Die Spielzeit 2019/20 beim Bayerischen Staatsballett

Die Saison 2019/20 beim Bayerischen Staatsballett

Gemeinsam mit Intendant Nikolaus Bachler hat Ballettdirektor Igor Zelensky das Programm für die Spielzeit 2019/20 bekannt gegeben. Insgesamt stehen in der nächsten Saison zwölf Ballett-Produktionen auf dem Spielplan. Im Oktober 2019 bringt das Bayerische Staatsballett mit Coppélia zum ersten Mal ein Werk von Roland Petit auf die Bühne. Die Ballettfestwoche im Mai 2020 eröffnet mit einem dreiteiligen Abend und unter anderem einer Uraufführung von David Dawson. Zur Festspielzeit folgt im Sommer 2020 eine neue Ausgabe von À Jour – Zeitgenössische Choreographien im Prinzregententheater. Weiterer Höhepunkt ist die Wiederaufnahme von Schwanensee nach rund elfjähriger Pause.

Premieren

Am 20. Oktober 2019 nimmt Ballettdirektor Igor Zelensky erstmals ein Werk des französischen Choreographen Roland Petit ins Repertoire: Seine Coppélia, die er 1975 auf Grundlage von E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann zur Musik von Léo Delibes schuf, gilt nach wie vor als exemplarisch für seine verspielte, oft kokette Bewegungssprache. Im Zentrum des Geschehens steht die automatisierte Holzpuppe Coppélia, die ihr Erfinder Dr. Coppélius zum Leben erwecken möchte. Prompt verliebt sich der eigentlich mit Swanilda verlobte Franz in diese Puppe; die Geschichte nimmt ihren Lauf, doch nach einigem Wirrwarr erkennen alle Beteiligten ihren Irrtum: Swanilda und Franz finden wieder zueinander und Dr. Coppélius erkennt, dass eine Puppe keinen Menschen ersetzen kann und die Suche nach dem „perfekten“ Menschen sowieso zum Scheitern verurteilt ist.

Die zweite Premiere am 23. Mai 2020 bildet den Auftakt zur Ballettfestwoche, die somit einen Monat später als gewöhnlich stattfindet: Der dreiteilige moderne Abend Ratmansky/Dawson/N.N. präsentiert unter anderem eine Uraufführung des britischen Choreographen David Dawson. Er wird mit dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts eine zeitgenössische Kreation zu Affairs of the Heart, einem Konzert für Violine und Streicher von Marjan Mozetich erarbeiten. Außerdem steht Alexei Ratmanskys neoklassische Choreographie Bilder einer Ausstellung zur berühmten Komposition von Modest Mussorgsky auf dem Programm. Das dritte Werk dieses Triple Bills wird bis zum Beginn der kommenden Spielzeit bekannt gegeben.

Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele stehen ab 11. Juli 2020 bei À Jour - Zeitgenössische Choreographien im Prinzregententheater wie gewohnt junge, aufstrebende Künstler im Rampenlicht, die gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts an Neukreationen arbeiten.

Wiederaufnahme und Repertoire

Neben den drei Premieren feiert das Bayerische Staatsballett in der nächsten Saison die Wiederaufnahme eines der größten Klassiker der Ballettgeschichte: Nach elfjähriger Pause kehrt im März 2020 Ray Barras, auf Petipas / Iwanows Originalchoreographie basierende Version von Schwanensee auf die Bühne des Nationaltheaters zurück. Eröffnet wird die Saison 2019/20 im September mit George Balanchines Jewels, der Premiere der vergangenen Spielzeit. Nach Serien von Christian Spucks Anna Karenina und Christopher Wheeldons Alice im Wunderland steht in der Weihnachtszeit Der Nussknacker von John Neumeier wieder auf dem Programm. Im Januar 2020 werden dann die bei den Opernfestspielen 2019 uraufgeführten Werke von À Jour – Zeitgenössische Choreographien im Prinzregententheater gezeigt. Des Weiteren auf dem Programm 2019/20 stehen John Neumeiers Die Kameliendame, das Portrait Wayne McGregor und Yuri Grigorovichs Spartacus.

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