Axel Ranisch inszniert die Opernstudio-Produktion 2019

Axel Ranisch (Foto: Dennis Paul)
Axel Ranisch (Foto: Dennis Paul)

Nach seinem großen Erfolg mit Orlando Paladino während der letzten Münchner Opernfestspiele kehrt Regisseur Axel Ranisch zurück an die Bayerische Staatsoper und inszeniert die kommende Opernstudio-Produktion. Die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios bringen erneut einen Abend aus zwei Einaktern auf die Bühne: Am 15. April feiern Igor Strawinskys Mavra und Peter I. Tschaikowskys Iolanta im Cuvilliés-Theater Premiere. Die junge Dirigentin Alevtina Ioffe steht am Pult des Bayerischen Staatsorchesters und feiert ihr Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper.

Axel Ranisch präsentiert einen ungewöhnlichen Zugriff auf die beiden selten gespielten Werke: Aus Mavra und Iolanta wird Mavra/Iolanta: Eine Produktion, die beide Werke verbindet. Dabei wird Tschaikowskys romantische Oper ebenso vollständig gespielt wie Strawinskys komische Puschkin-Dramatisierung. Indem Axel Ranisch die beiden Geschichten in Zusammenhang setzt, zeigt er aber auch eine ganz neue Lesart beider Stoffe. Falko Herold, Bühnenbildner bei Orlando Paladino sowie zuletzt bei der Premiere von Die verkaufte Braut, entwirft Kostüme und Bühne.

Zu den Werken

Strawinsky greift in dem Einakter Mavra die Tradition des italienisch-russischen Belcanto auf, dessen stilistische Höhe aber von den banalen Vorgängen der Handlung unterlaufen wird und damit in Anführungszeichen gesetzt ist. Die Oper Iolanta besteht ebenso aus einem Akt und ist das letzte Werk Tschaikowskys, mit dem er nach Pique Dame sein Können nochmals unter Beweis stellte.

Über das Opernstudio

Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper 2018/19
Das Opernstudio der Saison 2018/19

Seit zwölf Jahren fördert die Bayerische Staatsoper mit dem Opernstudio hochtalentierte junge Sänger und bereitet diese praxisbezogen auf eine Karriere als Opernsänger vor. Jede Saison erarbeitet das Studio eine eigene Opernproduktion. In den vergangenen Spielzeiten waren dies unter anderem Werke wie Giacomo Rossinis Le Comte Ory (2015), Benjamin Brittens Albert Herring (2016), Gian Carlo Menottis The Consul (2017) und im letzten Jahr die beiden Einakter Der Diktator von Ernst Krenek und Der zerbrochene Krug von Victor Ullmann.