MOSES: Projekt mit jungen Geflüchteten und Münchner Jugendlichen an der Bayerischen Staatsoper

27.11.2017

Regisseurin Jessica Glause spricht mit dem Ensemble während einer Probe von MOSES

Regisseurin Jessica Glause spricht mit dem Ensemble während einer Probe von MOSES

Das Projekt

Zum zweiten Mal entwickelt die Bayerische Staatsoper ein Musiktheaterprojekt, bei dem junge Geflüchtete und Münchner Jugendliche gemeinsam auf der Bühne stehen: Auf NOAH, das in der Spielzeit 2015/16 mit großem Erfolg Premiere feierte, folgt in dieser Saison MOSES. Das Nachfolgeprojekt, das am 14. Dezember 2017 an der Bayerischen Staatsoper zur Uraufführung kommt, erzählen Teilnehmer von NOAH und weitere Jugendliche anhand der aus Bibel, Thora und Koran bekannten Geschichte von Moses von ihrer Situation heute. Was beschäftigt Jugendliche, die aus Afghanistan, Syrien, Guinea, Nigeria und anderen Ländern geflohen sind und nun schon mehrere Jahre in München leben? Welche Rolle spielt das Thema Flucht für junge Münchner? Und wie können Menschen mit sehr unterschiedlichen Biographien gemeinsam ein Theaterstück erarbeiten? Unter der Leitung der Regisseurin Jessica Glause und des Musikers Benedikt Brachtel entsteht mit MOSES ein Stück, in dem die Mitwirkenden als DarstellerInnen, SängerInnen und MusikerInnen auf der Bühne stehen.

Ein Blick zurück: NOAH

In der vergangenen Saison rief die Kinder- und Jugendabteilung der Bayerischen Staatsoper ein Projekt ins Leben, in dem Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern im Alter von 13 bis 23 Jahren zusammen ein Musiktheaterstück erarbeiteten. So entstand NOAH. Ausgehend von der Geschichte von Noah, der sich selbst, seine Familie und die Tiere in einem selbstgebauten Schiff vor einer großen Flut rettet, haben die Mitwirkenden ihre eigenen Erfahrungen mit Flucht und Migration thematisiert.

Das Nachfolgeprojekt MOSES knüpft hier an und fragt, was auf die Ankunft im neuen Land folgt. „Was passiert eigentlich nach anderthalb bis zwei Jahren mit dieser Gesellschaft, mit diesen Individuen, die Asyl bekommen haben oder nicht, die die Sprache gelernt haben oder nicht, die versuchen, sich hier zu verorten?“, so die Regisseurin Jessica Glause, die bereits NOAH inszenierte.
Lesen Sie hier das ganze Interview mit Jessica Glause aus dem neuen MAX JOSEPH.

 Videomagazin zu MOSES

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