Opernstudio bringt zwei Einakter zur Aufführung: MAVRA/IOLANTA

Am 15. April feierte die Opernstudio-Neuproduktion im Cuvilliés-Theater Premiere. Unter der Regie von Axel Ranisch kommen die zwei Einakter Mavra von Igor Strawinsky und Iolanta von Peter I. Tschaikowsky zur Aufführung. Die musikalische Leitung übernimmt die Dirigentin Alevtina Ioffe. Seit zwölf Jahren fördert die Bayerische Staatsoper mit dem Opernstudio hochtalentierte junge Sänger und bereitet diese auf eine Karriere als Opernsänger vor. Jede Saison erarbeitet das Studio eine eigene Opernproduktion. In den vergangenen Spielzeiten waren dies unter anderem Werke wie Benjamin Brittens Albert Herring (2016), Gian Carlo Menottis The Consul (2017) und im letzten Jahr die beiden Einakter Der Diktator von Ernst Krenek und Der zerbrochene Krug von Victor Ullmann. Die beiden Hauptpartien der jeweiligen Oper übernehmen die Sopranistinnen Mirjam Mesak und Anna El-Khashem.

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Axel Ranisch, der zuletzt die Festspielpremiere Orlando Paladino inszenierte, präsentiert einen ungewöhnlichen Zugriff auf die beiden selten gespielten Werke: Aus Mavra und Iolanta wird Mavra/Iolanta: Eine Produktion, die beide Werke verbindet. Dabei wird Tschaikowskys romantische Oper ebenso vollständig gespielt wie Strawinskys komische Puschkin-Dramatisierung. Indem Axel Ranisch die beiden Geschichten in Zusammenhang setzt, zeigt er aber auch eine ganz neue Lesart beider Stoffe.
Strawinsky greift in dem Einakter Mavra die Tradition des italienisch-russischen Belcanto auf, dessen stilistische Höhe aber von den banalen Vorgängen der Handlung unterlaufen wird und damit in Anführungszeichen gesetzt ist. Die Oper Iolanta ist das letzte Werk Tschaikowskys, mit dem er nach Pique Dame sein Können nochmals unter Beweis stellte. Erfahren Sie mehr zu den einzelnen Werken in unserem obigen Opernsteckbrief.

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