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Spätkonzert zwischen semikonzertant und halbszenisch. Neue und neueste Musik trifft auf einen Raum, der selbst schon Inszenierung ist.

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Mauricio Kagel 1931–2008
Match für drei Spieler

Ellen Reid *1983
Stellar Remnants für Violoncello und Elektronik (Europäische Erstaufführung)

Benjamin Britten 1913–1976
Suite für Violoncello solo Nr. 3

In zwei Spätkonzerten trifft neue und neueste Musik auf einen Raum, der selbst schon Inszenierung ist – in einer Aufführung zwischen semikonzertant und halbszenisch, rund eine Stunde lang. Match geht laut Kagel angeblich auf einen Traum zurück: Im Schlaf sei ihm alles, bis ins Detail, erschienen, und das gleich in drei Nächten hintereinander … Die beiden Streicher liefern sich ein fulminantes „Battle“, bei dem der dritte im Bunde mit seinem Schlagzeug mal Spielleiter, mal Schiedsrichter ist und sich immer wieder einmischt. Ständig ändert sich der Spielstand, Grund genug, das Stück an diesem Abend zweimal zu erleben. Zwischendurch punkten die beiden Cellisten jeder für sich allein. Benjamin Britten erzählt in seiner dritten Suite für Violoncello von den vielfältigen Beziehungen, die uns mit der Vergangenheit verknüpfen, und verweist mit Zitaten russischer Musik auf die damalige Spaltung der Welt in Ost und West: ein Panoptikum der Welt in neun leidenschaftlichen Sätzen. Ellen Reid, eine junge Komponistin und Klangkünstlerin aus Kalifornien, schreibt Musik, die stark vom Theater beeinflusst ist. Stellar Remnants („Stellare Überbleibsel“) wurde Anfang 2017 von Johannes Moser beim Laguna Beach Music Festival uraufgeführt und wird nun erstmals in Europa gespielt.

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