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Ein dreiteiliges Musiktheater ausgehend von Hans Werner Henzes „Das Wundertheater“.

Komponist Hans Werner Henze

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Eine Schauspielgruppe führt in einem Dorf ein Theaterstück auf. Der Schauspieldirektor verweist auf das Besondere dieser Aufführung: Nur diejenigen im Publikum können etwas sehen, die gute Christen sind und in einer Ehe gezeugt wurden. Während der Direktor und seine Gefährtin erklären, was gerade gespielt wird, tut das heuchlerische Publikum so, als würden sie auf der Bühne sehen, was ihnen erzählt wird. In Wahrheit findet jedoch gar kein Spiel statt. Als plötzlich ein Militärangehöriger zu den Zuschauenden stößt und er die Frage, ob er etwas gesehen habe, verneint, wird er für einen schlechten Christen gehalten. Die Gesellschaft erklärt ihn zum Sündenbock und verprügelt ihn – der Direktor ist äußerst zufrieden mit dem erfolgreichen Spektakel. Das junge Regie-Duo Thea Reifler und Philipp Bergmann untersucht in Henzes Wundertheater das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv, die Stigmatisierung Einzelner und die fatalen Folgen auf die Gesellschaft. Henzes Einakter mitsamt der Sündenbockproblematik bildet wie in einem Triptychon das Zentrum – diesem stellt das Regieteam eine Choreographie und einen Chor zur Seite.

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