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Oper in drei Akten von Krzysztof Penderecki (1933–2020) Uraufführung: Hamburg, 20. Juni 1969 Premiere im Nationaltheater am 27.06.2022

Komponist Krzysztof Penderecki · Libretto vom Komponisten nach The Devils of Loudun von Aldous Huxley in der Dramatisierung von John Whiting unter Benutzung der deutschen Übertragung des Dramas von Erich Fried (1968/69, revidiert 2011/12)
In deutscher Sprache · Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Montag, 27. Juni 2022
19.00 Uhr
Nationaltheater

Freier Verkauf · Serie 44

Preise S , € 243 / 213 / 183 / 143 / 102 / 67 / 21 / 16

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Premiere am 27. Juni 2022

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Vladimir Jurowski
Inszenierung
Simon Stone
Bühne
Bob Cousins
Kostüme
Mel Page
Licht
Nick Schlieper
Chöre
Stellario Fagone

Jeanne
Ausrine Stundyte
Claire
Lindsay Ammann
Gabrielle
Alina Adamski
Louise
Ursula Hesse von den Steinen
Philippe
Danae Kontora
Ninon
Nadezhda Karyazina
Grandier
John Lundgren
Vater Barré
Tom Erik Lie
Baron de Laubardement
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
Vater Rangier
Andrew Harris
Vater Mignon
Ulrich Reß
Adam, Apotheker
Kevin Conners
Mannoury
Jochen Kupfer
Prinz Henri de Condé
Sean Michael Plumb
Vater Ambroise
Martin Snell
Bontemps
Christian Rieger
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor und Extrachor der Bayerischen Staatsoper

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Mehr dazu

Aldous Huxley hat diese Vorgänge 1952 in einem historischen Roman bildkräftig dargestellt und Krzysztof Penderecki 1969 aus einer Dramatisierung dieses Buchs eine Oper gestaltet, die ihresgleichen sucht: Die Teufel von Loudun. In ihr fährt er eine Riesenfülle an Stimmen und Instrumenten, an Klängen und Geräuschen auf, die er ganz auf die szenischen Belange hin kombiniert. Wie Wellen schwappen die 34 knappen Szenen über die Zuschauer, und nach kurzer Zeit schon schnappt man nach Luft. Dieses Werk gehört zu den eindringlichsten des 20. Jahrhunderts, ist bestürzend aktuell geblieben und kommt nun, erstmals in München, als Premiere zur Eröffnung der Opernfestspiele 2022 auf die Bühne des Nationaltheaters.

 

Sündige Fantasien einer Nonne, unzüchtige Ausschweifungen eines Priesters, Neid und Eifersucht bigotter Kleinbürger – und über allem der politische Masterplan eines ehrgeizigen Kirchenmanns: Aus dieser Gemengelage entstand in einer französischen Provinzstadt des frühen 17. Jahrhunderts ein Exorzismus-Exzess. Die vorgetäuschte Teufelsaustreibung der vermeintlich besessenen Ursulinerin Jeanne wurde für Kardinal Richelieu zum Mittel, unliebsame Kräfte wie den offenherzigen Geistlichen Grandier auf dem Schafott zum Schweigen zu bringen und so ein Klima der Angst zu schaffen, in dem niemand mehr wagen wird, sich gegen ihn zu stellen.

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Biografien

Designierter Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper (ab Herbst 2021)

Vladimir Jurowski, geboren in Moskau, begann seine musikalische Ausbildung am dortigen Konservatorium und setzte sie an den Musikhochschulen von Berlin und Dresden fort. Sein internationales Debüt gab er 1995 beim Wexford Festival. Seitdem dirigierte er u. a. an der Metropolitan Opera in New York, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Opéra national de Paris, am Bolschoi-Theater in Moskau, an der Semperoper in Dresden sowie bei den Salzburger Festspielen. Von 2001 bis 2013 war er musikalischer Leiter des Glyndebourne Festivals, seit 2007 ist er Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra. Außerdem ist er seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Darüber hinaus ist er Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Symphonieorchesters Russlands. Er gastierte u. a. bei den Berliner und den Wiener Philharmonikern und beim Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam. Ab Herbst 2021 ist er Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. (Stand: 2021)

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