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Ein lyrisch-phantastisches Spiel in zwei Aufzügen - 1920

Komponist Walter Braunfels · Libretto vom Komponisten nach Aristophanes
In deutscher Sprache · Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache | Neuproduktion

Donnerstag, 12. November 2020
19.00 Uhr
Nationaltheater

U30 · Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf

Preise K

ausverkauft

Premiere am 31. Oktober 2020

#BSOvögel

Bitte beachten Sie, dass in Folge der Corona-Maßnahmen der Orchestergraben vorläufig erweitert wurde. Dies kann zu Sichtbehinderungen und Veränderungen der Kategorisierung im Saalplan führen.

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Termine & Karten

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Besetzung

Musikalische Leitung
Ingo Metzmacher
Inszenierung
Frank Castorf
Bühne
Aleksandar Denić
Kostüme
Adriana Braga Peretzki
Licht
Lothar Baumgarte
Video
Stefanie Nirschl, Andreas Deinert
Live-Schnitt
Timo Raddatz
Chor
Stellario Fagone
Dramaturgie
Rainer Karlitschek

Prometheus
Wolfgang Koch
Wiedhopf, einstens ein Mensch, nun König der Vögel
Günter Papendell
Nachtigall
Caroline Wettergreen
Zaunschlüpfer
Emily Pogorelc
1. Drossel
Yajie Zhang
2. Drossel
Eliza Boom
Adler
Bálint Szabó
Rabe
Theodore Platt
Flamingo
George Vîrban
Hoffegut
Charles Workman
Ratefreund
Michael Nagy
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Medien

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Mehr dazu

Es ist sprichwörtlich geworden: das „Wolkenkuckucksheim“ der antiken Komödie Die Vögel von Aristophanes. In unübertrefflicher Hybris glauben die Vögel, sich mit den Göttern anlegen und einen eigenen mächtigen Staat aufbauen zu können, der die Götter quasi verhungern lassen soll. Was für ein Irrtum – vermessen und lächerlich-lachhaft zugleich, mit bitterem Ende für die Rebellen.
Für den Komponisten Walter Braunfels war die Uraufführung seiner Adaption des antiken Stoffes in München 1920 der große Durchbruch. Ein riesiger Erfolg, dem allein in München 50 Vorstellungen folgten! Seine Version ist eigenständig und eigenwillig: Braunfels fügt dem Werk trotz Komödienhaftigkeit einen zutiefst romantischen Zug hinzu. Das neue Gemeinwesen der Tiere versteht Braunfels nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch und schwärmerisch: Das Scheitern des neuen Staates ist nicht allein der Machtgier, sondern zugleich einer missverständlichen Idealisierung geschuldet. Der antike Mythos ist gespiegelt an den traurigen Erfahrungen aus einer Welt von Gestern. Die Trümmer des Ersten Weltkrieges sind für Braunfels überall sichtbare Zeichen des politischen wie geistlichen Zerfalls, seine Oper ist ein letztes emphatisches Aufbäumen gegen die Brüche der Gegenwart. Nach hundert Jahren folgt nun die erste Neuproduktion am Ort der Uraufführung.

 

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Biografien

Ingo Metzmacher begann seine Karriere in Frankfurt beim Ensemble Modern und am dortigen Opernhaus sowie am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel. Von 1997 bis 2005 war er Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, danach Chefdirigent an De Nationale Opera in Amsterdam und beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, wo er ebenfalls die künstlerische Leitung innehatte; seit 2016 ist er Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen. In den letzten Jahren dirigierte er regelmäßig bei den Salzburger Festspielen sowie u. a. am Royal Opera House Covent Garden in London, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Opéra national de Paris und an der Wiener und Berliner Staatsoper. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. (Stand: 2020)

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