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Melodramma tragico in vier Akten (1847)

Komponist Giuseppe Verdi · Libretto von Andrea Maffei nach Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Mittwoch, 01. Juli 2020
19.00 Uhr
Nationaltheater

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf

Preise M , € 193 / 168 / 142 / 117 / 90 / 64 / 16 / 14

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Premiere am 08. März 2020

#BSOmasnadieri

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Besetzung

Musikalische Leitung
Michele Mariotti
Inszenierung
Johannes Erath
Bühne und Kostüme
Kaspar Glarner
Licht
Olaf Freese
Bühnenbild Assistenz
Dorota Karolczak
Chor
Stellario Fagone
Dramaturgie
Malte Krasting

Massimiliano
Mika Kares
Carlo
Charles Castronovo
Francesco
Igor Golovatenko
Amalia
Diana Damrau
Arminio
Kevin Conners
Moser
Callum Thorpe
Rolla
Dean Power
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Medien

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Mehr dazu

Ein berühmtes Stück von Verdi, das kaum jemand kennt. Eine Handlung, die von Anfang an unter Hochdruck steht. Ein Werk, weißglühend vor Liebe und Hass, um Menschen, die ein Ventil suchen für ihre Leidenschaften, mit Arien, die vor emotionaler Überfülle kaum zu bändigen sind. Eine deutsche Geschichte als italienische Oper: Verdi schrieb I masnadieri auf ein Libretto nach Friedrich Schillers Räubern. Karl und Franz werden zu Carlo und Francesco; statt gegen gesellschaftliche Missstände anzukämpfen wie im Schauspiel, haben in der Oper alle Figuren mit einer Familiengeschichte zurande zu kommen, die von frühem Verlust und brüderlicher Rivalität, von unterdrücktem Begehren und missverstandenen Bedürfnissen geprägt ist. Verleumdung, Erpressung und Messerkampf werden zu Mitteln der Auseinandersetzung. Der politische Konflikt der Räuber ist in Verdis Oper im Persönlichen aufgehoben: Nicht die Epoche zeigt sich krank, sondern der Mensch. Als Auftragswerk von Her Majesty’s Theatre in London waren die Masnadieri die erste Oper, die Verdi für ein Theater außerhalb Italiens schrieb, ein Werk des Umbruchs am Ende seiner „Galeerenjahre“. Im fast gleichzeitig entstandenen Macbeth brechen die Erdspalten schon auf, in I masnadieri stehen die unterirdischen Verwerfungen kurz vor der Explosion – eine Spannung, die sich in jedem Takt der Musik äußert, in den Soli nicht weniger als in den berühmten Räuberchören. Johannes Erath, der in München schon eine die Figuren tief auslotende Interpretation von Un ballo in maschera auf die Bühne gebracht hat, inszeniert diese Oper als Kammerspiel von überbordenden Ausmaßen.

 

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Biografien

Michele Mariotti, geboren in Pesaro, studierte Komposition am Rossini Konservatorium in seiner Heimatstadt und machte zusätzlich einen Abschluss als Dirigent an der Accademia Musicale Pescarese. Sein Operndebüt gab er mit Il barbiere di Siviglia in Salerno. Von 2008 bis 2014 war er Chefdirigent des Orchestra del Teatro Comunale in Bologna und seit 2014 ist er als Generalmusikdirektor des Hauses in Bologna engagiert. Darüber hinaus führte ihn sein Wirken u. a. an das Teatro alla Scala in Mailand, das Teatro Reggio Parma, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra national de Paris und die Deutsche Oper Berlin. Er dirigierte u. a. das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre National de France, die Münchner Symphoniker und das Italienische Radio-Symphonieorchester Turin. (Stand: 2016)

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