Infos

„Vanitas. Natura morta in un atto“ (Stillleben in einem Akt) (1981) von Salvatore Sciarrino

Komponist Salvatore Sciarrino (* 1947) · after texts by Anonymus, Giovan Leone Sempronio, Giovan Battista Marino, Robert Blair, Jean de Sponde, Martin Opitz, Johann Christian Günther, Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Freitag, 20. Juli 2018
21.00 Uhr – 22.00 Uhr
Reithalle

Hier finden Sie einen Anfahrtsplan.

Dauer ca. 1 Stunden

Drama Plus · Junges Publikum

Ermäßigung für Schüler, Studierende und Azubis: € 10,-
20% Ermäßigung mit der Drama Plus Karte 

Preise PG24 , € 24

Karten kaufen

Premiere am 19. Juli 2018

  • Partner der Festspiel-Werkstatt

zur Stücknavigation

Termine & Karten

zur Stücknavigation

Besetzung

Besetzung für alle Termine

zur Stücknavigation

Mehr dazu

Wenn es eine Wunde gibt, die jeden Mensch gleichermaßen betrifft, ist es das dem Leben eingeschriebene Ende durch den Tod – denn alles Fleisch, es wird zu Gras. Vergänglichkeit ist Teil des Daseins, ein „ewiges Leben“ schlechterdings nicht vorstellbar. Erst, dass das Leben nur von kurzer Dauer ist, ermöglicht überhaupt, es auszuschöpfen und im ständigen Wandel zu genießen. Ob  lateinisch Vanitas (Leere) oder italienisch vanità (Vergänglichkeit oder Eitelkeit), diese Erfahrung ist zwar vor alle mein beliebtes Sujet in der Malerei seit dem Mittelalter und wird besonders im Barock prädestiniert für den dahinterstehenden Gedanken, schließlich ist sie die flüchtigste der Künste: Im Moment ihres Erklingens ist sie auch schon vergangen. Sciarrino hat in seiner Vanitas, einem „Stilleben“ zwischen Mini-Oper und Kammerkantate für Stimme, Violoncello und Klavier, Textbruchstücke verschiedener Dichter aus fernerer Vergangenheit zusammengefügt und mit ihnen Vanitas-Symbole wie Rose, Echo und Spiegel kombiniert. Er schreibt: „Stellt euch eine Musik vor, mit einem derart breiten Gefüge, dass sie eine andere Musik durchschimmern lässt: Das ist Vanitas, eine riesige Anamorphose eines alten Lieds, von dem sie in mysteriöser Art einen intensiven Duft bewahrt.“ In der Reithalle erklingt dieses Werk durch Licht und Raum in Szene gesetzt.

 

zur Stücknavigation

Zurück zur Übersicht