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Ballett in zwei Akten und einem Prolog nach William Shakespeare

Choreographie John Neumeier · Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy / György Ligeti

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Michael Schmidtsdorff
Choreographie und Inszenierung
John Neumeier
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

Hippolyta/Titania
N.N.
Theseus/Oberon
N.N.
Helena
N.N.
Demetrius
N.N.
Hermia
N.N.
Lysander
N.N.
Philostrat/Puck
N.N.
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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John Neumeiers Meisterwerk beweist dessen choreographische Kraft und seine dramaturgische Virtuosität. Allein die Mischung der musikalischen Ebenen wäre eine Abhandlung wert. Felix Mendelssohn Bartholdys atmosphärische Sommernachtstraum-Partitur als Klangbild der Menschenwelt, Györgi Ligetis sirenenhafte elektronische Orgelklänge zur Kennzeichnung der Feenwelt, und – für die Handwerker-Szenen - zwerchfellerschütternde Opernparaphrasen auf einer Drehorgel, die die edelsten Melodien zum Gassenhauer werden lässt.

Wie die musikalischen Welten mischt Neumeier - zusammen mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose – die historischen Bild-Ebenen nicht weniger raffiniert. Was könnte zu Mendelssohns Klängen besser passen als ein liebevoll zitathaft eingesetztes Biedermeier-Ambiente? Und wie ließen sich Antike, Märchen und Mythos kürzer ins Symbol fassen als im Bild des Olivenbaums?

John Neumeiers Sommernachtstraum ist und bleibt ein repräsentatives Meisterwerk des abendfüllenden klassischen Balletts im Deutschland der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts.



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Prolog

Vorabend der Hochzeit - Hippolytas Zimmer: Am Vorabend der Hochzeit von Hippolyta und Theseus, Herzog von Athen, sind die letzten Vorbereitungen im Gange. Hippolytas Freundinnen Helena und Hermia helfen ihr bei der Fertigstellung des Brautkleides. Philostrat, Aufseher der Lustbarkeiten am Hofe des Theseus, überwacht alles.

Der Schatzmeister überreicht Hippolyta den Hochzeitsschmuck. Er wird begleitet von dem Offizier Demetrius, dem ehemaligen Verlobten von Helena, der jetzt vergeblich um Hermia wirbt. Helena aber liebt Demetrius immer noch. Der Gärtner Lysander bringt einige Proben der Hochzeitsblumen. Er ist ebenfalls in Hermia verliebt, wie sie in ihn. Heimlich gibt Lysander Hermia einen Brief, in dem er um ein Rendezvous im Wald bittet, und einen Zweig des Olivenbaums, unter dem sie sich treffen sollen. Die eifersüchtige Helena findet den Brief und zeigt ihn Demetrius. Theseus besucht Hippolyta. Er schenkt ihr eine Rose, flirtet aber gleichzeitig mit den schönen Hofdamen. Hippolyta bemerkt alles und zweifelt an seiner – und ihrer Liebe zu dem für sie erwählten Ehemann Theseus.

Eine Gruppe von Handwerkern, angeführt von dem Weber Zettel, tritt ein und bittet um die Genehmigung, das Stück Pyramus und Thisbe bei dem Hochzeitsfest aufführen zu dürfen. Allein gelassen, findet Hippolyta Lysanders Liebesbrief an Hermia. Nachdenklich schläft sie ein. Sie träumt...

1. Akt

Der Traum - Nacht im Walde: Titania, Königin der Feen, streitet sich mit dem Elfenkönig Oberon. Im Zorn gibt Oberon seinem vertrauten Elf Puck eine Blume, die eine Zauberwirkung hat. Wenn man sie über den Augen eines Schlafenden schüttelt, verliebt sich dieser in den ersten, den er beim Aufwachen sieht. Im Auftrag von Oberon soll Puck Titania einen Schabernack spielen.

Glücklich treffen sich Lysander und Hermia im Wald. Demetrius sucht Hermia, Helena folgt Demetrius. Oberon beobachtet sie alle. Aus Mitleid mit Helena fordert Oberon Puck auf, die Liebesblume auf Demetrius zu verwenden, damit er sich wieder in Helena verlieben kann.

Lysander und Hermia haben sich im Wald verloren. Sie schlafen getrennt voneinander ein. Aus Versehen hält Puck die Liebesblume über Lysander. Lysander wird zufällig von Helena aufgeweckt. Sogleich verliebt er sich leidenschaftlich in sie. Verwirrt läuft Helena vor ihm davon. Hermia wacht auf und sucht Lysander.

Zettel und seine Kameraden suchen einen Platz im Wald, um ihr Stück zu probieren. Die Rollen werden verteilt und Zettel leitet die Probe. Puck schaut belustigt zu. Aus Spass verwandelt er den Kopf Zettels in den eines Esels. Die anderen Handwerker schrecken zurück.

Titania und ihr Gefolge schlafen ein. Puck verwendet nun die Liebesblume auf Titania. Von Zettel mit dem Eselskopf zufällig aufgeweckt, verliebt sie sich leidenschaftlich in ihn. Während Oberon Demetrius beobachtet, der immer noch in Hermia verliebt ist, erkennt er Pucks Fehler. Um diesen Fehler zu korrigieren, verwendet Puck die Blume nochmals, jetzt tatsächlich auf Demetrius. Helena stolpert über den Schlafenden und weckt ihn auf. Er verliebt sich auch in sie.

Oberon erkennt die totale Verwirrung und befiehlt Puck, alles wieder in Ordnung zu bringen. Puck arrangiert die schlafenden Liebhaber nebeneinander und verwendet nochmals die Liebesblume.

2. Akt

Morgendämmerung - Im Wald: Helena, Hermia, Lysander und Demetrius wachen auf und finden zueinander. Die Handwerker finden Zettel, von seinem Eselskopf befreit.

Hippolytas Zimmer: Die noch auf ihrem Sofa träumende Hippolyta wird von Theseus beobachtet. Zärtlich weckt er sie auf. Beide erkennen, dass sie sich verliebt haben

Die anderen Liebespaare treten ein und bitten darum, auch gleich heiraten zu dürfen. Theseus gibt ihnen seinen Segen.

Festsaal im Schloss von Theseus: Das Hochzeitsfest wird gefeiert. Die Handwerker führen ihr Stück Pyramus und Thisbe auf. Nachdem die Hochzeitsgäste sich entfernt haben, befreit Oberon Titania von dem Zauber, und sie gestehen einander ihre Liebe.

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Biografien

Michael Schmidtsdorff wurde in Hamburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Wien Dirigieren. Nach Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde er als erster Kapellmeister und stellvertretender Musikdirektor ans Theater Lüneburg verpflichtet.

1998 übernahm er erstmals ein Dirigat beim Hamburg Ballett John Neumeier und begleitete die Compagnie über die Jahre auf Gastspiele weltweit. Von 2002 an wirkte er als Dirigent beim Berliner Staatsballett, beim Pariser Ballet de l'Opéra, beim Ballett der Sächsischen Staatsoper Dresden, beim Königlich Dänischen Ballett in Kopenhagen und beim Ballett des Teatro Massimo in Palermo (hier in 2015  zusammen mit der Martha Graham Dance Company New York). Darüber hinaus führten ihn zahlreiche Gastspiele unter anderem nach St. Petersburg, Japan, San Francisco, Muscat (Oman) und nach Cagliari.

Seit 2005 dirigiert Michael Schmidtsdorff regelmäßig Vorstellungen beim Bayerischen Staatsballett. Im Februar 2017 dirigiert er die Gastvorstellungen des Bayerischen Staatsballetts in Hongkong.

Repertoire beim Bayerischen Staatsballett

Die Kameliendame (F. Chopin/J. Neumeier)
Schwanensee (P. Tschaikowsky /P. Bart/M. Petipa)
Brahms-Schönberg Quartett (G. Balanchine)
Große Fuge (L. van Beethoven / H. van Manen)
Le Corsaire (L. Minkus /M. Petipa /I. Liška)
Raymonda (A. Glasunow / M. Petipa /R. Barra)
Onegin (P. Tschaikowsky/J. Cranko)
Illusionen - wie Schwanensee (P. Tschaikowsky/J. Neumeier)
Giselle (A. Adam/M. Ek)
Ein Sommernachtstraum (F. Mendelssohn Bartholdy/J. Neumeier)
Sinfonie in C /In the Night /Adam is (G. Bizet/F. Chopin/G. Balanchine/ J. Robbins/ A. Barton)
La Bayadère (L. Minkus/M. Petipa/P. Bart) Paquita (A. Ratmansky/M. Petipa)
Terpsichore- Gala IX & X („Die Welt der Ballets Russes“, 20. Jubiläumsspielzeit des Staatsballetts)

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