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Choreographie Peter Wright nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa · Komponist Adolphe Adam

Samstag, 07. Oktober 2017
19.30 Uhr – 21.45 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten · 1 Pause zwischen 1. Akt und 2. Akt (ca. 20.20 - 20.50 Uhr)

Familienvorstellung: ab 8 Jahren · Kindereinführung: 18.45 Uhr

Freier Verkauf · Saison-Abo 63

Preise G, € - /- /- /- /- /- /10 /7

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Besetzung

Choreographie
Peter Wright
Musik
Adolphe Adam
Ausstattung
Peter Farmer
Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas

Giselle
Maria Shirinkina
Albrecht, Herzog in Franken
Vladimir Shklyarov
Hilarion
N.N.
Berthe, Giselles Mutter
N.N.
Bathilde, seine Tochter
N.N.
Myrtha
N.N.
Moyna
N.N.
Zulme
N.N.
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester

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Giselle gilt als das romantische Ballett schlechthin. Es ist uns in Marius Petipas St. Petersburger Fassung überliefert. Ein Weinbauerndorf als romantischer Schauplatz. Romantisch auch die tragische Geschichte der herzkranken Giselle, die sich in Herzog Albrecht verliebt, der sich als Bauernjunge verkleidet in ihr Herz schleicht. Der eifersüchtige Hilarion deckt den Schwindel auf, Giselle verfällt dem Wahnsinn und stirbt.

Ewiger Schlaf ist ihr nicht vergönnt: Um Mitternacht steigt sie im Kreise der Wilis – die Geister von Bräuten, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind - aus dem Grab. Jagdhüter Hilarion, der nachts an Giselles Grab trauert, verfällt ihrem Bann und wird in den Tod getrieben. Auch Herzog Albrecht ist von den grausamen Geistern zum Tode bestimmt, aber Giselles Liebe, die über den Tod hinausreicht, rettet ihm das Leben. Sie tanzt mit ihm, bis der Morgen herandämmert und die Wilis ihre Macht verlieren.

Neben der romantischen Geschichte und der überaus charmanten Musik bietet Giselle eine der anspruchsvollsten Ballerinenrollen überhaupt. Die Protagonistin kann alle Facetten ihrer Technik und schauspielerischer Möglichkeiten ausloten: Vom naiv verliebten Bauernmädchen bis zum den Tod überwindenden Geisterwesen.

 

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Biografien

Sir Peter Wright, Choreograph und Ballettdirektor, ist einer der wichtigsten Namen im Kontext des Handlungsballetts der letzten 50 Jahre, und seine Fassungen des Nussknacker und der Giselle traten einen Siegeszug durch die Repertoires der Welt an. Sir Peter Wright erlebte sein Debüt als professioneller Tänzer mit den Ballets Jooss, als diese wegen der Verfolgung durch das Naziregime in England während des Zweiten Weltkriegs im Exil arbeiteten. 

In den 1950er Jahren arbeitete er dann mit mehreren Tanzcompagnien zusammen, darunter Sadler's Wells Theatre Ballet. Für diese Companie kreierte er dann auch sein erstes Ballett A Blue Rose, im Jahre 1957. 1959 wurde er zum Ballettmeister an der Sadler's Wells Opera ernannt und betätigte sich nebenbei als Lehrer an der Royal Ballet School. Im Jahr 1961 ging er als Lehrer und Ballettmeister nach Stuttgart, wo John Cranko gerade seine Compagnie aufgebaut hatte. Er choreographierte mehrere Ballette, darunter The Mirror Walkers, Namouna, Design for Dancers und Quintet und produzierte mit dem Stuttgarter Ballett 1966 auch seine erste Produktion von Giselle. Später erarbeitete er noch weitere Versionen von Giselle für das Royal Ballet, Birmingham Royal Ballet und viele andere internationale Compagnien, wie das Ballett der Bayerischen Staatsoper (1974), wo seine Version auch heute noch Teil des Repertoires des Bayerischen Staatsballetts ist. Seine anderen Interpretationen der Klassiker sind Dornröschen (1976 Premiere in München, im Repertoire bis 1996), Coppelia, Schwanensee (1984-1988 in München) und Der Nussknacker, welche alle regelmäßig in Ballettcompagnien auf der ganzen Welt aufgeführt werden. In den 1960er Jahren etablierte Sir Peter Wright sich auch als erfolgreicher Produzent von Fernsehballetten und choreographierte verschiedene West-End-Musicals und Revuen. 1969 kehrte er als Stellvertretender Direktor ans Royal Ballet zurück. 1977 wurde er zum Direktor von Sadler's Wells Royal Ballet ernannt und brachte im Jahre 1990 die Compagnie nach Birmingham, wo sie zum Birmingham Royal Ballet avancierte.

Bei seiner Pensionierung im Juli 1999 wurde er zum Ehrendirektor des Birmingham Royal Ballet ernannt. Er erhielt sehr viele Auszeichnungen für sein Werk und seine Arbeit für das englische Ballett, u.a. den Evening Standard Award 1981. Er wurde 1993 zum Ritter geschlagen und im Jahr 1994 mit der Ehrendoktorwürde der University of Birmingham ausgezeichnet. Seine Autobiographie "Wrights and Wrongs" erschien 2016.

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