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nach einer Erzählung von Alexander Puschkin - 2021

Choreographie Andrey Kaydanovskiy · Komponist Lorenz Dangel | Neuproduktion

Samstag, 08. Mai 2021
19.30 Uhr – 21.25 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 1 Stunden 55 Minuten · 1. Akt (ca. 19.30 - 20.15 Uhr) · Pause (ca. 20.15 - 20.45 Uhr) · 2. Akt (ca. 20.45 - 21.25 Uhr)

Freier Verkauf

Preise H , € 88 / 77 / 63 / 50 / 35 / 23 / 11 / 8

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Premiere am 16. April 2021

#BSBschneesturm

Diese Vorstellung wird im Rahmen von Staatsoper.TV live im Internet übertragen.

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Besetzung

Choreographie
Andrey Kaydanovskiy
Musik
Lorenz Dangel
Musikalische Leitung
Gavin Sutherland
Bühne
Karoline Hogl
Kostüme
Arthur Arbesser
Licht
Christian Kass
Dramaturgie
Serge Honegger

  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Medien

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Mehr dazu

Hauschoreograph Andrey Kaydanovskiy setzt im April 2021 Alexander Puschkins Novelle Der Schneesturm in eine zeitgenössische Ballettsprache um. Während die Erzählung im russischen Kulturkreis zur Schullektüre gehört, ist die Erzählung aus dem Jahr 1831 hierzulande eher unbekannt: Die junge Marja, aus gutem Hause kommend, verliebt sich zum Unmut ihrer Eltern in den armen Fähnrich Wladimir. Der Beschluss des Paars, heimlich zu heiraten, wird jedoch vom Schicksal durchkreuzt, da sich die beiden Liebenden nachts auf dem Weg zur Kirche in einem Schneesturm verpassen. Wladimir wird vom Gefühl des Scheiterns geplagt. Er beschließt Soldat zu werden, zieht in den Krieg und fällt. Marjas Leben sowie dasjenige ihrer Familie nimmt eine ganz andere Wendung. Die Kraft des Schneesturms wirkt fort.

Andrey Kaydanovskiy geht in seinem ersten abendfüllenden Handlungsballett von den existenziellen Fragen aus, die in der Erzählung Puschkins angelegten sind: Was hat es mit dem Schicksal auf sich? Gibt es so etwas wie Bestimmung oder ist alles Zufall? Wie gehen die Menschen mit Situationen des Unplanbaren um? Gemeinsam mit dem aus Film und Theater bekannten Komponisten Lorenz Dangel und dem gesamten künstlerischen Team entwickelt Kaydanovskiy eine mitreißende Erzählweise, die mit viel Dynamik von den schicksalshaften Lebensverläufen der Protagonisten berichtet: „Das Leben ist voller Überraschungen. Während wir versuchen, es in eine bestimmte Richtung zu zwängen, hat es vielleicht schon einen anderen Weg gewählt und uns wie einen Schneesturm aus der Bahn geworfen. Doch manchmal braucht man genau das, um zu realisieren, dass es nicht nur den einen Weg gibt,“ so der Choreograph. Nach den beiden im Rahmen von À Jour im Prinzregententheater uraufgeführten Werken Discovery und Cecil Hotel kreiert Kaydanovskiy nun erstmals ein Stück für die große Bühne.

 

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Biografien

Hauschoreograph

Andrey Kaydanovskiy erhielt seine Ballettausbildung in Moskau, Stuttgart und Wien und tanzte anschließend im Ensemble des Balletts der Wiener Staatsoper. Seit 2009 arbeitet er neben seiner Tätigkeit als Tänzer auch als Choreograph. Seitdem entstanden Werke wie Zeitverschwendung und Stravinskys Der Feuervogel für das Wiener Staatsballett, Das hässliche Entlein für die Wiener Volksoper und Love Song, was u.a. auch am Bolshoi Theater in Moskau aufgeführt wurde. Seine Produktion Tea or coffee führte schließlich zu einer intensiveren künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Stanislavsky Theater in Moskau, worauf er Birthday Waltz für das hundertjährige Jubiläum des Theaters sowie Pajama Party kreierte. Er choreographierte zudem zwei Werke für das Hamburger Bundesjugendballett, Perfect Example für das Tschechische Nationalballett und das für Sergei Polunin konzipierte Solo im Rahmen des Origen Festivals in der Schweiz. Im März 2018 gab er mit seinem Stück Fable am Taganka Theater in Moskau sein Debüt als Choreograph und Regisseur in einem abendfüllenden Theaterabend mit Schauspielern.

Seine Kreationen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, so beispielsweise mit dem Preis „Best Dance Theatre Performer and Choreographer“ beim internationalen Tanzfestival TANZOLYMP in Berlin und mit dem Deutschen Tanzpreis 2016 in der Kategorie Zukunft.

2017 arbeitete Andrey Kaydanovskiy erstmals für Discovery im Rahmen von Ballettabend - Junge Choreographen mit dem Bayerischen Staatsballett zusammen. Im Juni 2019 feierte seine Neukreation Cecil Hotel in A Jour - Zeitgenössische Choreographien Premiere, die er mit dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts entwickelte. Für die Reihe Fester Samstag, die während der Corona-bedingten Schließung des Theaters entstand, kreierte er in seiner Rolle als Hauschoreograph das Werk petit pas., das auf humorvolle Weise Parallelen herstellte, zwischen dem ersten Tag der Schließung des Theaters und dem Geburtstag Marius Petitpas, die beide auf den 11. März fielen. Im April  2021 folgt mit Der Schneesturm Kaydanovskiys erstes abendfüllendes Werk für das Bayerische Staatsballett.

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