Mehr als nur Ballettkomödie!

08.02.2018

Maria Shirinkina (Lise) Gianmarco Romano (Alain) Vladimir Shklyarov (Colas)

Nutzen Sie noch einmal die Chance eines der ältesten und bedeutendsten Ballette der Tanzgeschichte zu sehen! In der Spielzeit 2017/18 präsentiert das Bayerische Staatsballett drei Vorstellungen von Frederick Ashtons La Fille mal gardée

Das Werk ist eine der wenigen Ballettkomödien aus dem 18. Jahrhundert, die es in das ständige Repertoire der großen internationalen Ballettcompagnien geschafft hat. Neben München steht es auch beim New Yorker American Ballet Theatre, dem Royal Ballet London oder dem Stuttgarter Ballett regelmäßig auf dem Spielplan. 1960 feierte die Aufführung am Royal Ballett in London Premiere. In München war es elf Jahre später, am 18. Mai 1971 erstmals zu sehen.

Das Werk wurde zu Beginn der Französischen Revolution 1789 uraufgeführt und markierte einen entscheidenden Moment der Ballettgeschichte. Gezeigt wurden nicht mehr Figuren der griechischen Mythologie oder Vertreter des Adels, sondern im wahrsten Sinne das einfache Volk. So ist auch die Handlung keine „heroische Reise“, sondern befasst sich mit damals alltäglichen Themen wie der Landarbeit und dem „Heiratsmarkt“.

„In my imagination, there exists a life in a land of eternal late spring, a luscious pastoral landscape of perpetual sunshine”, sagte Frederick Ashton.

In La Fille mal gardée findet sich genau diese Vorstellung eines einfachen Landlebens im Schein ewigen Spätsommers, mit grünbelaubten, bienenumsummter Schäferidylle in endlosem Sonnenschein. Die idyllische Landszene setzt sich zusammen aus der Heuernte, aus Erntefesten mit ausgefeilt arrangierten Bändertänzen oder dem obligatorischen Sommergewitter. Mit tanzenden Hühnern und einem echten Pony geht es geradezu tierisch zu. Ein Highlight, das die Kenner den Atem anhalten lässt, ist der Holzschuhtanz der Witwe Simone mit Lises Freundinnen, wenn Profitänzer ihre Schläppchen und Spitzenschuhe gegen klobige Holzschuhe eintauschen.
Im Zentrum der Geschichte steht die junge Lise, einzige Tochter der Witwe Simone, der Besitzerin einer florierenden Landwirtschaft. Lise ist in den jungen Landwirt Colas verliebt und die beiden möchten heiraten. Doch die Mutter sieht in Alain die erfolgversprechendere Partie; bringt dieser doch als Sohn eines Weingutbesitzers eindeutig mehr Geld und Ansehen mit. Alles Geld der Welt kann Lise jedoch nicht für den tölpelhaften Alain begeistern. Immer wieder gelingt es Lise sich zu ihrem geliebten Colas zu stehlen und schlussendlich können sie die Mutter doch noch von ihrem gemeinsamen Glück zu überzeugen. Dies wird dann auch nicht die einzige Eheschließung innerhalb des Stücks bleiben…

Frederick Ashton (1904 – 1988) gilt als Meister des eleganten englischen Stils. So ist seine Fille mal gardée nicht einfach nur eine komödiantische Ballettpantomime, die Groß und Klein begeistert, sondern ein ernst zunehmendes Werk des Ballettkanons, das gespickt ist mit anspruchsvollen Soli und Pas de deux-Partien, die den Tänzern höchste Konzentration und Genauigkeit abverlangen. Lassen Sie es sich nicht entgehen! 

Termine
Fr 02. März 2018 Tickets
Di 06. März 2018 Tickets
Mi 07. März 2018 Tickets 

Beginn: 19:30 Uhr
Ende: 21:45 Uhr

Dauer: 2 Stunden 15 Minuten. 1. Akt: 65 Minuten, Pause: 30 Minuten. 2. Akt: 40 Minuten.

Die Besetzungen werden hier bekanntgegeben.

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