Zurück auf dem Spielplan: „Kannst du pfeifen, Johanna“

„Kannst du pfeifen, Johanna“

Die Kinderoper Kannst du pfeifen, Johanna kehrt zurück auf unseren Spielplan. Die Produktion feierte während der Münchner Operfestspiele 2017 ihre Premiere.

Im Mittelpunkt der Handlung der Kinderoper Kannst du pfeifen, Johanna steht die Freundschaft, die nicht nur zwischen den beiden Jungen, sondern auch zwischen den Generationen entsteht. Die Jungs Ulf und Berra sind Freunde. Weil aber trotzdem immer einer besser sein muss als der andere, gibt Ulf mit seinem Opa an, der Schweinshaxe und Torte isst und Pfeife raucht. Berra, der keinen Opa hat, findet das ungerecht - und so verspricht ihm Ulf, einen Opa für ihn zu finden. Der ist im Altersheim schnell gefunden. Wahl-Großvater Nils reagiert zwar überrascht, lässt sich aber nach kurzem Zögern auf das Spiel ein. Von nun an sind die Drei nicht mehr voneinander zu trennen. Und Nils kann so schön pfeifen! Denn immer, wenn Nils an seine verstorbene Ehefrau denkt, pfeift er die Melodie des alten Schlagers Kannst du pfeifen, Johanna. Berra möchte das auch können und sein neuer Opa zeigt ihm genau, wie’s geht.

Dargestellt wird Großvater Nils von Ralf Lukas. Die Gesangspartien der Kinder übernehmen Maximilian Krummen und Joshua Owen Mills. Kannst du pfeifen, Johanna kommt zudem mit nur sechs Musikern aus, die ihren Instrumenten die verschiedensten Klänge entlocken. So hört man einen Tango neben einem Walzer anklingen sowie den Schlager Kannst du pfeifen, Johanna neben Alltagsgeräuschen. Gerade durch die Orchestrierung wird den Personen der Oper Charakter verliehen: Der Kontrabass (Symbol für den Großvater Nils) und die Klarinette (Symbol für die Jungs) stehen für harmonierende Kontraste. In der Inszenierung von Lukas Kos wird der Musik ein besonderer Platz verschafft. Durch das Herausheben der Musiker auf ein Podest und das Sichtbar-Machen des Musizierens hat der Zuschauer die Möglichkeit, noch näher bei der Klanggestaltung dabei zu sein.