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Choreographie Christopher Wheeldon · Komponist Joby Talbot · Nicholas Wright

  • Partner des Bayerischen Staatsballetts

  • Koproduktion mit dem National Ballet of Canada beim Royal Ballet im Royal Opera House, London

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Myron Romanul
Choreographie
Christopher Wheeldon
Bühne und Kostüme
Bob Crowley
Libretto
Nicholas Wright
Licht
Natasha Katz
Musik
Joby Talbot
Projektionen
Gemma Carrington, Jon Driscoll
Original Sounddesign
Andrew Bruce
Puppenkonzept und –design
Toby Olié
Magic Consultant
Paul Kieve

Alice
N.N.
Carroll / weißes Kaninchen
N.N.
Jack / Herzbube
N.N.
Mutter / Herzkönigin
N.N.
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Christopher Wheeldons Alice im Wunderland wurde 2011 als Explosion von Farbe, Bühnenmagie und choreographischem Einfallsreichtum in London uraufgeführt. Als erstes abendfüllendes Werk beim Royal Ballet nach fast 20 Jahren, wurde es sofort ein Hit, der bis heute das Haus zum Toben bringt– das Musical unter den zeitgenössischen Balletten. Joby Talbots Musik kombiniert zeitgenössische Klangwelten mit Melodien, die an das klassische Ballett des 19. Jahrhunderts erinnern, witzig, schnell und tänzerisch. Bob Crowleys ausgelassen einfallsreiche Bühnen-Fantasiewelten, Kostüme, Puppen und Projektionen lassen die Vorstellung vom Wunderland wundervolle Wirklichkeit werden.

Alice, deren Mutter den Dichter zum Tee geladen hat, verschwindet ganz plötzlich in eine Traumwelt hinter der Wirklichkeit. Sie begegnet auf ihren Abenteuern einer ganzen Reihe von seltsamen Charakteren: Der berühmten Herzkönigin, die eine urkomische Variante des Rosen-Adagios aus Dornröschen zum Besten gibt, aber auch tanzenden Spielkarten, einer biegsamen Raupe und dem steppenden verrückten Hutmacher. Als Höhepunkt tanzen Alice und der Herzbube einen zarten Liebes Pas de deux von atemberaubender Schönheit.

Daneben finden sich die bekannt boshaften Charaktere und gruseligen Orte, die der Geschichte den richtigen Drive geben und in der berühmten Kindergeschichte von Lewis Carroll und in Wheeldons Ballett so richtig ihr Unwesen treiben: Eine alptraumhafte Küche, eine auf unheimliche Weise körperlose Grinsekatze und die verrückte Tee-Party.

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1. Akt
Freunde und Nachbarn, darunter der Mathematiklehrer Lewis Carroll, sind bei Alices Eltern zum Tee geladen. Jack, der Sohn des Gärtners und ebenfalls anwesend, schenkt Alice eine rote Rose. Zum Dank reicht sie ihm ein Obsttörtchen. Alices Mutter bezichtigt daraufhin Jack des Diebstahls und schickt ihn fort. Um den entstandenen Trubel beizulegen, macht Carroll ein Foto der Gesellschaft. Er kommt hinter der Kamera - zu Alices Überraschung - aber als weißes Kaninchen wieder hervor. Das Kaninchen beugt sich in seine Kameratasche und verschwindet darin. Getrieben von ihrer Neugier tut Alice es ihm gleich, blickt in die Tasche und fällt tief durch eine wilde Spirale bis sie in einem geheimnisvollen Korridor mit unzähligen Türen landet. So beginnt eine abenteuerliche Reise durch das Wunderland.

2. Akt
Begleitet von einer geheimnisvollen Grinsekatze, die schelmisch um Alice herumschleicht, landet sie beim verrückten, teeliebenden Hutmacher auf dessen Teeparty. Der Herzbube, den sie sofort als Gärtnerssohn Jack erkennt, läuft ihr plötzlich über den Weg. Er ist auf der Flucht vor den Schergen der Königin, weil er ein Obsttörtchen gestohlen haben soll. Bevor Alice einen Blick erhaschen erhaschen kann, wird sie vom weißen Kaninchen weiter durch das Wunderland geführt.

3. Akt
Im Garten der Herzkönigin nimmt Alice sofort den durchdringenden Hass wahr, den die Herrscherin all ihren Untertanen entgegenbringt. Alice und das weiße Kaninchen verstecken deshalb die verängstigten Diener vor der von Mordlust getriebenen Königin. Der Herzbube schleicht sich ebenfalls in das Versteck, um in Alices Nähe zu sein. Doch die Zweisamkeit wird von der Herzkönigin entdeckt. Sie befiehlt sofort eine Gerichtsverhandlung zur Verurteilung des Diebes. Die Zeugenaussagen sind vergebens, bis Alice die Schuld auf sich nimmt. Die Bewunderung des Hofstaates für Alices selbstlose Tat lässt die Herzkönigin so wütend werden, dass sie versucht die von ihr geforderte Strafe, Kopf ab, mit einer Axt selbst zu vollziehen. Alle Zeugen des Hofstaates, der Herzbube und Alice rennen hin und her auf der Flucht vor der rasenden Königin, ein großes Durcheinander entsteht. Dabei fällt Alice über jemanden, dieser wiederum fällt über einen anderen, bis alle auf dem Boden liegen.

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Biografien

In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von 11 Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra.

Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.

Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgart Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Außerdem ist Myron Romanul seit 1985 musikalischer Direktor des Fairbanks Summer Arts Festivals und erster Gastdirigent des Central Massachusetts Symphony Orchestra sowie seit 1999 Gastdirigent des Staatstheaters in Ankara.

Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen Zähmung, Onegin, Don Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After Dark, Der Nussknacker, Romeo und Julia und La Bayadère. Er übernahm darüber hinaus die musikalische Leitung zahlreicher Premieren wie Die Silberne Rose, Bombana/Simon/Godani und Le Corsaire, Terence Kohlers Helden, Den Abend Der gelbe Klang und Le Sacre du printemps

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