Infos

Montag, 25. Januar 2021
20.15 Uhr – 21.35 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 1 Stunden 20 Minuten

kostenfrei

Diese Vorstellung wird im Rahmen von Staatsoper.TV live im Internet übertragen.

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Besetzung

Musikalische Leitung
Zubin Mehta

Sopran
Camilla Nylund
  • Bayerisches Staatsorchester
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Die Vier letzten Lieder sind, über ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung, so etwas wie der Inbegriff des Spätwerks geworden. In Wort wie Ton sind die Strauss‘schen Herbstblüten von Abschied gesättigt: ein Schwanengesang, der Umgang eines Künstlers mit dem nahenden Ende. Drei Gedichte von Hesse und eines von Eichendorff boten ihm die Inspiration, die von jeher geliebte hohe Frauenstimme mit einem zärtlich behandelten Orchester zu vereinen.

Eine Symphonie zu schreiben war zu Beginn des 19. Jahrhunderts keine leichte Aufgabe.  „Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“, fragte sich schon der junge Schubert. Seine erste wirklich „große“ Symphonie nahm Schubert in Angriff, als Beethovens Neunte bereits angekündigt war; er plante sie in direkter Konkurrenz, doch zu Lebzeiten Schuberts wurde die Symphonie nicht aufgeführt. Sie überstrahlt alle ihre Nachbarn in Länge, in Größe, an weitreichendem Atem und breit ausgebreiteten Gedanken – und mit ihrem so sehnsüchtigen wie hoffnungsvollen Ton. „Sag’ ich es gleich offen“, schrieb Robert Schumann, als er das Stück zum ersten Mal gehört hatte, „wer diese Symphonie nicht kennt, kennt noch wenig von Schubert, und dies mag nach dem, was Schubert bereits der Kunst geschenkt, allerdings als ein kaum glaubliches Lob angesehen werden.

PROGRAMM

Richard Strauss (1864–1949)
Vier letzte Lieder
nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph v. Eichendorff
     1. Frühling (Text: Hermann Hesse)
     2. September (Text: Hermann Hesse)
     3. Beim Schlafengehen (Text: Hermann Hesse)
     4. Im Abendrot (Text: Joseph v. Eichendorff)

Franz Schubert (1797–1828)
Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 Die Große
     1. Andante – Allegro, man non troppo – Più moto
     2. Andante con moto
     3. Scherzo. Allegro vivace – Trio
     4. Allegro vivace

Lesen Sie hier das Programmheft digital

 

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Biografien

Zubin Mehta wurde in Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger der Akademie in Tanglewood.  

Er war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Von 1978 bis 1991 war er Music Director des New York Philharmonic Orchestra. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

Sein Debüt als Operndirigent gab er 1964 in Montreal mit Tosca und stand seitdem u.a. am Pult der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper, des Royal Opera House Covent Garden in London, des Teatro alla Scala in Mailand, der Opernhäuser in Chicago und Florenz sowie bei den Salzburger Festspielen. Zwischen 1998 und 2006 war Zubin Mehta Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, wo er 2006 zum Ehrenmitglied ernannt worden ist.

Er erhielt diverse Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. ist er Träger des Nikisch-Rings, Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv und wurde 2008 mit dem Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zudem ist er Ehrendirigent der Wiener und der Münchner Philharmoniker, des Los Angeles Philharmonic Orchestras, der Staatskapelle Berlin und des Bayerischen Staatsorchesters. 2011 erhielt er außerdem als erster klassischer Musiker einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2006 eröffnete er mit einer Produktion von Beethovens Fidelio den Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, gefolgt von einer Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen mit La Fura dels Baus in Koproduktion mit dem Opernhaus Florenz. 2008 dirigierte er Don Carlos zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Oslo. In der Spielzeit 2015/16 leitet er an der Bayerischen Staatsoper außer den Gurre-Liedern noch die Wiederaufnahme von Fidelio und die Neuproduktion von Un ballo in maschera.

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