Der Jahreswechsel mit einem Nussknacker und einem Kriminalroman

Weihnachtsserie von DER NUSSKNACKER

Wenige Ballette sind so genau einer Jahreszeit zuzuordnen wie Der Nussknacker. Auch beim Bayerischen Staatsballett kehrt dieser Klassiker in der Adventszeit zurück ins Repertoire. 1971 von John Neumeier kreiert, feierte das Werk mit einer neuen Bühnenausstattung von Jürgen Rose und einer überarbeiteten Choreographie für Konstanze Vernon als Louise und Heinz Bosl als Günther 1973 seine Münchner Erstaufführung. Seither ist Der Nussknacker mit bisher rund 160 Vorstellungen wiederkehrender Bestandteil des Münchner Spielplans.
Wie schon in der Originalversion von Marius Petipa verwendet John Neumeier die Musik von Peter I. Tschaikowsky. Inhaltlich dekonstruiert er jedoch die auf E.T.A. Hoffmanns Weihnachtsmärchen Nussknacker und Mausekönig basierende Vorlage. Anstelle der Weihnachtsgeschichte inszeniert er eine Hommage an den großen Meister des klassischen Balletts: Marius Petipa. In Neumeiers Adaption feiert Marie ihren zwölften Geburtstag und bekommt von ihrem Onkel Drosselmeier ein Paar Spitzenschuhe und vom Kadetten Günther einen Nussknacker geschenkt. An diesem Tag, der die Schwelle zum Erwachsensein markiert, verliebt sich Marie gleich zweimal: zum einen in Günther, zum anderen aber auch in die unbekannte Ballett- und Theaterwelt, durch die sie im Traum von Drosselmeier begleitet wird.

Kevin Haigen, Ballettmeister beim Hamburg Ballett und John Neumeiers langjähriger Assistent, hat mit den Principals des Bayerischen Staatsballetts die Hauptpartien einstudiert. In der Rolle der Marie ist zunächst Gasttänzerin Nancy Osbaldeston vom Royal Ballet of Flanders zu erleben (15./17.12.), bevor sich die junge Corps-de-ballet-Tänzerin Tomoka Kawazoe (18.12.) und Principal Maria Baranova (20.12.) erstmals als Marie dem Publikum präsentieren. Alexander Popov und Denis Vieira verkörpern den Onkel Drosselmeier und Yonah Acosta, Emilio Pavan und Osiel Gouneo teilen sich die Rolle des Günther. Maries große Schwester Louise stellen im Wechsel Prisca Zeisel, Laurretta Summerscales und Virna Toppi dar.

Termine:

Sonntag, 15. Dezember 2019, 19:00 Uhr
Dienstag, 17. Dezember 2019, 19:00 Uhr
Mittwoch, 18. Dezember 2019, 11:00 Uhr, Schulvorstellung
Freitag, 20. Dezember, 2019, 19:30 Uhr
Montag, 23. Dezember 2019, 19:30 Uhr
Mittwoch, 25. Dezember 2019, 18:00 Uhr
Sonntag, 29. Dezember 2019, 15:00 und 19:30 Uhr
Donnerstag, 2. Januar 2020, 19:30 Uhr
 

Das Programm zum Jahresauftakt 2020

Zu Beginn des Jahres 2020 gibt es ein Wiedersehen mit den zeitgenössischen Choreographien aus À Jour, die im Sommer 2019 erfolgreich bei den Münchner Opernfestspielen Premiere gefeiert hatten. Erstmals übernimmt Ballettdirektor Igor Zelensky somit die im Rahmen von À Jour für das Staatsballett-Ensemble choreographierten Werke ins Repertoire. Ab dem 10. Januar 2020 im Prinzregententheater erneut zu sehen: das neoklassische Werk Der Tod und das Mädchen von Edwaard Liang auf Franz Schuberts gleichnamiges Streichquartett sowie Sergei Polunin in Sacré von Choreographin Yuka Oishi auf Igor Strawinskys Monumentalwerk Le Sacre du Printemps. Andrey Kaydanovskiy wird sein Kriminal-Ballett Cecil Hotel mit teilweise neuer Besetzung präsentieren und probt derzeit mit Elvina Ibraimova die Rolle der Prostituierten und mit Ariel Merkuri die Rolle des Jack.
Der Februar bringt ein Wiedersehen mit John Neumeiers Die Kameliendame. Seit der Stuttgarter Uraufführung 1978 gehört die Titelpartie zu den begehrtesten Rollen des dramatischen Repertoires. In der Vorstellungsserie zu Beginn kommenden Jahres werden unter anderem Virna Toppi als Margerite Gautier und Emilio Pavan als Armand zu erleben sein.

Termine

À Jour – Zeitgenössische Choreographien 2019

Freitag, 10. Januar 2020, 19:30 Uhr, Prinzregententheater
Samstag, 11. Januar 2020, 19:30 Uhr, Prinzregententheater
Sonntag, 12. Januar 2020, 19:30 Uhr, Prinzregententheater

Die Kameliendame

Mittwoch, 5. Februar, 19:30 Uhr
Freitag, 14. Februar 2020, 19:30 Uhr
Sonntag, 1. März 2020, 19:00
Dienstag, 3. März 2020, 19:30 Uhr