Festspiel-Werkstatt 2019

„Vanitas“ feierte 2018 bei der Festspiel-Werkstatt Premiere

Zeitgenössisches Musiktheater und mehr: In unserem Festspiel-Programm gehen wir stets auch auf die Suche nach Neuem und Ungewöhnlichem. Schauplatz dafür ist unsere Festspiel-Werkstatt, deren Veranstaltungen dieses Jahr in Reithalle und Alter Pinakothek stattfinden.

  • Partner der Festspiel-Werkstatt

Selbstermächtigung

Alte Pinakothek, während eines Kammerkonzerts

Eine musikalische Begehung der Ausstellung Utrecht, Caravaggio und Europa in der Alten Pinakothek

Selbstermächtigung bedeutet, sich das Recht zu nehmen, etwas zu tun: wie Jesus, der sich das Recht nimmt, die Sünder aus dem Tempel zu jagen. Die jungen Caravaggisten nahmen sich auf der Suche nach Identität und Individualität die Freiheit, mit bühnenhaften Hell-Dunkel-Inszenierungen lebensnaher und lebensgroßer Figuren mit geltenden Normen zu brechen. An sechs Abenden treten Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper in der Ausstellung als Teil einer musikalischen und szenischen Performance vor den  eindrucksvollen Gemälden auf und erwecken die caravaggeske, tief berührende Bilderwelt zum Leben. Die von den Malern dramatisch geschilderten emotionalen Extremzustände und religiösen Inhalte werden mit Ausdrucksmitteln von Musik, Bewegung und atmosphärischen Lichtstimmungen neuartig interpretiert und so auf einmalige Weise für das Publikum erlebbar.

Selbstermächtigung
Musikalische Einstudierung: Tobias Truniger
Szenische Einrichtung: Georgine Balk
Dramaturgie: Benedikt Stampfli

Mit Anna El-Khashem, Natalia Kutateladze, Caspar Singh, Oleg Davydov

Termine und Karten

Di, 18. Juni 2019, 20.00 Uhr Premiere
Mi, 19. Juni 2019, 20.00 Uhr
Fr, 21. Juni 2019, 20.00 Uhr
Sa, 22. Juni 2019, 20.00 Uhr
Di, 25. Juni 2019, 21.00 Uhr
Mi, 26. Juni 2019, 21.00 Uhr

Alte Pinakothek, Barer Straße 27; (Eingang Theresienstraße) Im Anschluss an die Veranstaltung bleibt die Ausstellung exklusiv für die Besucher geöffnet.

» Karten (ausschließlich Stehplätze) € 37,‒ / 10,‒ (Junges Publikum); 20 % Ermäßigung für Inhaber der Drama-Plus-Karte

 

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EVA UND ADAM

Moses: Ensemble
Der zweite Teil der Trilogie „MOSES“ feierte 2018 Premiere

Musiktheaterprojekt mit jungen Geflüchteten und Münchnern mit und ohne Migrationshintergrund

Die mit NOAH begonnene und mit MOSES fortgesetzte Trilogie einer sich mit religiöser Motivgeschichte auseinandersetzenden Projektreihe wird nun fortgesetzt: Für den dritten Teil der Zusammenarbeit mit geflüchteten und in München beheimateten Jugendlichen geht es zurück zum Beginn der Menschheitsgeschichte. Im Schöpfungsmythos wird ein Weltbild konstruiert, in dem ein allmächtiger Vater einen Mann als ersten Menschen und aus dessen Rippe ihm eine Frau erschafft, die die folgende Vertreibung aus dem Paradies zu verantworten hat. Die christliche Erzähltradition ringt dabei mit der jüdischen und islamischen um das Darstellungsmonopol über unseren Ursprung. Ausgehend von Biographien junger Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen, stellt EVA UND ADAM Fragen nach einem Neuanfang in einer fremden Welt ebenso wie nach der Möglichkeit eines emanzipierten Zusammenlebens nicht nur der beiden Geschlechter, sondern auch unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Das Musiktheaterprojekt verbindet Musik und Arrangements aus Joseph Haydns Die Schöpfung mit Neukompositionen sowie musikalischen Ideen der Jugendlichen.

EVA UND ADAM
Komposition: Benedikt Brachtl
Regie: Jessica Glause
Bühne: Valerie Liegl
Kostüme: Lena Winkler-Hermaden
Licht: Benjamin Richter
Dramaturgie: Lukas Leipfinger
Theaterpädagogik: Ursula Gessat

Termine und Karten

Mi, 19. Juni 2019, 20.00 Uhr Premiere
Do, 20. Juni 2019, 17.00 Uhr
Do, 20. Juni 2019, 20.00 Uhr
Fr, 21. Juni 2018, 18.00 Uhr

» Karten € 20,‒ / 10,‒ (JungesPublikum); 20 % Ermäßigung für Inhaber der Drama-Plus-Karte

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Z

Musiktheater in deutscher Sprache für Kammerensemble, Sänger und Chor. Libretto von Vangelis Hatziyannidis in der deutschen Übersetzung von Michaela Prinzinger

Ein politisch motivierter Mord, der die Abgründe und die Verletzbarkeit des bürgerlichen Rechtsstaats vor Augen führt: Am 22. Mai 1963 wurde im griechischen Thessaloniki der Arzt und Abgeordnete Grigoris Lambrakis – genannt Z – auf offener Straße ermordet. Der brutale Auftragsmord konnte nur dank der unermüdlichen Recherche des Untersuchungsrichters Christos Sartzetakis, der später Staatspräsident Griechenlands wurde, aufgeklärt werden: ein Thriller, der durch den Roman Vassilis Vassilikosʼ und durch die Verfilmung von Costa Gavras berühmt wurde. Nun hat ihn der in München lebende griechische Komponist Minas Borboudakis für die Opernbühne bearbeitet. Seine Oper wurde 2018 in Athen uraufgeführt und wird nun erstmals in deutscher Sprache gespielt – in einer Inszenierung des jungen Regisseurs Kevin Barz, die sich der Frage nach den Grundfesten des Gemeinwohls stellt.

Z
Komposition und musikalische Leitung: Minas Borboudakis
Regie: Kevin Barz
Ausstattung: Anika Wieners
Licht: Benedikt Zehm
Dramaturgie: Rainer Karlitschek, Nikolaus Stenitzer

Mit Simon Bailey, Joshua Owen Mills, Oğulcan Yılmaz, Boris Prýgl, Noa Beinart
Extrachor der Bayerischen Staatsoper

Termine und Karten

Mo, 1. Juli 2019, 20.00 Uhr Premiere
Mi, 3. Juli 2019, 20.00 Uhr
Fr, 5. Juli 2019, 20.00 Uhr
Sa, 6. Juli 2019, 17.00 Uhr
Reithalle

» Karten € 32,‒ / € 10,‒ (Junges Publikum); 20 % Ermäßigung für Inhaber der Drama-Plus-Karte

 

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Schnee

Hans Abrahamsen (Foto: Lars Skaaning)

Eine Choreographie für 16 Tänzer zur Musik von Hans Abrahamsen (geb. 1952)
Schnee
Ten canons for nine instruments (2008)

Hans Abrahamsen schreibt seit vielen Jahren Musik um das Thema Schnee, um das sich Begriffe wie Winter und Vergänglichkeit, Märchen und Traum herumlagern; sein Kammerensemblestück mit dem Titel Schnee (2006–2008) bildet das Zentrum eines  Werkkomplexes, der mit der Erstaufführung seiner ersten Oper The Snow Queen im Winter 2019 an der Bayerischen Staatsoper einen neuen Höhepunkt finden soll. Streng geplant, klingt seine Musik gleichwohl biegsam und wendig: „Zuerst entwerfe ich die Struktur, um dann zu sehen, was sich darin befindet.“ Ausgehend von der musikalischen Kanon-Struktur der Komposition entwirft die niederländische Choreographin Nanine Linning in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit dem Architekten und bildenden Künstler Alexandros  Tsolakis eine Welt, die sich mit den Wechselwirkungen assoziierter Prinzipien auseinandersetzt: Frage und Antwort, Chaos und Struktur, Impuls und Echo, Verzögerung und Erwartung. Und über allem tickt die Zeit als endlose Erfahrung.

Schnee
Musikalische Leitung: Gregor A. Mayrhofer
Konzept / Choreographie: Nanine Linning
Bühne / Visual Arts: Alexandros Tsolakis
Licht: Benedikt Zehm
Dramaturgie: Carmen Kovacs, Malte Krasting

Tänzer des Bayerischen Staatballetts
Musiker des Bayerischen Staatsorchesters

Termine und Karten

Fr, 12. Juli 2019, 20.00 Uhr Uraufführung
Sa, 13. Juli 2019, 20.00 Uhr
So, 14. Juli 2019, 18.00 Uhr
Reithalle

» Karten € 24,‒ / € 10,‒ (Junges Publikum); 20 % Ermäßigung für Inhaber der Drama-Plus-Karte

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Requiem für einen Lebenden

Musiktheater für drei Darsteller, Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug und Live-Elektronik

In der Todeszelle hört die Zeit auf zu vergehen. Die Todeszelle ist ein Wartezimmer. Es gibt kein Fortschreiten der Zeit, nur Stillstand. Routinen gliedern den unbestimmten Schwebezustand zwischen der Urteilsverkündung und dessen Vollstreckung. Der Komponist Felix Leuschner, der Librettist Reto Finger und der Regisseur Manuel Schmitt sind zusammen für eine Recherche nach Texas gereist, um sich der Lebenssituation eines zum Tode Verurteilten zu nähern. Seit über 13 Jahren ist der wegen Mordes Verurteilte von Gesellschaft, Umwelt und Familie isoliert und wartet auf seinen staatlich verordneten Tod. Aus diesen Eindrücken entsteht ein Stück für zwei Sängerinnen und einen Schauspieler, das geprägt ist von persönlichen Begegnungen mit Betroffenen und den unterschiedlichen Lebensrealitäten von Menschen auf beiden Seiten der Gitterstäbe. Die Inszenierung wird Fragen nach dem Verständnis von Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenleben aufwerfen und visuelle, akustische und gedankliche Einblicke in die emotionale Reise des Projektteams geben.

Requiem für einen Lebenden
Libretto von Reto Finger

Komposition: Felix Leuschner
Konzept und Regie: Manuel Schmitt
Bühne: Daniel Angermayr
Licht: Christian Kass
Dramaturgie: Benedikt Stampfli

Mit Salome Kammer
Ensemble Interface
Live-Elektronik Felix Leuschner
 

Termine und Karten

So, 21. Juli 2019, 20.00 Uhr Uraufführung
Mo, 22. Juli 2019, 20.00 Uhr
Di, 23. Juli 2019, 20.00 Uhr
Mi, 24. Juli 2019, 20.00 Uhr
Reithalle

» Karten € 24,‒ / € 10,‒ (Junges Publikum); 20 % Ermäßigung für Inhaber der Drama-Plus-Karte

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Die Spielstätte: Reithalle München

Reithalle
Heßstrasse 132
80797 München
www.reithalle-muenchen.de 
Hier finden Sie einen LageplanExterner Link der Reithalle.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B.:

  • U2 bis: Theresienstraße oder Josephsplatz, danach zu Fuß weiter (ca. 20 Minuten)
  • U2 bis: Hohenzollernplatz weiter mit Straßenbahn 12 oder Bus 53, Ausstieg Infanteriestraße
  • Straßenbahn Linie 20/21 (von HBF), Ausstieg: Lothstraße 
  • Bus 154 (von Universität), Ausstieg Infanteriestraße Süd

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Die Spielstätte: Alte Pinakothek

Barer Straße 27
Eingang Theresienstraße
80333 München
www.pinakothek.de
Hier finden Sie einen Lagplan der Pinakotheken

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B.:

  • Tram Linie 27 | 28: Haltestelle Pinakotheken
  • U-Bahn U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße; U3 | U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität; U4 | U5: Haltestelle Odeonsplatz
  • Bus Linie 100 (Museumslinie) | Linie 58 (CityRing) : Haltestelle Pinakotheken

Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da in unmittelbarer Nähe der Museen keine Parkplätze zur Verfügung stehen.

 

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