Presseinformation: Virus der Humanität, Solstices // „Bluthaus" und „Thomas" // 6. Akademiekonzert: Vladimir Jurowski Am 23. & 24. Mai 2022

PREMIEREN „BLUTHAUS" UND „THOMAS" AM 21. & 23. MAI 2022
Am Samstag, 21. Mai 2022, 20 Uhr, kommt die erste Neuproduktion des Ja, Mai Festivals Bluthaus von Georg Friedrich Haas im Cuvilliés-Theater zur Premiere. Unmittelbar zwei Tage später findet am Montag, 23. Mai 2022, 20 Uhr, die Premiere der zweiten Oper Thomas von Georg Friedrich Haas statt. Im Sinne der Grundidee des neuen Festivals zur Öffnung des Hauses, findet die Premiere im Utopia, der ehemaligen Reithalle in München, statt.
 
KONZERT: VIRUS DER HUMANITÄT AM 20. MAI 2022
Das Konzert: Virus der Humanität am Freitag, 20. Mai 2022, 20 Uhr, gibt neben einer Führung durch die private Kunstsammlung von Stefan Vilsmeier, CEO der Brainlab AG, außerdem Interessierten die Möglichkeit, einem Vortrag von Georg Friedrich Haas beizuwohnen. Das Bayerische Staatsorchester lässt im Rahmen des Konzerts zwei Werke des Komponisten erklingen.
 
SOLSTICES AM 22. MAI 2022
Am Sonntag, 22. Mai 2022, 20 Uhr, spielt das Ensemble Riot das Werk Solstices im Münchner Volkstheater. Das Werk von Georg Friedrich Haas erklingt in vollkommener Dunkelheit.
 
6. AKADEMIZEKONZERT MIT GENERALMUSIKDIREKTOR VLADIMIR JUROWSKI AM 23. UND 24. MAI 2022
An zwei Abenden steht Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski im Rahmen des letzten Akademiekonzerts in der Spielzeit 2021–22 am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Der erste Teil des 6.  Akademiekonzerts ist Krzysztof Penderecki, dem Komponisten der ersten Premiere der Münchner Opernfestspiele 2022 Die Teufel von Loudun, gewidmet. Solocellist Jakob Spahn ist in Pendereckis zweiten Violoncellokonzert zu erleben. Im weiteren Verlauf des Abends erklingt zudem Strawinskys Petruschka in der kompletten Ballettfassung.
 
„LES TROYENS" IM MAI AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER
Die jüngste Premiere von Hectior Berlioz' Les Troyens ist im Mai 2022 an vier weiteren Abenden zu erleben.

PREMIERE „BLUTHAUS" AM 21. MAI 2022 IM CUVILLIÉS-THEATER

Am Samstag, 21. Mai 2022, 20 Uhr, feiert Bluthaus, die Oper von Georg Friedrich Haas, im Cuvilliés-Theater Premiere.
 
Regisseur Claus Guth bringt die erste Zusammenarbeit von Komponist Georg Friedrich Haas und Dramatiker Händl Klaus auf die Bühne des Cuvilliés-Theaters. Guth verbindet die Oper mit Auszügen aus Monteverdis Lamento della ninfa und Il Ballo delle ingrate und entwickelt gemeinsam mit der Dramaturgin Yvonne Gebauer sowie Bühnenbildner Etienne Pluss die Inszenierung.
Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Titus Engel. In der Partie der Nadja ist Vera-Lotte Boecker zu erleben.
 
Bluthaus erzählt die Geschichte von Nadja, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen möchte. Sie versucht ihr Elternhaus zu verkaufen. Die Verhandlungen werden übertönt von den Erinnerungen an den Missbrauch durch den Vater.

BESETZUNG

TERMINE

PREMIERE „THOMAS“ AM 23. MAI 2022 IM UTOPIA

Die Premierenvorstellung von Georg Friedrich Haas' Thomas findet am Montag, 23. Mai 2022, 20 Uhr, statt. Die Oper wird im Utopia (ehemals Reithalle) aufgeführt.
 
Anna-Sophie Mahler inszeniert das Werk. Sie verbindet die Komposition von Georg Friedrich Haas mit Auszügen aus Claudio Monteverdis Madrigal Lamento d’Arianna. Alexandre Bloch leitet die Neuproduktion musikalisch. In der Partie von Thomas ist Holger Falk zu erleben und Konstantin Krimmel verkörpert Matthias, seinen sterbenden Geliebten.
 
Thomas beginnt mit den letzten Atemzügen von Matthias. Thomas findet sich in einem Prozess des Abschiednehmens und der Trauer um seinen geliebten Freund wieder. Dieser wird begleitet von medizinischen, bestatterischen und bürokratischen Vorgängen. Der gesamte Raum wird in der Inszenierung von Anna-Sophie Mahler zum atmendenden Körper des Sterbenden. Das Publikum wird Teil einer surrealen Welt an der Grenze zwischen Leben und Tod.

BESETZUNG

TERMINE

KONZERT: VIRUS DER HUMANITÄT AM 20. MAI 2022

Am Freitag, 20. Mai 2022, 20 Uhr, findet das Konzert: Virus der Humanität im Brainlab in München statt.

Neben den beiden Premieren der Opern Bluthaus und Thomas von Georg Friedrich Haas, dreht sich das weitere Festivalprogramm thematisch um seine Arbeiten. Für den Künstler ist es essentiell, mit seinen Projekten und Kompositionen den Menschen direkt zu ergreifen, zu bewegen und zum Nachdenken und Nachfühlen anzuregen. Er möchte verhindern, dass seine zeitgenössischen Kompositionen sich in intellektuellen Debatten verlieren.
 
Georg Friedrich Haas wird einen Vortrag mit dem Titel „Ich will das Virus der Humanität verbreiten“ halten. Es handelt von seinem Umgang mit zeitgenössischer Musik, deren Notwendigkeit und dem Sinn von zeitgenössischer Kunst im Allgemeinen.
 
Die kammermusikalischen Werke I can't breathe (2015) und Tria ex uno (2002) untermalen dies musikalisch. Der Trauergesang I can’t breathe wurde in Gedenken an den Tod des Afroamerikaners Eric Garner beim gewaltsamen Anlegen von Handschellen durch Polizisten komponiert. tria ex uno bezieht sich auf einen Satz von Josquin Desprez' (Agnus Dei II aus der Missa L’homme armé super voces musicales). In drei Schritten stellt Haas Beziehungen seiner Musiksprache zu den Satztechniken Josquins her, indem er die ursprüngliche musikalische Konstruktion in seine klangliche Interpretiation miteinbezieht.
 
Komplettiert wird der Abend durch eine Besichtigung der privaten Kunstsammlung von Stefan Vilsmeier, CEO der Brainlab AG. Er legt den Fokus in seiner Auswahl auf zeitgenössische afro-amerikanische Kunst.
 
 
PROGRAMM
 
18.30 Uhr Empfang im Tower Brainlab (Riem)
 
19.00 Uhr Führung durch die Kunstsammlung von Stefan Vilsmeier, CEO von Brainlab
 
20.00 Uhr Georg Friedrich Haas
I can’t breathe für Trompete (2015)
tria ex uno, Sextett für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Violoncello (2002)
 
BESETZUNG
 
Johannes Moritz – Trompete
Christoph Bachhuber – Flöte
Andreas Schablas – Klarinette
David Schultheiß – Violine
Yves Savary – Violoncello
Carlos Vera Larrucea – Schlagzeug
Jean-Pierre Collot – Klavier

SOLSTICES AM 22. MAI 2022

Das in London ansässige Ensemble Riot, das 2020 den Ernst von Siemens-Ensemblepreis erhalten und zahlreiche innovative Konzertformate in den letzten Jahren realisiert hat, präsentiert das Werk Solstices im Münchner Volkstheater. Das Werk von Georg Friedrich Haas erklingt am Sonntag, 22. Mai 2022, 20 Uhr als Teil des Ja, Mai Festivalprogramms.
 
In seinem 2018 komponierten Werk Solstices führt Georg Friedrich Haas seine, in den Kompositionen Adolf Wölfli, in vain und Koma – neben Thomas und Bluthaus der dritten Oper der Schwetzinger Trilogie – sowie in seinem 3. Streichquartett begonnene Auseinandersetzung mit den vielfältigen, überraschenden Facetten des Musizierens und gemeinsamen Musikerlebens im Dunkeln fort. Dunkelheit ist in diesem 75-minütigen Stück keine momenthafte Abwesenheit von Licht, sondern wird zum eigentlichen Zentrum der Komposition, die vollständig in kompletter Finsternis gespielt wird und intensive Hörerfahrungen sowie Sinnesabenteuer möglich macht. Thomas Macho, Leiter des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften sowie der Kunstuniversität Linz in Wien, wird vorab aus seinem neuen Essay "Sehen ohne Augen" lesen.
 
 
BESETZUNG
 
Ensemble – Riot Ensemble
Vortrag – Thomas Macho

6. AKADEMIEKONZERT: VLADIMIR JUROWSKI AM 23. & 24. MAI 2022

Am Montag, 23. und am Dienstag, 24. Mai 2022, 20 Uhr, gibt das Bayerische Staatsorchester unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski das 6.  Akademiekonzert. Wie die bisherigen Konzertprogramme unter Vladimir Jurowski, lehnt sich auch das 6. Akademiekonzert thematisch an die aktuelle Neuproduktion an.
 
Der erste Teil des Konzerts ist eine Hommage an den Komponisten von Die Teufel von Loudun, Krzysztof Penderecki. Penderecki hat nicht nur die Musik seines Landes geprägt, sondern auch über die lange Zeit seines künstlerischen Schaffens eine enorme stilistische Bandbreite entfaltet. Seine Musik reicht von elektronischer Experimentalmusik bis hin zu geistlichen Werken wie der Lukaspassion. Darüber hinaus war er einer der großen Humanisten unserer Zeit. Während er an seiner Oper Die Teufel von Loudun arbeitete, entstand sein erstes Cellokonzert.
Im Rahmen des Akademiekonzertes erklingt nun das zweite Violoncellokonzert. Dieses schrieb er ein Jahrzehnt später für den berühmten Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Solocellist des Bayerischen Staatsorchesters, Jakob Spahn, ein ausgewiesener Penderecki-Experte, nimmt sich dieses Werkes an.
 
Im zweiten Teil des Abends präsentiert Vladimir Jurowski Igor Strawinskys Petruschka in der kompletten Ballettfassung. Petruschka ist laut Strawinsky „der ewig unglückliche Held aller Jahrmärkte in allen Ländern“; er präsentiert ihn seinem Publikum als Hauptperson einer ironischen Tragödie. Die Musik über sein Leben und Sterben und seine Wiederauferstehung als Geist ist sowohl ein Wendepunkt in Strawinskys Œuvre als auch ein Spiegel des Menschen in einer sich radikal verändernden Welt. Sergej Diaghilew, der Leiter der Ballets Russes, die das Ballett zur Uraufführung brachten, schrieb darüber, es sei „ein Werk von solch schöpferischer Kraft, dass man sich nichts jenseits davon vorstellen kann“.

TERMINE
 
6. AKADEMIEKONZERT: VLADIMIR JUROWSKI
Mo, 23.5.22, 20.00 Uhr
Di, 24.5.22, 20.00 Uhr
Nationaltheater

PROGRAMM
 
Krzysztof Penderecki (1933–2020)
3 Stücke im alten Stil nach Musik zu dem Film Die Handschrift von Saragossa
 
Krzysztof Penderecki
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2
 
Igor Strawinsky (1882–1971)
Variations „Aldous Huxley in memoriam“
 
Igor Strawinsky
Petruschka. Burleske Szenen in vier Bildern (Originalfassung von 1911)

BESETZUNG
 
Musikalische Leitung – Vladimir Jurowski
Solist – Jakob Spahn
Bayerisches Staatsorchester

„LES TROYENS" AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

Am vergangenen Montag feierte Les Troyens von Hector Berlioz Premiere. Die Inszenierung von Regisseur Christophe Honoré mit Daniele Rustioni am Pult des Bayerischen Staatsorchesters ist im Laufe des Monats Mai an vier weiteren Abenden im Nationaltheater zu erleben. Auch während der Münchner Opernfestspiele 2022 kehrt die Produktion zurück auf den Spielplan. Die zentralen Partien bei den Vorstellungen im Mai singen Gregory Kunde (Énée), Eve-Maud Hubeaux (Cassandre), Sam Carl (Panthée) und Ekaterina Semenchuk (Didon).
 
Hector Berlioz
LES TROYENS
Grand opéra in fünf Akten (1863 / 1879)
Libretto von Hector Berlioz nach Vergil.
 
WEITERE VORSTELLUNGEN
Sa, 14.5.22, 17.00 Uhr
Sa, 21.5.22, 17.00 Uhr
Do, 26.5.22, 17.00 Uhr
So, 29.5.22, 17.00 Uhr
Mi, 6.7.22, 18.00 Uhr
So, 10.7.22, 17.00 Uhr
Nationaltheater

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Kontakt
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Direktor Strategische Kommunikation, Presse
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Sophia Lechner
Managerin Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
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