„Die Gezeichneten“: Was taugt Kunst als Utopie?

Gier nach Sex, Sehnsucht nach Liebe. Zwischen diesen Polen entspinnt sich die Handlung von Die Gezeichneten, eine Ménage à trois:
Alviano (John Daszak): Entstellt, ungeliebt und unbegehrt kompensiert er seine Tragik, in dem er sich Utopie von Schönheit schafft: Elysium. Insel und elitäres Sex-Paradies, das er selbst jedoch nicht besucht.
Carlotta (Catherine Naglestad): Die Schöne und selbst auch eine Gezeichnete ersetzt Lust mit Kunst. Sie will die schöne Seele des monströsen Alviano malen. So treffen sich zwei, die einander sehen, erkennen und sich verstehen. Zwei, die sich aber nicht selbst und deshalb auch den anderen nicht lieben – können.
Tamare (Christopher Maltman): Der Starke, der kraftvoll schöne Macho, zu eindimensional für Kompensationen aller Arten. Gibt sich Carlotta ihm deshalb im Elysium freiwillig hin?

Franz Schreker
Die Gezeichneten
Sa, 12. Mai 2018, 19.00 Uhr Karten
Di, 15. Mai 2018, 19.00 Uhr Karten
Sa, 19. Mai 2018, 19.00 Uhr Karten

„Die Gezeichneten“ - Trailer

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Kunst: zitiert, montiert, collagiert

Wie immer bei Krzysztof Warlikowski (Regisseur auch bei Die Frau ohne Schatten und Eugen Onegin): Es gibt viel zu sehen und noch mehr zu denken. In Franz Schrekers Die Gezeichneten