Junior Company

Bayerisches Staatsballett II / Junior Company (Foto Charles Tandy)
Bayerisches Staatsballett II / Junior Company (Foto Charles Tandy)

Nur wer wagt, gewinnt! hatten wir die ersten Spielzeiten überschrieben. Inzwischen ist die Junior Company den Kinderschuhen längst entwachsen und trotz der Jugend ihrer Mitglieder ein professionelles Ensemble, das weltweit gastiert, die deutschen Bühnen betanzt und ein vielfältiges Repertoire erarbeitet. Seit 2010 besteht die Junior Company als Kooperation des Bayerischen Staatsballetts, der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München und der Heinz-Bosl-Stiftung.

Das junge Ensemble hat sich in den fast sieben Jahren seines Bestehens ein breites Repertoire aus klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Balletten aufgebaut, das in dieser Spielzeit von Petipa über Balanchine bis zu Davide Bombana reicht, vom Modern Dance im Stile Nacho Duatos und Richard Siegals bis zu Werken junger Choreographen aus dem eigenen Ensemble, wie Dustin Klein. Daneben steht eines der erfolgreichsten Ballette, Erbe der klassischen Moderne, Oskar Schlemmers legendäres Triadisches Ballett in der Fassung von Gerhard Bohner (1977), eine von der KSB geförderte Koproduktion mit der Akademie der Künste, Berlin, die die wundervollen Kostüme 40 Jahre in ihrem Fundus aufbewahrte.

Nach Auftritten in Israel, Italien, Tschechien und Spanien gehen 2016/17 Tourneen der Junioren durch verschiedene Städte Deutschlands, zum THINK BIG! #5 Festival in München, sowie zum Hong Kong Arts Festival. 

"Temperament auf 32 Beinen", titelte eine Kritikerin sehr treffend - Sie dürfen sich also freuen auf die nächsten Vorstellungen der 16 jungen Hoffnungsträger, die alle zwei Jahre in dieses Junior-Ensemble eintreten und sich ihre ersten künstlerischen Sporen verdienen. Die Mitglieder der Junior Company bekommen neben ihren Tourneen eine Exzellenzausbildung in München durch hervorragende internationale Pädagogen und Trainer, sammeln Erfahrungen im großen Ensemble des Bayerischen Staatsballetts, erlernen unterschiedliche Gruppen- und Solopartien, studieren wichtige Ballette aus dem weltweiten Kanon ein und kreieren mit zeitgenössischen Choreographen neue Werke, mit denen sie dann um die Welt reisen. Danach sind sie reif für ein Profi-Engagement und das finden sie in der Regel - wenn nicht in München, dann in anderen namhaften Ensembles!

Ivan Liška
Vorstandsvorsitzender der Heinz-Bosl-Stiftung