Unsere Festspielpremieren 2018

Auf dem Programm der Münchner Opernfestspiele stehen in diesem Jahr zwei Premieren und zwei Uraufführungen: Den Anfang macht die Uraufführung von Zeig mir Deine Wunder des Theaterkollektivs HAUEN-UND-STECHEN im Rahmen unserer Festspielwerkstatt. Richard Wagners Parsifal folgt am 28. Juni mit Jonas Kaufmann in der Titelpartie und unter der musikalische Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko. Die zweite Uraufführung kommt ebenfalls aus der Festspiel-Werkstatt: Nikolaus Brass‘ Die Vorübergehenden. Gegen Ende des Festspielsommers bringt die Bayerische Staatsoper Joseph Haydns Orlando Paladino auf die Bühne des Prinzregententheaters. Filmemacher Axel Ranisch inszeniert das komische Heldendrama. Das gesamte Programm der Festspiel-Werkstatt erfahren Sie übrigens hier.

„Parsifal“ mit Jonas Kaufmann

Jonas Kaufmann singt mit Parsifal seine neunte Staatsopern-Premiere und gibt sein München-Debüt in der Titelrolle. Für die Neuproduktion von Wagners letztem Musikdrama kehrt Pierre Audi an die Bayerische Staatsoper zurück. Zuletzt hatte der Regisseur Joseph Haydns Tamerlano (2008) an unserem Haus inszeniert. Das Bühnenbild entwirft Maler und Bildhauer Georg Baselitz, Kirill Petrenko steht am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Christian Gerhaher gibt als Amfortas sein Rollendebüt, des Weiteren singen René Pape (Gurnemanz), Wolfgang Koch (Klingsor) und Nina Stemme (Kundry).

Weder Balsam noch Heilkraut kann dem vor sich hinsiechenden wundkranken Gralskönig Amfortas Linderung schenken. Komplex stellt sich der Weg zu seiner Genesung heraus. Kein Eingeweihter der Gralsgemeinschaft, nur ein Außenstehender, ein „reiner Tor“, der durch Mitleid Wissender wird, kann den Speer wiedergewinnen, der die Wunde verursacht hat, mit seiner Spitze Amfortas’ Wunde berühren und ihn somit heilen. Auf seiner Reise zur Selbsterkenntnis und zum Mittel der Erlösung wird Parsifal nicht nur vom kundigen Gralsritter Gurnemanz begleitet, sondern auch von der rätselhaften und verführerischen Kundry, die ihm die Augen für Sinnlichkeit wie auch für Übersinnliches öffnet.

Eine Vorstellung von Parsifal wird im Rahmen von Oper für alle am 8. Juli 2018 live auf den Max-Joseph-Platz übertragen. Der Eintritt ist frei, es wird kein Ticket benötigt. Durch den Abend führt Thomas Gottschalk.

Trailer: „Parsifal“

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Alex Ranisch inszeniert „Orlando Paladino“

Die zweite Festspielpremiere inszeniert der Filmemacher Alex Ranisch, der ab dem 23. Juli im Prinzregententheater ein selten gespieltes Werk von Joseph Haydn auf die Bühne bringt: Orlando Paladino.  Ranisch hatte bei den Münchner Opernfestspielen bereits einen Doppelabend aus William Waltons The Bear und Francis Poulencs La voix humaine (2013) sowie die Kinderoper Pinocchio (2015) inszeniert. In Haydns zu Lebzeiten erfolgreichster Oper wird der Titelheld zwischen nicht erfüllbarem Heldentum und unerfüllter Liebe zerrissen. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Ivor Bolton, der zuletzt die Premiere von Carl Maria von Webers Oberon, König der Elfen (Festspiele 2017) leitete. Die Titelrolle singt Mathias Vidal, an seiner Seite verkörpert Adela Zaharia die Angelica.

Preview „Orlando Paladino“

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