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Ballett in drei Akten - 2012

Choreographie Christopher Wheeldon · Komponist Sergej S. Prokofjew | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Freitag, 09. Juli 2021
19.30 Uhr
Nationaltheater

· 1. Akt (ca. 19.30 - 20.20 Uhr) · Pause (ca. 20.20 - 20.50 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.50 - 21.30 Uhr) · Pause (ca. 21.30 - 21.50 Uhr) · 3. Akt (ca. 21.50 - 22.20 Uhr)

Freier Verkauf · Opern-Geschenk-Abo 171

Preise I , € 100 / 88 / 73 / 56 / 40 / 25 / 12 / 9

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Premiere am 20. Dezember 2020

#BSBcinderella

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Besetzung

Choreographie
Christopher Wheeldon
Musik
Sergej Prokofjew
Musikalische Leitung
Gavin Sutherland
Bühne und Kostüm
Julian Crouch
Baum- und Kutschenszene
Basil Twist
Licht
Natasha Katz
Projektionen
Daniel Brodie

  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Nach seinem Familienballett Alice im Wunderland kehrt Choreograph Christopher Wheeldon in der Spielzeit 20/21 mit seiner Version von Cinderella ans Bayerische Staatsballett zurück. Auf die Komposition von Sergej Prokofjew hat Wheeldon, Artist des Royal Ballet, erneut ein einfallsreiches und liebenswertes Handlungsballett für alle Generationen geschaffen. Das Werk, das 2012 als Koproduktion zwischen dem Dutch National Ballet und dem San Francisco Ballet entstanden ist, feiert im Dezember 2020 in München Deutschlandpremiere.
In seiner Choreographie bleibt Wheeldon der Grimm'schen Märchenvorlage vom Aschenputtel treu: Über 40 Tänzerinnen und Tänzer erzählen die Geschichte des armen Mädchens mit der bösen Stiefmutter – rauschende Bälle, zierliche Schuhe und ein hartnäckiger Prinz inklusive. Ähnlich wie schon in Alice im Wunderland schafft es Wheeldon, mit Witz und Fantasie eine Welt zu zeichnen, in der sich dem Zuschauer nicht nur die Figuren unmittelbar erschließen, sondern auch die dahinterliegenden assoziierten Themen wie Verwandlung und Entwicklung. Bühnenausstatter Julian Crouch zeichnet für das Ballettbühnenbild und zugleich für die 360 Kostüme verantwortlich, die dem choreographischen Werk einen eindrücklichen Rahmen geben. 

 

Akt I 1. Bild: IM GARTEN

Die junge Cinderella spielt mit ihren Eltern im Garten. Plötzlich wird ihre Mutter krank und verstirbt erschreckend schnell. Über der am Grab weinenden Cinderella wachen von nun an die vier Schicksalswesen. Aus Cinderellas Tränen entsprießt ein Baum.

2. Bild: IM KÖNIGLICHEN PALAST

Der junge Prinz Guillaume und sein Freund Benjamin (Sohn eines Dieners) werden von Madame Mansard (Tanzlehrerin des Prinzen) verfolgt. Sie eilen durch die Gänge des Palastes und bringen dabei allerlei durcheinander. Plötzlich erscheinen König Albert und Königin Charlotte mit ernsten, förmlichen Mienen. Der König ist entsetzt von Guillaumes Disziplinlosigkeit – die Königin ist milder gestimmt. Die Jungen laufen weiter in den Garten.

3. Bild: Am Grab

Cinderella, mittlerweile älter, bringt Blumen an das Grab ihrer Mutter. Da erscheinen die Mädchen Clementine and Edwina. Ihnen folgt ihre Mutter Hortensia, Arm in Arm mit Cinderellas Vater. Da begreift Cinderella, dass dies ihre neue Familie ist. Hortensia reicht Clementine einen Blumenstrauß, den diese Cinderella übergeben soll. Diese lehnt jedoch im Gedenken an ihre verstorbene Mutter ab. Cinderellas Vater besteht darauf, dass sie den Strauß annimmt, den sie jedoch Hortensia vor die Füße wirft. Ein solches Benehmen nimmt Cinderellas Vater nicht hin. Stolz fügt sich Cinderella schließlich den Anweisungen und besiegelt damit ihr Schicksal.

4. Bild: Galerie des Königspalastes

König Albert versucht, seinem erwachsenen Sohn zu erklären, welche politisch günstigen Allianzen sich schmieden lassen, wenn er eine Prinzessin zur Frau nimmt. Königin Charlotte schreibt Einladungen für einen demnächst stattfindenden Ball, bei dem der Prinz den potentiellen Bräuten begegnet. Guillaume wird von Benjamin abgelenkt, der die zahlreichen, auf Wandgemälden abgebildeten ausländischen Prinzessinnen nachäfft. König Albert echauffiert sich über das mangelnde Verantwortungsgefühl seines Sohnes für das zukünftige Königreich – Guillaume seinerseits kann nicht glauben, dass seine Eltern ihm eine reine Vernunftehe aufzwingen wollen. Albert besteht darauf, dass der Prinz den Gästen die Einladungen persönlich überbringt. Guillaume und Benjamin hecken einen Plan aus, bei dem sie die Rollen vertauschen und vorgeben, der jeweils andere zu sein.

5. Bild: Cinderellas Küche

Mit regloser Miene serviert Cinderella ihrer Familie das Frühstück. Hortensia missbilligt das geringste Zeichen von Zuneigung von Cinderellas Vater gegenüber seiner Tochter. Edwina tut es ihrer Mutter gleich, um sich bei ihr einzuschmeicheln. Clementine, die liebere Stiefschwester, muss es Edwina notgedrungen nachtun. Ein Bettler erscheint an der Tür, ersucht um Speise und will sich aufwärmen. Cinderella erbarmt sich seiner und lässt ihn in die Küche ein. Hortensia jedoch setzt ihn angewidert vor die Tür. Als Prinz verkleidet, erscheint Benjamin an der Tür. Er hat den Bettler vor dem Haus gesehen und besteht darauf, dass Hortensia ihm Speise und ein Dach über dem Kopf gewährt. Mit gespieltem Mitleid befiehlt Hortensia Cinderella schließlich, dem Bettler zu helfen. Der als Prinz Verkleidete ist gekommen, um die Einladungen zu dem Ball zu überreichen, auf dem er seine Brautwahl trifft. Mit Cinderella allein, erkennt der als Bettler verkleidete Prinz Guillaume das wahre, reine Wesen des Mädchens. Die beiden spielen, dass sie lachend und tanzend den Ball besuchen.

6. Bild: Der Ballabend

Cinderella putzt gerade die Küche, als die anderen Familienmitglieder in Ballkleidung erscheinen. Auch Cinderella hatte eine Einladung erhalten, die Hortensia jedoch ins Feuer geworfen hatte. So geht ihre Familie ohne Cinderella zum Palast. Die Schicksalswesen, die in der Zwischenzeit über Cinderella gewacht haben, überreichen ihr die Einladung und führen sie zum Grab ihrer Mutter.

7. Bild: Am Grab

Aus dem Baum heraus erscheinen die Geister Leichtigkeit, Geschmeidigkeit, Großzügigkeit und Mysterium, um Cinderella die Tanzschritte zu lehren, die sie für den Ball braucht. Cinderella wird von Zweigen umarmt, verwandelt und von den Schicksalswesen zum Ball entsandt – mit der geheimnisvollen Warnung, unbedingt auf die Uhrzeit zu achten.

Pause

Akt II

1. Bild: Im Ballsaal des Palastes

Als Cinderellas Familie in den Saal kommt, ist der Ball bereits im Gange. Das Königspaar sieht mit an, wie Prinz Guillaume und Benjamin ungelenk im Ballsaal erscheinen. Keiner von ihnen in geeigneter Kleidung für einen so förmlichen Anlass. Cinderellas Stiefschwestern halten immer noch Benjamin für den Prinzen und geben den jungen Männern eine weitere Chance ihr Verwechslungsspiel fortzusetzen. Guillaume interessiert sich für keine der anwesenden jungen Damen – auch nicht für die Stiefschwestern. Eine magische Stimmung erfüllt den Ballsaal, als ein mysteriöses maskiertes Mädchen erscheint. Guillaume fühlt sich sogleich zu ihm hingezogen. Cinderella erkennt, dass Guillaume derjenige ist, der zuvor als Bettler verkleidet war. Sie möchte fliehen, wird aber von den Schicksalswesen mit sanfter Hand zurückgeführt. Das Paar tanzt gemeinsam einen Walzer. Hortensia sieht, dass der Prinz Interesse an der geheimnisvollen Schönen zeigt. Sie gibt sich dem Alkohol hin und bringt sich so in eine peinliche Lage. Benjamin tanzt mit Clementine,

an der er Gefallen findet. Beim Tanz verlieben sich Guillaume und Cinderella dann wirklich ineinander. Als Hortensia Cinderella die Maske entreißt, muss diese Hals über Kopf fliehen. Dabei lässt sie einen goldenen Schuh zurück. Guillaume gelobt, Cinderella heiraten zu wollen.

Pause

Akt III

1. Bild: Im Königreich

Benjamin und Guillaume suchen nach Cinderella und lassen jedes weibliche Wesen, dem sie begegnen, den Schuh anprobieren.

2. Bild: Cinderellas Küche

Cinderella erwacht und erinnert sich mithilfe der Schicksalswesen an den wunderbaren Abend im Palast. Sie versteckt den anderen goldenen Schuh über dem Kamin und macht sich wieder an die Hausarbeit. Clementine erzählt Cinderella von dem jungen Mann, dem sie begegnet ist. Als Edwina sieht, wie Cinderella Tanzschritte vollführt, wird sie misstrauisch. Hortensia greift Cinderella gemein an; ihr Vater kommt ihr zur Hilfe. Des vielen Schuhe-Anprobierens schon völlig müde, erscheinen plötzlich Benjamin und Guillaume. Da der Schuh keiner der beiden Stiefschwestern passt, wirft Hortensia ihn ins Feuer. Da erscheint Cinderella mit dem anderen Schuh: somit hat Prinz Guillaume seine Prinzessin gefunden. Cinderella und ihr Prinz sagen der Familie Lebewohl. Für Clementine ist jedoch nicht alles verloren, da Benjamin wiederkehrt und sie mitnimmt. Am Schluss läuten königliche Hochzeitsglocken.

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Biografien

Christopher Wheeldon gehört zu den weltweit gefragtesten Choreographen. Er ist stellvertretender künstlerischer Leiter des Royal Ballet. Für die Compagnie kreierte er Tryst, DGV: Danse à grande vitesse, Electric Counterpoint, Trespass, Aeternum (Olivier-Award als beste neue Tanz-Produktion), Alice im Wunderland und A Winter's Tale. Der Einakter Strapless entstand ebenfalls in der Spielzeit 2015/2016 für das Londoner Ensemble. 

Wheeldon wurde in Yeovil geboren und erhielt seine Ausbildung an der Royal Ballet School. 1991 gewann er die Goldmedaille beim Prix de Lausanne mit einem selbst choreographierten Solo. Im selben Jahr trat er dem Royal Ballet bei, wo Kenneth MacMillan ihn bestärkte, seine choreographische Arbeit fortzusetzen. Im Jahre 1993 trat Wheeldon dem New York City Ballet bei, 1998 wurde er dort zum Solisten befördert. Er schuf sein erstes Werk Slavonic Dances 1997 fürs NYCB und wurde 2001 der erste 'choreographer in residence' des Hauses. Weitere Werke fürs NYCB folgten: Polyphonia (London Critics' Circle Award und Olivier-Award als beste neue Tanz-Produktion) und The Nightingale and the Rose.

Christopher Wheeldon arbeitet regelmäßig für die führenden Companien, darunter das Boston Ballet, das San Francisco Ballet, das Dutch National Ballet oder das Pennsylvania Ballet. Im Jahr 2007 gründete er Morphoses/The Wheeldon Company und wurde als erster britischer Choreograph mit einem Werk für das Bolschoi-Ballett beauftragt. Für die Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London 2012 setzte er die Zusammenarbeit mit Alistair Marriott fort.  Ebenfalls 2012 entstand Cinderella als Koproduktion zwischen dem Dutch National Ballet und dem San Francisco Ballet, das im Dezember 2020 in München Deutschlandpremiere feiert.

Christopher Wheeldon wurde für An American in Paris mit dem Tony Award in der Kategorie "Beste Choreographie" ausgezeichnet, 2016 wurde ihm der Britische Verdienstorden des Ranges OBE verliehen. 
 

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