Die Vorübergehenden - Ein Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper

Probe „Die Vorübergehenden“
Probe „Die Vorübergehenden“

Die nächste Premiere der Festspiel-Werkstatt 2018 ist das Auftragswerk Die Vorübergehenden von Nikolaus Brass. In dem Musiktheater in zwei Teilen und einem Epilog werden die Themenkomplexe Familie, Liebe und menschliche Nähe behandelt, mit Texten und Gedichten von Tomas Tranströmer, Rose Ausländer und Mahmout Darwish.

Unangekündigt und ungerufen, in einem Moment ruhelosen Stillstands mitten auf der Reise namens Leben brechen über einen Mann Erinnerungen an längst vergessene Geschehnisse herein. Vor allem Gesichter und Stimmen von Menschen, die ihm einmal nahestanden, tauchen wieder auf, zunächst bruchstückhaft, dann in immer deutlicheren Szenen und Bildern: eine Geliebte, die ihn verlassen hat, ein Flüchtling, dem er nicht helfen konnte, sein Kind, dem gegen- über er genauso versagt hat wie einst seine eigenen Eltern, deren erbärmlicher Welt er den Rücken kehrte. Trotz seines sprechenden Namens – Nikolaus Brass bezeichnet seinen Protagonisten als „Der Liebende“ – muss er schmerzlich feststellen, dass es ihm nicht gelungen ist, sich diesen Menschen restlos zu öffnen. Nachdem er sich gegen den Besuch der Vorübergehenden anfänglich wehrt, nimmt er ihn mehr und mehr zum Anlass für eine schonungslose Selbstbefragung darüber, was sein Leben ausmacht. In Nikolaus Brass’ Musiktheater für sieben Solisten, zwölfstimmigen Chor und Kammerorchester wird das Leben als Geflecht flüchtiger Begegnungen und unvollendeter Beziehungen erfahrbar – als Klangraum, in dem das Publikum mal die Perspektive des Liebenden und mal die des Vorübergehenden einnimmt und Vergangenheit und Gegenwart auf utopische Weise zusammenfließen.

Die Vorübergehenden: Videomagazin

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