Festspiel-Werkstatt 2017

Die diesjährige Spielstätte der Festspielwerkstatt: der Münchner Postalast
Die diesjährige Spielstätte der Festspielwerkstatt: der Münchner Postpalast

Zeitgenössisches Musiktheater und mehr – ab dem 26. Juni 2017 im Postpalast an der Hackerbrücke

  • Partner der Festspiel-Werkstatt


Greek

Eine Oper in zwei Akten nach Steven Berkoffs gleichnamigen Theaterstück 
Komponist: Mark-Anthony Turnage

Grausamer kann das Schicksal nicht zuschlagen: Einer Prophezeiung folgend ermordet Ödipus unwissentlich seinen Vater und heiratet seine Mutter. Seit der Antike hat der von zahlreichen Autoren adaptierte Mythos des thebanischen Herrschers seine Wucht auf der Bühne entfaltet und der Idee von freier Willensentscheidung Kontra geboten. Der Londoner Schauspieler und Dramatiker Steven Berkoff verlegt in seiner Version der Geschichte das Geschehen in einen sozialen Brennpunkt seiner Heimatstadt und lässt die sozialen Zwänge und Grausamkeiten der Gegenwart in den Mythos einfließen. Die Opernversion von Marc Anthony Turnage wiederum basiert auf Berkoffs Drama. Sie spielt frech mit musikalischen Stilen des 20. Jahrhunderts und entfaltet dadurch eine ganz eigene Wucht. Das Werk wurde 1988 bei der Münchner Biennale uraufgeführt und war der internationale Durchbruch des Komponisten. Fast 30 Jahre später nimmt sich nun ein junges Produktionsteam erneut des Stückes an und stellt sich im Rahmen der Festspiel-Werkstatt den zeitlosen Fragen dieses Mythos’.

Termine:
Mo 26. Juni 2017
Di 27. Juni 2017
Mo 3. Juli 2017
Di 4. Juli 2017
jeweils 20.30 Uhr im Postpalast München
Preise € 24,- / € 10,- (Schüler/Studenten)
Ermäßigung für Junges Publikum bzw. mit Drama Plus Karte


[catarsi]

Eine Neuproduktion des AGORA Musiktheaterkollektivs

Ein Mann und eine Frau – beinahe das ideale Paar, und doch leben sie in zwei Welten. „catarsi“ – für ihn der Ort, der ihn all seine Träume leben lässt, für sie der Ort, der ihren Mann ins Gefängnis der eigenen Imagination verbannt. Der Ort, den sie aufsuchen muss, um ihn damit zu konfrontieren. Durch ihren Mut scheint beider Begegnung möglich. Doch in welcher Welt findet sie statt? Im Realen? Im Utopischen? In konkreten Berührungen, in Worten und den im Gesang codierten Gefühlsäußerungen – oder in der Vorstellung, der Simulation davon? Die Gruppe AGORA wählt in den Festspielen nach ihren Untersuchungen in Prozessor I – III für ihre multimediale Stückentwicklung [catarsi] noch einmal Ludwig van Beethovens Oper Fidelio als Matrix, um zu untersuchen, welche Rolle die subjektive Wahrnehmung des Zuschauers im Musiktheater spielt. AGORA reagiert musikalisch, szenisch und visuell auf Beethovens utopischen Entwurf und lässt die Zuschauer im Postpalast virtuell und ganz real durch Leonores und Florestans Welten wandern.

Termine: 
Mi 28. Juni 2017
Do 29. Juni 2017
Sa 1. Juli 2017
So 2. Juli 2017
jeweils 20.30 Uhr im Postpalast München
Preise € 15,- / € 10,- (Schüler/Studenten)
Ermäßigung für Junges Publikum bzw. mit Drama Plus Karte


Kannst du pfeifen, Johanna

Kinderoper von Gordon Kampe (ab 7 Jahren)
Die poetische Geschichte von Kannst du pfeifen, Johanna richtet sich insbesondere an Kinder ab sieben Jahren. Berra und Ulf sind beste Freunde. Aber Berra findet es ungerecht, dass Ulf einen Opa hat und er nicht. Zusammen suchen sie nach einem Opa für Berra und finden den pfeifenden Großvater Nils in einem Altersheim. Eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem alten Mann und den beiden Jungen entspinnt sich, die sowohl Glücksmomente als auch Trauer kennt – eine unkonventionelle Annäherung an das Thema Alter und Sterben, frei von Sentimentalität.

Termine:
Sa 8. Juli 2017 (18 Uhr)
So 9. Juli 2017 (11 Uhr)
Mi 12. Juli 2017 (17 Uhr)
im Postpalast München
Preise € 10,-

Schulvorstellungen:
Mo 10. Juli 2017
Di 11. Juli 2017
Mi 12. Juli 2017
jeweils 11 Uhr im Postpalast München
Anmeldung für Schülergruppen hier


Kirill Petrenko & Die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters

Ein Blick in die Zukunft: Die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters kann in diesem Sommer auf ihr 15-jähriges Bestehen zurückblicken, aber sie schaut wie von Anfang an immer nach vorne. Schließlich werden in dem auf zwei Jahre angelegten Programm junge Musikerinnen und Musiker in allen möglichen Aspekten auf die Arbeit in einem großen Opernorchester vorbereitet, und viele der Teilnehmer haben inzwischen ihren Weg in bedeutende Orchester – nicht zuletzt manche ins Staatsorchester selbst – gefunden. Nun dirigiert Generalmusikdirektor Kirill Petrenko erstmals das Festspiel-Konzert der Orchesterakademie, das in dieser Saison im besonders festlichen Rahmen des Prinzregententheaters stattfindet. Und auch in anderer Hinsicht geht der Blick in die Zukunft, denn in regelmäßigen Abständen vergeben die Freunde und Förderer der Musikalischen Akademie e. V. einen Kompositionsauftrag für die Nachwuchsmusiker. Dieses Jahr hat der dänische Komponist Hans Abrahamsen ein Werk beigesteuert: Two Inger Christensen Songs, zwei Lieder auf Texte dieser eigenwilligen Dichterin. Das kostbare Werk für Sopran und sieben Instrumentalisten steht im Zusammenhang mit Abrahamsens anwachsendem Werkzyklus ums Thema „Schnee“ – der auch in den kommenden Jahren an der Bayerischen Staatsoper eine gewisse Rolle spielen wird. Außerdem umfasst das Programm verschiedene Ensemblestücke überwiegend aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert, darunter die selten zu hörende Schauspielmusik-Suite zu Shakespeares Viel Lärm um Nichts von Erich Wolfgang Korngold und die Kammermusik Nr. 1 des jungen, wilden Paul Hindemith, sowie weitere Werke, die noch bekanntgegeben werden. 

Termin:
So 16. Juli 2017 (20 Uhr)
Prinzregententheater
Preise PF, € 40 / 33 / 25 / 16 / 12
Ermäßigung für Junges Publikum bzw. mit Drama Plus Karte


Doch bin ich nirgend, ach, zu Haus!

Lieder von Schubert, Schumann und Mahler treffen auf Texte von Robert Walser – und auf den fesselnden Geschichtenerzähler, Puppenspieler und Festspiel-Regisseur Nikolaus Habjan, der gemeinsam mit der gefeierten Osttiroler Musikbanda Franui

Der meisterhafte Puppenspieler und die gefeierte Musicbanda mit Osttiroler Wurzeln benötigen nur wenig, um einen besonderen Musiktheaterabend auf die Bühne zu bringen: 1 Tisch, 1 Koffer, 2 Puppen, 6 Blasinstrumente sowie Geige, Kontrabass, Hackbrett und Harfe.
Im Rahmen der Festspiel-Werkstatt erwartet das Publikum ein Abend voll musikalischer Tiefe und theatralischer Wucht: Im Zusammenspiel von Musik, Wort und Puppe wird der Figur des Wanderers nachgespürt, einer gleichermaßen bewunderten wie gehassten Symbolfigur, die alles hinter sich lässt, um sich auf die Suche zu begeben, ohne das Ziel der Wanderung auch nur zu erahnen. Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus ist das zweite gemeinsame Projekt von Nikolaus Habjan, der mit Webers Oberon auch als Regisseur an der Bayerischen Staatsoper debütiert, und Franui, wurde beim Osterfestival Imago Dei in Krems 2015 uraufgeführt und mittlerweile auf vielen prominenten Bühnen und Festivals mit großem Erfolg gezeigt.

Werke:
Musik: „Franui“, frei nach Franz Schubert, Robert Schumann Johannes Brahms und Gustav Mahler
Texte: Liedtexte; Texte von Robert Walser und Jürg Amann
Komposition und musikalische Bearbeitung: Markus Kraler, Andreas Schett
Konzept und Dramaturgie: Nikolaus Habjan, Markus Kraler und Andreas Schett

Termin:
Fr 28. Juli 2017
20 Uhr im Prinzregententheater
Preise PF, € 40 / 33 / 25 / 16 / 12
Ermäßigung für Junges Publikum bzw. mit Drama Plus Karte


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Die Festspiel-Werkstatt im Postpalast

Postpalast
Wredestraße 10
80335 München
www.postpalast.de 

Hier finden Sie einen Lageplan des Postpalasts.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B.:
Mit der S1-S8 Haltestelle Hackerbrücke
oder Tram 16, 17 und N17 Haltestelle Hackerbrücke
Busverbindungen ZOB Zentraler Omnibus Bahnhof München