchestergraben vorläufig erweitert wurde. Dies kann zu Sichtbehinderungen und Veränderungen der Kategorisierung im Saalplan führen.

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Cast

Music
Adolphe Adam
Prop Design
Peter Farmer
Conductor
Aivo Välja

Giselle
Ksenia Ryzhkova
Albrecht, Herzog in Franken
Alexey Popov
Hilarion
Matej Urban
Berthe, Giselles Mutter
Séverine Ferrolier
Herzog von Kurland
Norbert Graf
Bathilde, seine Tochter
Giorgia Sacher
Wilfried, Albrechts Vertrauter
Adam Zvonař
Jägerführer
Zoltán Manó Beke
Myrtha
Prisca Zeisel
Moyna
Shuai Li
Zulme
Anna Nevzorova
Pas de six Solo-Dame
Tatiana Tiliguzova
Pas de six Solo-Herr
Dmitrii Vyskubenko
  • Soloists and corps de ballet of the Bavarian State Ballet
  • Bayerisches Staatsorchester

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Giselle: Laurretta Summerscales ©Wilfried Hösl
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Giselle: Dmitrii Vyskubenko (Albrecht) ©Luca Vantusso ...
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Giselle: Ensemble mit Lauretta Summerscales und Dmitrii...
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Giselle: Prisca Zeisel (Myrtha) ©Luca Vantusso
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Giselle: Ensemble ©Wilfried Hösl
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Giselle: Prisca Zeisel (Myrhta) und Ensemble ©Wilfried Hösl ...
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Giselle: Prisca Zeisel (Myrtha) ©Wilfried Hösl
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Giselle: Ksenia Rhyzkova ©Wilfried Hösl
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Giselle gilt als das romantische Ballett schlechthin. Es ist uns in Marius Petipas St. Petersburger Fassung überliefert. Ein Weinbauerndorf als romantischer Schauplatz. Romantisch auch die tragische Geschichte der herzkranken Giselle, die sich in Herzog Albrecht verliebt, der sich als Bauernjunge verkleidet in ihr Herz schleicht. Der eifersüchtige Hilarion deckt den Schwindel auf, Giselle verfällt dem Wahnsinn und stirbt.

Ewiger Schlaf ist ihr nicht vergönnt: Um Mitternacht steigt sie im Kreise der Wilis – die Geister von Bräuten, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind - aus dem Grab. Jagdhüter Hilarion, der nachts an Giselles Grab trauert, verfällt ihrem Bann und wird in den Tod getrieben. Auch Herzog Albrecht ist von den grausamen Geistern zum Tode bestimmt, aber Giselles Liebe, die über den Tod hinausreicht, rettet ihm das Leben. Sie tanzt mit ihm, bis der Morgen herandämmert und die Wilis ihre Macht verlieren.

Neben der romantischen Geschichte und der überaus charmanten Musik bietet Giselle eine der anspruchsvollsten Ballerinenrollen überhaupt. Die Protagonistin kann alle Facetten ihrer Technik und schauspielerischer Möglichkeiten ausloten: Vom naiv verliebten Bauernmädchen bis zum den Tod überwindenden Geisterwesen.

 

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1. Akt

Herzog Albrecht kommt von seinem Schloss in ein Dorf, wo er in einer Hütte seinen Mantel und sein Schwert versteckt, um seine adelige Herkunft zu verheimlichen. Er hat sich in Giselle, ein Weinbauernmädchen, verliebt, das ihn für einen Bauernjungen namens Loys hält.

Giselles Mutter Berthe ist misstrauisch und hofft, dass ihre Tochter den Förster Hilarion heiraten wird, der Giselle aufrichtig liebt. Hilarion tritt zwischen Giselle und Albrecht, erinnert Giselle daran, dass sie ihm versprochen ist und warnt sie vor Loys. Giselle jedoch vertraut Loys (Albrecht) und will von Hilarions Vorwürfen nichts hören, obgleich sie weiß, dass auch ihre Mutter eine starke Abneigung gegen Loys hegt. Glücklich geht Giselle zum Erntefest.

Von fern ertönen Jagdhörner. Wilfried, Albrechts Vertrauter, eilt herbei und warnt den Herzog vor der nahenden Jagdgesellschaft. Hilarion beobachtet die beiden und als sie sich entfernt haben, betritt er die Hütte, entdeckt Mantel und Schwert und erkennt, dass Loys ein Adeliger ist. Die Jagdgesellschaft erscheint, in ihrer Mitte der Herzog von Kurland und seine Tochter Bathilde. Beide weilen zurzeit auf Albrechts Schloss, wo die Hochzeitsvorbereitungen getroffen werden, denn Bathilde ist mit Albrecht verlobt. Von der Jagd etwas ermüdet, bitten sie Berthe um eine Erfrischung. Giselle tanzt für Bathilde und von der Anmut des Bauernmädchens entzückt, schenkt ihr Bathilde eine Kette. Berthe bittet die Gäste ins Haus. Der Herzog von Kurland hängt sein Jagdhorn an den Türrahmen. Hilarion vergleicht die Wappen auf des Herzogs Horn und Albrechts Schwert und erkennt jetzt die wahre Identität Albrechts. Auf dem Höhepunkt des Erntefestes entlarvt Hilarion vor allen Anwesenden Loys. Giselle will Hilarion zunächst nicht glauben, doch als Bathilde Albrecht als ihren Verlobten vorstellt, erleidet Giselle einen Schock. In einem Zustand geistiger Umnachtung durchlebt sie tänzerisch nochmals ihre Liebe zu Albrecht, ergreift sein Schwert und ersticht sich.

2. Akt

Hilarion hält Totenwache an Giselles Grab, das sich auf ungeweihtem Boden im Forst, nahe einem See, befindet. Es ist zwölf Uhr Mitternacht, die Stunde der Wilis, der Geister jener jungen Mädchen, die zu Lebzeiten von ihren Verlobten verlassen wurden und vor der Hochzeit gestorben sind. Jetzt nehmen sie Rache an allen Männern, die sich in ihren nächtlichen Bereich verirren. Die Männer werden von ihnen gezwungen, sich zu Tode zu tanzen. Myrtha, ihre strenge Königin, erscheint und ruft die Wilis. Dann wird Giselle aus ihrem Grab gerufen, um die Weihe als neue Wilis zu erhalten. Albrecht betritt die Lichtung, legt Blumen auf Giselles Grab und hat eine Vision von Giselle. Die Wilis jagen Hilarion und zwingen ihn bis zur Erschöpfung zu tanzen. Hilarion stürzt in den See und ertrinkt. Ihr nächstes Opfer ist Albrecht. Giselle versucht, Albrecht in den Schutzbereich ihres Grabkreuzes zu bringen, doch Myrthas Macht ist größer. Albrecht muss tanzen. Giselle steht ihm bei und will ihn bis zum Sonnenaufgang am Leben erhalten, doch von Stunde zu Stunde lässt Albrechts Kraft nach. Als er sich schon verloren glaubt, dämmert endlich der Morgen. Die Macht der Wilis erlischt. Die Geistermädchen verschwinden. Albrecht ist gerettet. Giselle nimmt von ihm Abschied. Verzweifelt bleibt Albrecht allein zurück.

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Biographies

Der Dirigent Aivo Välja kommt aus Estland und studierte Chor- und Orchesterdirigieren an der Akademie für Musik und Theater in seiner Heimatstadt Tallinn. In den Jahren 1996 bis 1998 studierte er zusätzlich am Staatlichen Konservatorium zu St. Petersburg Symphonieorchester- und Operndirigieren und ergänzte seine Fachkenntnisse im Gaststudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Claus-Peter Seibel und in Wien bei Prof. Karl Österreicher.

Während seiner Ausbildung beschäftigte sich Välja umfassend mit zeitgenössischer Musik, kam durch seine Zusammenarbeit mit dem Tallinn Baroque Orchester und Chor aber auch mit der barocken Musik intensiv in Kontakt, sodass sein Repertoire sich vom Barock bis zur Moderne erstreckt.

1993 gewann er den Wettbewerb im Orchesterdirigieren in Estland. 1996 wurde ihm in St. Petersburg ein Diplom für seine erfolgreiche Performance beim Sergej Prokofiew Wettbewerb überreicht. Im Jahre 2003 folgte ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung für die Bayreuther Festspiele.

Mit dem Nationalorchester Estland arbeitete er erstmals 1993 zusammen. 1994 folgte eine Kooperation mit der Nationaloper Estland wo er ab 1997 das Chefdirigigat übernahm. In der Periode von 2001 bis 2007 arbeitete Aivo Välja als erster Kapellmeister der Estnischen Nationaloper, wo er ca. 70 Aufführungen von Oper über Ballett bis Orchester pro Saison dirigierte. Es folgten leitende Positionen am Landestheater Schleswig-Holstein (2009) und an der Nationaloper Finnland (2011).

Aivo Välja stand am Pult vieler großer Orchester wie dem Orchestra der Oper Maribor, dem Malmö Opernorchestra, den Tampere Philharmonikern, der Glinka Kapelle St. Petersburg, dem Maikop City Orchestra, dem Kammerorchester Tallinn, dem Pärnu City Orchestra, dem Narva City Orchestra oder dem Orchester des Theaters Vanemuine

Zu den wichtigsten Aufführungen unter seiner Leitung zählen die Premiere von Offenbachs Orpheus in der Unterwelt mit dem Landestheater Schleswig-Holstein, Mozarts Don Quijote, Neumeiers Der Nussknacker beim Bayerischen Staatsballett und sein Dirigat von Petipas/Liškas Le Corsaire an der Finnischen Nationaloper, das er für die Wiederaufnahme 2015/2016 auch in München übernahm.

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