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Choreographie Christopher Wheeldon · Komponist Joby Talbot · Nicholas Wright

Donnerstag, 22. November 2018
19.30 Uhr – 22.25 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 55 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.15 Uhr) · Pause (ca. 20.15 - 20.40 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.40 - 21.10 Uhr) · Pause (ca. 21.10 - 21.35 Uhr) · 3. Akt (ca. 21.35 - 22.20 Uhr)

Preise H

Premiere am 03. April 2017

#BSBalice

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  • Koproduktion mit dem National Ballet of Canada beim Royal Ballet im Royal Opera House, London

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Besetzung

Musikalische Leitung
Tom Seligman
Choreographie
Christopher Wheeldon
Bühne und Kostüme
Bob Crowley
Libretto
Nicholas Wright / Somerset West Ltd.
Licht
Natasha Katz
Musik
Joby Talbot
Projektionen
Jon Driscoll, Gemma Carrington
Original Sounddesign
Andrew Bruce
Puppenkonzept und –design
Toby Olié
Magic Consultant
Paul Kieve

Alice
Maria Chiara Bono
Carroll / weißes Kaninchen
Javier Amo
Jack / Herzbube
Dmitrii Vyskubenko
Mutter / Herzkönigin
Prisca Zeisel
Zauberer / Hutmacher
Jonah Cook
Radscha / Raupe
Henry Grey
Herzogin
Robin Strona
Köchin
Séverine Ferrolier
Lakai 1 / Frosch
Dukin Seo
Lakai 2 / Fisch
Konstantin Ivkin
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Christopher Wheeldons Alice im Wunderland wurde 2011 als Explosion von Farbe, Bühnenmagie und choreographischem Einfallsreichtum in London uraufgeführt. Als erstes abendfüllendes Werk beim Royal Ballet nach fast 20 Jahren, wurde es sofort ein Hit, der bis heute das Haus zum Toben bringt– das Musical unter den zeitgenössischen Balletten. Joby Talbots Musik kombiniert zeitgenössische Klangwelten mit Melodien, die an das klassische Ballett des 19. Jahrhunderts erinnern, witzig, schnell und tänzerisch. Bob Crowleys ausgelassen einfallsreiche Bühnen-Fantasiewelten, Kostüme, Puppen und Projektionen lassen die Vorstellung vom Wunderland wundervolle Wirklichkeit werden.

Alice, deren Mutter den Dichter zum Tee geladen hat, verschwindet ganz plötzlich in eine Traumwelt hinter der Wirklichkeit. Sie begegnet auf ihren Abenteuern einer ganzen Reihe von seltsamen Charakteren: Der berühmten Herzkönigin, die eine urkomische Variante des Rosen-Adagios aus Dornröschen zum Besten gibt, aber auch tanzenden Spielkarten, einer biegsamen Raupe und dem steppenden verrückten Hutmacher. Als Höhepunkt tanzen Alice und der Herzbube einen zarten Liebes Pas de deux von atemberaubender Schönheit.

Daneben finden sich die bekannt boshaften Charaktere und gruseligen Orte, die der Geschichte den richtigen Drive geben und in der berühmten Kindergeschichte von Lewis Carroll und in Wheeldons Ballett so richtig ihr Unwesen treiben: Eine alptraumhafte Küche, eine auf unheimliche Weise körperlose Grinsekatze und die verrückte Tee-Party.

 

1. Akt
Freunde und Nachbarn, darunter der Mathematiklehrer Lewis Carroll, sind bei Alices Eltern zum Tee geladen. Jack, der Sohn des Gärtners und ebenfalls anwesend, schenkt Alice eine rote Rose. Zum Dank reicht sie ihm ein Obsttörtchen. Alices Mutter bezichtigt daraufhin Jack des Diebstahls und schickt ihn fort. Um den entstandenen Trubel beizulegen, macht Carroll ein Foto der Gesellschaft. Er kommt hinter der Kamera - zu Alices Überraschung - aber als weißes Kaninchen wieder hervor. Das Kaninchen beugt sich in seine Kameratasche und verschwindet darin. Getrieben von ihrer Neugier tut Alice es ihm gleich, blickt in die Tasche und fällt tief durch eine wilde Spirale bis sie in einem geheimnisvollen Korridor mit unzähligen Türen landet. So beginnt eine abenteuerliche Reise durch das Wunderland.

2. Akt
Begleitet von einer geheimnisvollen Grinsekatze, die schelmisch um Alice herumschleicht, landet sie beim verrückten, teeliebenden Hutmacher auf dessen Teeparty. Der Herzbube, den sie sofort als Gärtnerssohn Jack erkennt, läuft ihr plötzlich über den Weg. Er ist auf der Flucht vor den Schergen der Königin, weil er ein Obsttörtchen gestohlen haben soll. Bevor Alice einen Blick erhaschen erhaschen kann, wird sie vom weißen Kaninchen weiter durch das Wunderland geführt.

3. Akt
Im Garten der Herzkönigin nimmt Alice sofort den durchdringenden Hass wahr, den die Herrscherin all ihren Untertanen entgegenbringt. Alice und das weiße Kaninchen verstecken deshalb die verängstigten Diener vor der von Mordlust getriebenen Königin. Der Herzbube schleicht sich ebenfalls in das Versteck, um in Alices Nähe zu sein. Doch die Zweisamkeit wird von der Herzkönigin entdeckt. Sie befiehlt sofort eine Gerichtsverhandlung zur Verurteilung des Diebes. Die Zeugenaussagen sind vergebens, bis Alice die Schuld auf sich nimmt. Die Bewunderung des Hofstaates für Alices selbstlose Tat lässt die Herzkönigin so wütend werden, dass sie versucht die von ihr geforderte Strafe, Kopf ab, mit einer Axt selbst zu vollziehen. Alle Zeugen des Hofstaates, der Herzbube und Alice rennen hin und her auf der Flucht vor der rasenden Königin, ein großes Durcheinander entsteht. Dabei fällt Alice über jemanden, dieser wiederum fällt über einen anderen, bis alle auf dem Boden liegen.

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Biografien

Tom Seligman lebt in Berlin und London und beschäftigt sich mit einem breiten Spektrum an Projekten.

Er debütierte 2010 am Royal Opera House, Covent Garden, und wurde seitdem regelmäßig als Dirigent des Royal Ballet eingeladen, u.a. Dornröschen, Coppélia, Don Quijote, Wayne McGregors Chroma und Obsidian Tear, Liam Scarletts Frankenstein und Christopher Wheeldons Alice's Adventures in Wonderland und The Winter's Tale. Seine Vorstellungen von Nussknacker und The Winter's Tale wurden in Kinos der ganzen Welt aufgeführt. Er dirigierte Jewels und Nussknacker für New York City Ballet, The Winter's Tale für das National Ballet of Canada und Dornröschen, Coppélia und La fille mal gardée für Birmingham Royal Ballet. Für das English National Ballet dirigierte er Schwanensee und Romeo und Julia in der Royal Albert Hall und Le Corsaire in China und Singapur. In der Spielzeit 2018-19 gab er Debüts in Brisbane, Amsterdam, München, Dresden und Kopenhagen. 2019-2020 kehrt er nach Covent Garden und an die Dresdener Semperoper zurück.

Er dirigierte Inszenierungen von The Rake's Progress und The Beggar's Opera für Edinburgh Studio Opera, Le nozze di Figaro für Opera East und Die Zauberflöte beim Opernfest Berlin. Weitere Opernaufführungen waren Händels Theodora und Semele, Verdis Un giorno di regno, Janáčeks Das schlaue Füchslein und Jenůfa und Humperdincks Hänsel und Gretel. Er hat regelmäßig mit dem London Symphony Chorus zusammengearbeitet und war Chorleiter des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado bei den BBC Proms 2007. Als Gastchorleiter des Hallé-Chors gewann er 2011 den Gramophone Award für die beste Choraufnahme. Zu den Projekten mit dem BBC Symphony Chorus gehörten Konzerte in der Barbican and Royal Albert Hall, eine Chandos-Aufnahme von Berlioz Roméo et Juliette und „Last Night of the Proms“ 2016.

Zwischen 2008 und 2012 leitete er das Festival ‚Musique-Cordiale‘ in Südfrankreich, und ist seit 2007 Chefdirigent des Kensington Chamber Orchestra. Tom ist außerdem künstlerischer Leiter von Five Senses Music und führt durch interaktive Projekte und Veranstaltungen in London und Berlin ein Publikum aller Altersgruppen näher an Orchester- und Opernmusik heran.

Mit dem Dirigat von Christopher Wheeldons Alice im Wunderland gab Tom Seligman 2018/19 sein Debüt beim Bayerischen Staatsballett.

(Stand: Dezember 2019)

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