Rückblick Ballettfestwoche 2019 und Ausblick auf À JOUR

 
Mit Christian Spucks Anna Karenina beendete das Bayerische Staatsballett am Gründonnerstag erfolgreich die Ballettfestwoche 2019. Vom 11. bis 18. April tanzte die Compagnie in acht verschiedenen Produktionen. Knapp 15.000 Zuschauer besuchten die Ballettvorstellungen, die durchschnittliche Auslastung lag damit erneut bei knapp 97 Prozent.
Nun beginnt die Compagnie mit den Proben zu À Jour – Zeitgenössische Choreographien. Die Werkschau junger Choreographen zeigt Stücke von Andrey Kaydanovskiy (Österreich), Edwaard Liang (USA) und Yuka Oishi (Japan) im Prinzregententheater.

Rückblick: Die Ballettfestwoche 2019

Der Dreiteiler Jewels von George Balanchine bildete den Auftakt zur Ballettfestwoche 2019. In diesem neoklassischen Werk präsentierten sich neben dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts die international gefeierten Gäste Ashley Bouder vom New York City Ballett und Alina Somova und Vladimir Shklyarov vom Mariinsky Theater. Via Live-Stream verfolgten weltweit knapp 53.000 Zuschauer die Vorstellung auf STAATSOPER.TV, davon 12.000 live und 41.000 am Folgetag on demand.
Zu den weiteren Gästen der Ballettfestwoche zählten in John Neumeiers Die Kameliendame Anna Laudere und Edvin Revazov vom Hamburg Ballett. Erstmalig trat David Hallberg vom American Ballet Theatre an der Seite von Royal Ballet-Principal Natalia Osipova in der Titelpartie von John Crankos Onegin auf.
Auf dem Programm standen zudem Repertoire-Vorstellungen von Der Widerspenstigen Zähmung, Spartacus, Alice im Wunderland, Portrait Wayne McGregor und Anna Karenina. In acht Tagen besuchten knapp 15.000 Zuschauer die Aufführungen im Nationaltheater.
Ballettdirektor Igor Zelensky beendete die Ballettfestwoche 2019 damit erneut mit einer Auslastung von rund 97 Prozent.

Probenbeginn zu À JOUR – Zeitgenössische Choreographien

Unmittelbar nach Ende der Ballettfestwoche beginnen nun die Proben zu À Jour – Zeitgenössische Choreographien. Das bisher unter dem Titel Junge Choreographenbekannte Format zeigt Werke von Künstlern, die – entsprechend dem Namen À Jour - gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern neue, aktuelle Stücke kreieren. In diesem Jahr kreisen die Themen um das vielseitig definierbare Verhältnis zwischen Tanz, Tod und Ekstase:
Nach 2017 zum zweiten Mal mit dabei ist der Wahl-Wiener Andrey Kaydanovskiy, der in seinem Kriminalballett Cecil Hotel die berüchtigte Mordgeschichte im gleichnamigen Hotel in Los Angeles spannungsgeladen in Tanz umsetzt. Eine ganz andere Bewegungssprache offeriert der Choreograph und künstlerische Leiter des BalletMet in Ohio, Edwaard Liang. Er wird sich in seiner Kreation zum zweiten Satz aus Franz Schuberts Streichquartett Der Tod und das Mädchen auf neoklassischen Wegen seinem Sujet nähern.
Die japanische Choreographin Yuka Oishi fokussiert in Sacré zu Igor Strawinskys Monumentalwerk Le sacre du printemps wiederum das Übernatürliche, Übersinnliche. Das 2018 als Hommage an den berühmten Tänzer Vaslav Nijinsky konzipierte Tanzsolo wurde Sergei Polunin auf den Leib choreographiert, der dieses tanz-ekstatische Opfer auch in München interpretieren wird. Die Premiere von À Jour – Zeitgenössische Choreographien ist am 28. Juni 2019 im Prinzregententheater.