Antrag auf Ausnahmeregelung von der neuesten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Die Bayerische Staatsoper hat am 26. Oktober 2020 einen Antrag auf Ausnahmeregelung von der neuesten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von letzter Woche und der Obergrenze von 50 Besuchern in einem begründeten Fall gestellt.

Intendant Nikolaus Bachler schreibt in einem Brief an das Kreisverwaltungsreferat:

Die Bayerische Staatsoper beantragt, abweichend von § 26 Satz 2 Ziffer 1 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) vom 1. Oktober 2020, zuletzt geändert am 22. Oktober 2020, in Fortsetzung des erfolgreichen Pilotprojekts auch bei einer 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 100/100.000 mit einem Publikum von bis zu 500 Besuchern spielen zu dürfen (§ 26 Satz 3 i. V. mit § 24 Satz 4 BayIfSMV). Der Pilotversuch belegt in einem 17-seitigen Bericht, dass es bei der Größe des Nationaltheaters und bei Einhaltung der einer Infektionsgefahr vorbeugenden Maßnahmen sehr gut möglich ist, vor 500 oder sogar noch mehr Besuchern zu spielen. Dieser zweimonatige Praxistest wurde von Ärzten des Klinikums rechts der Isar und von Wissenschaftlern der Technischen Universität München begleitet und das Ergebnis von ihnen bestätigt. Das Publikum fühlt sich bei uns sicher – und wir sind überzeugt, dass es das auch darf. Wir bitten um eine rasche und positive Entscheidung.

Ob die Vorstellungen der laufenden Woche, beginnend mit Macbeth am 27. Oktober 2020, vor 500 Zuschauern stattfinden können, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Intendant Nikolaus Bachler möchte in jedem Fall den Spielbetrieb aufrechterhalten.