Zurück im Ballettsaal

Staatsballett zurück im Ballettsaal

Die Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Staatsballetts haben die improvisierten Ballettstangen des home trainings gegen die großen Ballettstudios eingetauscht und trainieren ab sofort wieder im Probengebäude am Platzl 7. Die 60-minütigen Trainingseinheiten finden über den Tag verteilt in festgelegten kleinen Gruppen statt und folgen einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept. Auch die Nutzung von Pilates- und Fitnessraum ist den Ensemblemitgliedern unter entsprechenden Auflagen wieder erlaubt. „Ich freue mich sehr, dass wir nun die Erlaubnis haben, das tägliche Training vor Ort wieder aufzunehmen. Wir hoffen auf weitere positive Entwicklungen, so dass wir uns in naher Zukunft unserer Lieblingssache widmen können, nämlich dem Ballett“, so Staatsballettdirektor Igor Zelensky.

9. Montagskonzert mit Auszügen aus Don Quixote

Am 1. Juni wirken erneut Solisten des Staatsballetts am inzwischen 9. Montagskonzert mit und präsentieren sich auf staatsoper.tv mit Variationen und Pas de deux aus Don Quixote nach Marius Petipa: Die Italienerin Virna Toppi, seit September 2019 Erste Solistin im Münchner Ensemble, tanzt ein Solo der Kitri aus dem 1. Akt während das Ehepaar Laurretta Summerscales und Yonah Acosta ihr spanisches Feuer im Hochzeits-Pas de Deux des 2. Aktes zum Ausdruck bringen.

Des Weiteren am Pfingstmontag auf der Bühne steht der Bass Günther Groissböck, der in Begleitung von Gerold Huber am Flügel in einem 45-minütigen Recital Werke von Peter I. Tschaikowsky und Sergej W. Rachmaninow interpretieren wird. Ein Streichquartett des Bayerischen Staatsorchesters spielt als dritten Programmpunkt Eine kleine Nachtmusik von Wolfgang Amadeus Mozart und die Nachtstücke von Friedrich Cerha.

Ab dem 4. Juni, 12.00 Uhr ist das Konzert für zwei Wochen als Video-on-Demand verfügbar. Das komplette Programm des 9. Montagskonzerts finden Sie hier

Auch am Montagskonzert der darauffolgenden Woche beteiligen sich die Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Staatsballetts und tanzen Auszüge aus Borderlands und Kairos aus dem Triple Bill Portrait Wayne McGregor.

Streifzüge am Mittwoch II mit Tango-Premiere

Mit dem neuen Format der Streifzüge am Mittwoch begrüßt die Staatsoper ab sofort wieder Publikum im Nationaltheater. 20 Zuschauer entdecken unter Einhaltung strenger Hygiene-Vorgaben bei einem kammermusikalischen Programm ungewöhnliche, sonst für Gäste nicht zugängliche Orte des Opernhauses. Die Streifzüge am 3. Juni führen das Publikum in den Ballettsaal des Nationaltheaters und verbinden unter dem Titel Tango between us in einer rund 40-minütigen Darbietung musikalische Auszüge aus Astor Piazzolas Tango Oblivion und seinen Vier Jahreszeiten mit einer choreographischen Uraufführung:
Die beiden Staatsballetttänzer Carollina Bastos und Ariel Merkuri, auch im „normalen“ Leben ein Paar, präsentieren ein für sie choreographiertes Duo im Stile des Tango.

Der freie Choreograph Maged Mohamed, der Ballettfreunden bereits von seiner Arbeit Der kleine Prinz (2017) bekannt ist, erarbeitet mit den beiden Ensemblemitgliedern eine Interpretation des Tangos, die dem Prinzip des „Social Distancing“ Rechnung trägt: „Am Anfang tanzt das Paar getrennt voneinander. Dabei stelle ich die Frage, was es für einen Künstler und die künstlerische Arbeit bedeutet, Abstand halten zu müssen. Im Laufe der Choreographie nähern sich die beiden einander an, erst ganz zum Schluss gibt es wieder Körperkontakt. So zeigen wir auch: Die Tänzer sind zurück, wir proben, es geht wieder los“, erklärt der Choreograph. Anstelle von Paartanzschuhen tragen die Tänzer Schläppchen und Spitzenschuhe, das Bewegungsvokabular ist vom Tango inspiriert, bleibt aber klassisch-modern. Das kammermusikalische Programm bestreiten dabei Massimiliano Murrali am Flügel, Anja Fabricius am Cello und Susanne Gargerle an der Violine.

Streifzüge am Mittwoch
Mi, 3. Juni 2020, 18.30 und 20.00 Uhr
Ballettsaal des Nationaltheaters