IDOMENEO – Live-Stream am 24. Juli auf STAATSOPER.TV


Am 19. Juli 2021 feierte Idomeneo Premiere im Prinzregententheater. Regie führt Antú Romero Nunes, der zuletzt 2018 Les Vêpres siciliennes an der Bayerischen Staatsoper inszenierte. Die letzte Neuproduktion unter der Intendanz Nikolaus Bachlers wird mit Constantinos Carydis von einem ausgewiesenen Mozartexperten dirigiert, der eine pointierte neue Fassung der Oper erstellt hat.
In der Titelpartie erleben Sie Matthew Polenzani.  Emily D'Angelo (Idamante), Hanna-Elisabeth Müller (Elettra) sowie Olga Kulchynska (Ilia) und Martin Mitterrutzner (Arbace) geben ihre Rollendebüts. 
Zur Besetzung.
Die Neuproduktion wird am 24. Juli  kostenfrei auf STAATSOPER.TV übertragen und steht ab dem 26. Juli, 30 Tage als Video-on-Demand zur Verfügung.

Videomagazin: IDOMENEO
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Live-Stream  

IDOMENEO

am 24. Juli 2021, 18.00 Uhr
kostenfrei auf STAATSOPER.TV  

 

 

 

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„Elettra bräuchte die besten Therapeuten“

Die Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller gibt in der Premiere von Idomeneo ihr Rollendebüt als Elettra.
Im Interview spricht sie über das Mitleid für ihre Figur, kaputte Seelen und die richtigen Schuhe auf der Bühne.

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BREAKING THE WAVES

Die britische Bildhauerin Phyllida Barlow hat ihr erstes Bühnenbild für die Oper geschaffen. 
Eine künstlerische Reise von der Küste Englands über Venedig bis nach München.

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Opernsteckbrief: IDOMENEO
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30 Tage kostenlos als Video-on-Demand:


26. Juli 2021, 19.00 Uhr
bis zum 26. August 2021, 23.59 Uhr

 

www.staatsoper.de/on-demand

 

IDOMENEO– zu Werk und Inszenierung

Am 29. Januar 1781 zum Höhepunkt der Karnevalssaison war das Münchner Cuvilliés-Theater Schauplatz einer besonderen Uraufführung: Auf dem Programm stand Idomeneo des gerade mal 25-jährigen Salzburger Junggenies Wolfgang Amadeus Mozart.
„– ich war ganz surprenirt – noch hat mir keine Musick den Effect gemacht; – das ist eine Magnifique Musick.“ so zitiert Mozart  Kurfürst Karl Theodor, den Auftraggeber des Werkes, in einem Brief an seinem Vater.
Die Oper ist ein Meilenstein im Schaffen des Komponisten. Erstmals konnte er für das wohl damals weltbeste Orchester, der Mannheimer Hofkapelle, eine Musiksprache entwickeln, die an Klangfarben und musikalischen Formen absolute Avantgarde darstellte. Auch der antike Stoff um den kretischen König, der nach dem trojanischen Krieg wieder in seine Heimat zurückkehrt, war in seiner archaischen Wucht einzigartig.  


Zur Handlung

Der Meeresgott Neptun rettet Idomeneo, den König von Kreta, der aus dem trojanischen Krieg heimkehrt, aus einem Seesturm. Daraufhin gelobt dieser, dem Gott den ersten Menschen zu opfern, dem er an Land begegnet. Es ist sein Sohn Idamante. Idamante und Ilia lieben sich, aber auch Elettra ist in Idamante verliebt und macht sich Hoffnungen auf den Thron. Idomeneo ist hin- und hergerissen zwischen Vaterliebe und seiner Pflicht gegenüber dem Gott, der das kretische Volk bedroht und auf sein Opfer drängt. Als es schließlich zur Zeremonie kommt, ist Idamante bereit, sich vom Vater töten zu lassen, und auch Ilia stellt sich als Opfer zur Verfügung. Daraufhin verzichtet Neptun auf ein Menschenopfer, Idomeneo dankt ab und überlässt die Herrschaft Idamante. Ilia wird seine Gemahlin, Elettra verflucht ihr Geschick, das Volk dankt dem Gott und huldigt dem neuen König.

© W. Hösl


Zur Inszenierung
 

Spätestens seitdem sie auf der Biennale von Venedig den Britischen Pavillon gestaltete, zählt die Bildhauerin Phyllida Barlow zu den renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre monumentalen Skulpturen aus groben Alltagsmaterialien scheinen einem Zwischenraum zwischen Zivilisation und Natur entsprungen und erzählen gleichzeitig von Zerstörung wie von der Utopie des Neuanfangs. So ist es nur folgerichtig, dass sie nun ausgerechnet für Idomeneo erstmals das Bühnenbild einer Opernproduktion entworfen hat. Inspirieren ließ sich die an der britischen Nordküste aufgewachsene Künstlerin dazu von Objekten, in denen sich das Ringen der Küstenbewohner mit dem Meer widerspiegeln: Von Wellenbrechern, die die Gewalt der Wellen abwehren sollen, und von Aussichtsposten, die gewissermaßen einen Blick in die Zukunft ermöglichen, aber auch von Felsbrocken, in denen sich die Beständigkeit von Jahrmillionen mit der Gefahr des Unglücks verbindet.  In der Regie von Antu Romero Nunes wird Idomeneo zu einem bunten Opern-Spektakel, Tanz und Feuer inklusive.