Infos

Das Triadische Ballett / Le Sacre du printemps

Choreographie Gerhard Bohner / Mary Wigman · Komponist Hans Joachim Hespos / Igor Strawinsky

Dienstag, 12. April 2016
19.30 Uhr – 22.00 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten · 1 Pause zwischen Triadisches Ballett und Sacre (ca. 20.40 - 21.10 Uhr)

BallettFestwoche

Preise PEE

Download Besetzungszettel (PDF)
  • Ein TANZFONDS ERBE Projekt

  • In Zusammenarbeit mit den Ballettcompagnien Bielefeld und Osnabrück und der Akademie der Künste, Berlin

zur Stücknavigation

Besetzung

Das Triadische Ballett

Choreographie
Oskar Schlemmer
Rekonstruktion, Neufassung und Choreographie
Gerhard Bohner
Musik
Hans-Joachim Hespos
Mitarbeit Kostümrekonstruktion und Neufassung
Ulrike Dietrich
Einstudierung
Colleen Scott, Ivan Liška

Le Sacre du printemps

Musikalische Leitung
Myron Romanul
Choreographie
Mary Wigman
Musik
Igor Strawinsky
Bühne und Kostüm
Wilhelm Reinking, Alfred Peter
Rekonstruktion
Henrietta Horn

Die Erwählte
Katherina Markowskaja
Der Weise
Cyril Pierre
Mütterliche Gestalt
Séverine Ferrolier
Zwei Priesterinnen
Freya Thomas, Alexa Tuzil
Ein Liebespaar
Zoltan Mano Beke, Mai Kono
Ein Jüngling
Javier Amo
Chorführerin
Sinead Bunn
Mädchen mit Krone
Zuzana Zahradníková
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II / Junior Company
  • Bayerisches Staatsorchester

Das Triadische Ballett Musik vom Tonträger

zur Stücknavigation

Medien

zur Stücknavigation

Mehr dazu

 

Das Triadische Ballett und Le Sacre du printemps markieren Höhepunkte im Kontext unseres Themenschwerpunkts Tanzland Deutschland, das sich über drei Jahre erstreckt und die Geschichte des Tanzes in Deutschland, die gleichzeitig eine Geschichte der Moderne ist, von 1900 bis 2016 zur Diskussion stellt.

Oskar Schlemmer führte in seinen Arbeiten wesentliche Gedanken seiner Zeit auf einen Punkt, gab dem Tanz aus der bildenden Kunst heraus, aus seinem Wunsch nach einer Erneuerung des Geistes, einer neuen Metaphysik aus dem Fundus technischer Möglichkeiten vollkommen neue Impulse. Das Triadische Ballett wurde Synonym dieser Bestrebungen der bildenden Künstler um die Erneuerung und Annäherung der Künste am Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Die besonders prekär scheinende Quellenlage bei Wigmans Sacre ließ zunächst nicht ahnen, welches Meisterwerk nach der gründlichen Recherche und durch die liebevolle Rekonstruktion durch Henrietta Horn tatsachlich zutage kommen wurde. Umso wichtiger schien es uns, diese beiden exemplarischen Produktionen – die abstrakte Bauhauslinie im Triadischen Ballett und den deutschen expressionistischen Tanz verkörpert durch Mary Wigman – in einem Abend zusammenzuführen. Nach der Fassung für zwei Klaviere, die Strawinsky selbst vornahm wird Das Frühlingsopfer von 1957 jetzt in der Orchesterfassung gespielt.

 

 

mehr lesen

zur Stücknavigation

Biografien

Geboren 1936 in Karlsruhe. Von 1954 bis 1958 besuchte er dort die Gymnastik – und Tanzschule, bevor er seine Ausbildung im Studio von Mary  Wigman in Berlin fortsetzte. Die große Künstlerin des Deutschen Ausdruckstanzes beeinflusste ihn nachhaltig.

Nach ersten Engagements in  Mannheim und Frankfurt/Main zwischen 1958 und 1961 holte ihn  Tatjana Gsovsky 1961 an die Deutsche Oper, Berlin, zunächst als Gruppentänzer, seit 1964 als Solist. Mit Gsovskys flexibler Reisetruppe, dem 'Berliner Ballett' einem  dramatischen  avantgardistischen Tanztheater, öffnete sich eine Vielfalt von Ausdrucksformen und die Gelegenheit für viele nationale und internationale Gastspiele. 1964 begann Bohner selbst choreographisch zu arbeiten, 1969 gewann er, nach Pina Bausch, den zweiten Preis beim Choreographen Wettbewerb der Kölner Sommer-Tanzakademie.

Sein wohl bedeutendsten Gruppenstück Die Folterungen der Beatrice Cenci, 1971 uraufgeführt, machte ihn auf zahlreichen Gastspielen  international bekannt. 1972 und noch einmal 1992 erhielt er den Preis des Verbandes Deutscher Kritiker. Von 1972 bis 1975 leitete er das Darmstädter Tanztheater, von 1978 bis 1981 – gemeinsam mit Reinhild Hoffmann – das Tanztheater Bremen. Im Anschluss lebte er als unabhängiger Choreograph  und Tänzer in Berlin, wo, meistens in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, eine Reihe von herausragenden Soloarbeiten entstand, die ihn, bis kurz vor seinem Tod, zu vielen Gastspielen führten.
1992 starb Gerhard Bohner in Berlin.

mehr lesen

zur Stücknavigation

Shop

zur Stücknavigation