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SUNYATA / BEDROOM FOLK / WITH A CHANCE OF RAIN

Choreographie Wayne McGregor / Sharon Eyal / Liam Scarlett

Samstag, 07. November 2020
19.30 Uhr – 21.50 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten · Sunyata (ca. 19.30 - 19.55 Uhr) · Pause (ca. 19.55 - 20.15 Uhr) · Bedroom (ca. 20.15 - 20.45 Uhr) · Pause (ca. 20.45 - 21.15 Uhr) · With a Chance of Rain (ca. 21.15 - 21.50 Uhr)

Einführung: 18.30 Uhr

Freier Verkauf

Preise H , € 88 /77 /63 /50 /35 /23 /- /8

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Premiere am 03. November 2020

#BSBparadigma

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Besetzung

SUNYATA

Choreographie
Wayne McGregor
Musik
Kaija Saariaho
Bühne
Wayne McGregor
Kostüme
Moritz Junge
Licht
Lucy Carter


BEDROOM FOLK

Choreographie
Sharon Eyal
Choreographische Mitgestaltung
Gai Behar
Musik
Ori Lichtik
Licht
Thierry Dreyfus
Kostüme
Rebecca Hytting


WITH A CHANCE OF RAIN

Choreographie
Liam Scarlett
Musik
Sergej W. Rachmaninow
Licht
Brad Fields
Kostüme
Liam Scarlett

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Medien

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Paradigma versammelt drei Choreographien von Sharon Eyal und Gai Behar (Bedroom Folk), Wayne McGregor (Sunyata) und Liam Scarlett (With a chance of rain). Jedes der drei Stücke, die das Bayerische Staatsballett präsentiert, zeigt eine Ausprägung von aktuellen tänzerischen Ausdrucksformen. Wie jedem Paradigma eine eigene Ordnung eigen ist, so sind auch immer Kräfte am Werk, die der dominanten Struktur zuwiderlaufen und genau daraus schöpferisches Potenzial gewinnen. In allen Choreographien sind diese Impulse deutlich wahrnehmbar, indem sie entweder der vorgegebenen Struktur folgen oder einen Kontrapunkt setzen und ein eigenes Paradigma setzen. Aus diesem spannungsreichen Spiel in den drei choreographischen Handschriften gewinnt der Ballettabend seine Dynamik.

 

 

Bei Sunyata handelt es sich um eine Choreographie, die Wayne McGregor 2018 am Bayerischen Staatsballett kreiert hat. Zu hören ist Musik von einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponistinnen, der aus Finnland stammenden Kaija Saariaho. Ihre Komposition Circle Map basiert auf sechs Gedichten des persischen Sufi-Mystikers Rumi, die aus vier Zeilen bestehen. Diese Struktur findet sich in der Besetzung wieder, indem Sunyata von vier Tänzerinnen und vier Tänzern getanzt wird. Der Titel Sunyata bezieht sich auf ein buddhistisches Konzept, das von einer positiv konnotierten Idee von Leere ausgeht und damit eine Art von absolutem Paradigma darstellt. Zum einen bedingt sich im leeren Raum alles gegenseitig. Zum anderen steckt in der Leere das Potenzial zu aller Kreation.

Die Israelin Sharon Eyal schuf Bedroom Folk zusammen mit Gai Behar im Jahr 2015 für das Nederlands Dans Theater 1. Die Choreographie, die bei der Uraufführung Begeisterungsstürme auslöste, zeichnet sich durch einen rauschhaften Charakter aus. Dieser ist allerdings zu Beginn noch in einem strengen Takt gefangen und bricht sich erst mit der Zeit Bahn. Auffallend ist die Tänzergruppe, die sich anfangs tigerhaft zu einer engen Formation ballt, um sie dann aufzulösen und zu sprengen. Durchgehend wird von der elektronischen Musik ein Puls vorgegeben, der zugleich ein kraftvolles Energiezentrum bildet, aber auch zu einem fatalen Vorwärtsgehen-Müssen zwingt.

With a Chance of Rain entstand 2014 für acht Tänzer des American Ballet Theatre auf Klavier-Präludien von Sergei Rachmaninow. Diese zeichnen sich durch eine spätromantische Klangsprache aus, in der sich Dramatisches, Lyrisches, Melancholisches und Tragisches mischen. Den pianistisch äußerst anspruchsvollen Werken nimmt sich in der Aufführung Dmitry Mayboroda an. Von Rachmaninovs Kompositionen nimmt die Choreographie von Liam Scarlett ihren Ausgang und entwickelt eine tänzerische Antwort auf die Verläufe und Harmonien in der Klaviermusik. Auf der Bühne entsteht ein komplexes und faszinierendes Geflecht von Beziehungsstrukturen. Darin spiegelt sich sowohl die intensive Auseinandersetzung des Choreographen mit den zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Präludien, als auch das erzählerische Talent von Liam Scarlett, das dem abstrakten Ballett eine sehr persönliche Note verleiht.

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Biografien

 

Choreograph

Wayne McGregor wurde 1970 in Stockport, England geboren und studierte Choreographie und Semiotik in Bretton Hall, West Yorkshire und an der José Limon-Schule in New York.

1992 gründete er in England die Company Random Dance, die sich rasch zu einer ästhetischen Forschungsstation entwickelte, dem Studio Wayne McGregor. Dieses Netzwerk umfasst Tänzer, Autoren, Komponisten, Software-Programmierer und weitere Mitglieder, die sich ausführlich mit der Kunst der Bewegung, Gedanken und Partnerschaften beschäftigen. Mit dieser Company hat er bereits über 30 Werke kreiert. Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit ist, Themen aus den Geisteswissenschaften, der Genetik, Robotik und Kognitionswissenschaft im Tanz auszudrücken.

2006 wurde Wayne McGregor als der erste Resident Choreographer mit modernem tanztechnischem Hintergrund an das Royal Ballet engagiert, damit ist er auch der erste Choreograph aus der freien Szene, der auf diese Position berufen wurde. Er kreierte inzwischen 15 Arbeiten für das Royal Ballet, in denen er auf der Basis des klassischen Balletts seine Bewegungsforschungen weitertrieb, zu sehen in Arbeiten wie dem frühen Chroma von 2006 bis zum abendfüllenden Woolf Works von 2015. Sein vielseitiges Oeuvre umfasst Werke für die großen Compagnien der Welt, darunter das Ballet de l'Opéra de Paris, das New York City Ballet, das Ballett des Bolschoi-Theaters und das San Fransisco Ballet. Auch in den Sparten Schauspiel, Oper, Film, Fashion Shows und Fernsehen übernimmt er die Choreographie für diverse Werke. Beispielsweise war er als Movement Director für den Film Harry Potter und der Feuerkelch tätig.

Wayne McGregor ist Professor für Choreographie am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance und Träger des Ehrendoktortitels „Doctor of Science“ der Plymouth University. Er wurde vielfach für die anspruchsvolle und experimentelle Choreographie seiner Werke ausgezeichnet, unter anderem mit dem Olivier Award for Best New Dance Production und dem Critics' Circle Award für Chroma  (2006) und mit dem Movimentos-Tanzpreis der Stadt Wolfsburg in der Kategorie „Beste Choreographie“ für Entity (2009). 2011 wurde ihm der Titel „Commander of the Order of the British Empire“ verliehen.

Beim Bayerischen Staatsballett präsentierte Wayne McGregor in der Spielzeit 2017/2018 den dreiteiligen Ballettabend Portrait Wayne McGregor mit den Werken Kairos (Ballett Zürich, 2014), Sunyata und Borderlands (San Francisco Ballet, 2013). Sunyata  wurde 2018 für das Bayerische Staatsballett neu kreiert.

 

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