Inhaltsangabe: THE SNOW QUEEN

Zwei Menschen sind durch viele Jahre miteinander geteilten Lebens zu einer engen Gemeinschaft geworden. Auf einmal zieht sich der eine Partner zurück, verschließt sich, wird unerreichbar für die Außenwelt. Aber seine Partnerin gibt ihn nicht auf, hält an ihrer Beziehung fest. Sie setzt alles daran, die lange gewachsene Verbindung zu erhalten und die alte Vertrautheit wiederzugewinnen. Dafür trägt sie nun die ganze Verantwortung. Es kostet Zeit und Kraft. Die Liebe ist stark, aber mit jedem verstrichenen Tag wird auch die Erschöpfung größer. Aus ihr erwachsen schließlich sogar Wut und Verzweiflung. Es ist eine mühevolle Reise mit ungewissem Ende.

1. Akt

1. Szene
Gerda und ihr Freund Kay hören der Großmutter zu; sie erzählt ihnen von der Schneekönigin, die im dichten Schneegestöber fliege. Kay stellt sich vor, die Schneekönigin ins warme Zimmer zu holen und schmelzen zu lassen.
Gerda erzählt Kay, wie der Teufel einen Zerrspiegel gemacht hat, der alles Schöne hässlich aussehen lässt, wie der Spiegel dann in viele kleine Scherben zerbrochen ist und dass die Menschen, die einen solchen Splitter ins Auge oder ins Herz bekommen, nur noch das Schlechte sehen und vor Kälte nichts mehr fühlen können.
Kay kann vor Furcht nicht einschlafen; er erblickt die Schneekönigin vor dem Fenster und erschrickt vor ihr.

2. Szene
Gerda und Kay betrachten die blühenden Rosen. Plötzlich sticht Kay etwas ins Herz und dann ins Auge. Von dem Moment an sieht er nur noch das Fehlerhafte an den Blumen, verspottet Gerda und zerpflückt die Rosen. Betrübt beobachtet Gerda sein Verhalten.

3. Szene
Kay bewundert die Symmetrie der Eiskristalle. Statt mit Gerda will er mit den anderen Jungen spielen, die ihn aber nicht an ihrem Spiel teilhaben lassen. Die Schneekönigin kommt auf ihrem Schlitten und nimmt Kay mit.

4. Szene
Die Schneekönigin fliegt mit Kay zu ihrem Eispalast. Sie küsst ihn auf die Stirn, wodurch er sein Gefühl für die Kälte verliert, und macht ihn die Welt vergessen, die er einst gekannt hat.

2. Akt

1. Szene
Gerda hat sich auf die Suche nach Kay gemacht und gelangt dabei zum Garten der Alten Frau, die sie bei sich behalten möchte.

2. Szene
Die Blumen im Garten der Alten Frau singen Gerda das Lied von den drei toten Schwestern, doch Kay, sagen sie, sei nicht tot. Gerda verlässt den Garten und setzt ihre Suche fort.

3. Szene
Die Waldkrähe berichtet Gerda, wie die Prinzessin einen ihr an Klugheit ebenbürtigen Mann gesucht habe. Gerda glaubt, dass dieser Auserwählte Kay sein könnte. Die Waldkrähe bringt Gerda zum Schloss von Prinz und Prinzessin.

4. Szene
Die Schlosskrähe lässt Gerda ins Schloss herein. Unheimliche Erscheinungen erschrecken sie wie Angstträume.
Vor dem Bett von Prinz und Prinzessin muss Gerda ihren Irrtum erkennen.
Prinz und Prinzessin belohnen die Krähen für ihre gute Tat und versprechen Gerda, ihr zu helfen.
Gerda darf im Bett des Prinzen schlafen. Im Traum sieht sie Kay auf seinem Schlitten.

3. Akt

1. Szene
Prinz und Prinzessin überlassen Gerda ihre goldene Kutsche, damit sie weiter nach Kay suchen kann. Alle wünschen ihr eine gute Reise.
Im Wald wird die Kutsche von Räubern überfallen. Alle werden getötet, nur Gerda überlebt. Das Rentier bringt sie noch weiter in den kalten Norden bis zur Finnenfrau.

2. Szene

Das Rentier berichtet der Finnenfrau von Gerdas Gefangenschaft bei den Räubern. Dort hätten Tauben ihr gesagt, Kay sei bei der Schneekönigin; daraufhin habe das Räubermädchen sie freigelassen. Die Finnenfrau erklärt dem Rentier die Hintergründe von Kays Verschwinden. Sie lehnt ab, Gerda mit zusätzlicher Kraft auszustatten, denn sie verfüge über alle Fähigkeiten, die sie brauche. Sie fordert das Rentier auf, Gerda bis ins Reich der Schneekönigin zu bringen und dann zurückzukehren.

3. Szene

Beim Abschied küsst das Rentier Gerda auf den Mund und weint. Gerda leidet unter der Kälte. Die Vorposten der Schneekönigin bedrohen sie und drängen sie zur Umkehr. Aus Gerdas Atem erwachsen schützende Engel und vertreiben die Ungeheuer.

4. Szene

In ihrem Eispalast weist die Schneekönigin Kay an, das vollkommene Wort zu finden, und verlässt den Palast. Kay ist vor Kälte und Verzweiflung wie erstarrt. Als Gerda ihn erreicht, fangen beide zu weinen an. Durch die Tränen wird der eine Spiegelsplitter aus seinem Auge geschwemmt, und der andere schmilzt in seinem Herzen. Kay und Gerda finden den Begriff der Ewigkeit.

5. Szene

Kay und Gerda kehren heim. Zu Hause liest die Großmutter noch immer im Bilderbuch, die Uhr tickt, und auch die Rosen wachsen im Tal wie zuvor. Kay und Gerda sind erwachsen geworden und doch im Herzen Kinder geblieben. Es ist wieder Sommer geworden.