Debüt von Lahav Shani mit dem Bayerischen Staatsorchester

04.12.2017

Am 18. und 19. Dezember nimmt das Bayerische Staatsorchester wieder auf der Bühne des Nationaltheaters, anlässlich des 3. Akademiekonzerts, Platz. Der junge israelische Dirigent Lahav Shani, noch keine 30, ist nach seinem 1. Preis beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg (2013) das erste Mal in den Fokus der internationalen Musiköffentlichkeit gerückt. Seitdem ist er dort nicht mehr wegzudenken. Damals war er gerade mal 23 Jahre alt. Seitdem sorgen seine Unbeschwertheit, Enthusiasmus und Leidenschaft zu einem Erfolg nach dem anderen, den er unter anderem durch das Einspringen für schon äußert etablierte Dirigenten erzielte: so übernahm er kurzfristig Konzerte für Michael Gielen (Staatskapelle Berlin, 2014), Franz Welser-Möst (Wiener Philharmoniker, 2015) und Philippe Jordan (Europa-Tournee der Wiener Symphoniker, 2016); dass er all dem gewachsen war und bleibt, dafür sorgt nicht zuletzt sein Lehrer Daniel Barenboim. Für sein Debut mit dem Bayerischen Staatsorchester hat er sich für Dvořaks 9. Symphonie Aus der Neuen Welt und Mendelssohn Bartholdys Meeresstille und glücklich Fahrt entschieden.

Und mit Giorgi Gvantseladze stellt sich der aus Georgien stammende Solo-Oboist des Bayerischen Staatsorchesters einem größeren Publikum vor, wofür er sich das Spätwerk eines bekannten Münchner Komponisten ausgesucht hat: Richard Strauss’ einziges Oboenkonzert. 1946 fand die Uraufführung des Werkes in Zürich statt. Es gilt als eines der schwersten Werke seiner Gattung, dass dem Solisten alles abverlangt.

3. Akademiekonzert
Mo, 18. Dezember 2017, 20.00 Uhr Karten
Di, 19. Dezember 2017, 20.00 Uhr Karten
Nationaltheater  

  

Hintergründe der musikalischen Akademie

Das Bayerische Staatsorchester ist neben der alltäglichen Operntätigkeit auch auf der Konzertbühne aktiv. Mit der Gründung der musikalischen Akademie, 1811, wollten die Musiker endlich eine professionelle Konzertreihe etablieren. Mittlerweile sind unter dem Dach dieses Vereins nicht nur die Symphoniekonzerte, sprich die Akademiekonzerte des Bayerischen Staatsorchesters gebündelt, sondern auch viele Aktivitäten, die man landläufig eher als „akademisch“ auffasst: das Jugendorchester ATTACCA beispielsweise oder die Orchesterakademie zur Ausbildung von Instrumentalisten am Beginn ihres Berufslebens. Auch die Organisation von Tourneen obliegt dem Verein der Musikalischen Akademie.

Gerade in den letzten zwei Jahren ist das Staatsorchester zu Saisonbeginn weltweit in unterschiedlichen Konzertsälen zusammen mit Kirill Petrenko aufgetreten. Von der Mailänder Scala über den Musikverein Wien, die Berliner Philharmonie bis hin zum Seoul Arts Center. Das Magazin Opernwelt kürte das Bayerische Staatsorchester außerdem zum Vierten Mal in Folge zum Orchester des Jahres.

Auch in dieser Saison können Sie das Staatsorchester in sechs Akademiekonzerten und einzelne Musiker in sechs Kammerkonzerten erleben.

Zurück