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Choreographie John Cranko · Komponist Sergej Prokofjew

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Alle Besetzungen

Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas
Choreographie
John Cranko
Inszenierung
John Cranko
Einstudierung
Georgette Tsinguirides
Bühne und Kostüme
Jürgen Rose

Julia
Maria Shirinkina
Romeo
Vladimir Shklyarov
Graf Paris
Erik Murzagaliyev
Tybalt
Matej Urban
Mercutio
Alexey Popov
Benvolio
Dmitrii Vyskubenko
Graf Capulet
N.N.
Gräfin Capulet
N.N.
Julias Amme
N.N.
Pater Lorenzo
N.N.
Faschingsprinz
N.N.
  • Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
  • Bayerisches Staatsorchester
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Crankos Romeo und Julia zeichnet sich durch eine ganz unverschlüsselt geradlinige, musikalische Handlungsführung aus, die das Geschehen für jeden auch ohne Programmhefterläuterungen verständlich erzählt. Und durch eine geniale choreographische Handschrift, die jede seelische Regung in spezifische tänzerische Bewegung verwandelt.

Crankos Vokabular ist klassisch. Es vereinigt jedoch Einflüsse der bis ins Akrobatische gehenden Virtuosität des sowjetischen Balletts mit der Subtilität der englischen Schule, ganz besonders in seinen unerreichten Liebes-Pas de deux. Seit 1968 steht dieses Ballett unverändert auf dem Spielplan im Nationaltheater und es gibt keinen Grund, dass es nicht für viele weitere Jahre dort getanzt werden sollte.





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1. Akt

1.Szene: Morgendämmerung in Verona. Romeo erklärt der schönen Rosalinde seine Liebe. Als die Stadt erwacht, füllt sich der Marktplatz mit Leuten, und ein Kampf entbrennt zwischen den beiden rivalisierenden Familien Capulet und Montague. Der Herzog von Verona warnt die Familien: wenn weiter Unfrieden herrscht zwischen ihnen, werde er sie bestrafen müssen, selbst mit dem Tode.

2. Szene: Julia erhält von ihrer Mutter, der Gräfin Capulet, ihr erstes Ballkleid. Morgen wird sie ihren Verlobten, den Grafen Paris, zu erstenmal treffen. Nun muß sie von ihrer Kindheit Abschied nehmen.

3. Szene: Die Capulets geben ein großes Ballfest. Die Gäste erscheinen, unter ihnen Rosalinde. Romeo, der Sohn des Grafen Montague, und seine Freunde Benvolio und Mercutio folgen ihr – verkleidet und maskiert – zu der Gesellschaft.

4. Szene: Auf dem Ball trifft Julia den Grafen Paris und tanzt mit ihm. Sie sieht Romeo, und sie verliebt sich auf den ersten Blick, obwohl sie nur einige Augenblicke zusammen sind. Tybalt, ein Neffe der Gräfin Capulet, argwöhnt Romeos Identität und Versucht, eine Auseinandersetzung herbeizuführen, wird aber von Julias Vater daran gehindert.

5. Szene: Julia träumt auf dem Balkon von Romeo; da stiehlt sich der Geliebte in den Garten. Sie erklären sich ihre Liebe und versprechen ewige Treue.

2. Akt

1.Szene:Erntezeit. Ein großer Karneval ist im Gang. Romeo hat wenig Lust zu dem Fest. Julias Amme bringt ihm einen Brief, in dem Julia ihn bittet, zu Pater Lorenzos Klause zu kommen.

2. Szene: Romeo und Julia werden von Pater Lorenzo getraut.

3. Szene: Der Karneval geht weiter, als Romeo von der Hochzeit zurückkehrt. Tybalt fordert ihn heraus, doch Romeo hält sich zurück. Aber Mercutio beginnt ein Duell mit Tybalt und wird von ihm hinterhältig getötet. Um Mercutio zu rächen, tötet Romeo Tybalt.

3. Akt

1. Szene: Romeo und Julia waren die ganze Nacht zusammen. Nun, bei Sonnenaufgang, muss Romeo Verona verlassen. Graf und Gräfin Capulet stellen Graf Paris ihre Tochter vor. Julia weigert sich, ihn zu heiraten.

2. Szene: In ihrer Not eilt Julia zu Pater Lorenzo. Er gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie in Scheintod versetzen wird. Der Plan ist, dass sie in die Familiengruft gebracht wird und dort Romeo zu ihr kommen und mit ihr fliehen kann.

3. Szene: Julia gibt vor, in die Heirat mit Graf Paris einzuwilligen; dann nimmt sie den Schlaftrunk. Man findet sie, scheinbar tot, an dem Tag, der ihr Hochzeitstag hätte werden sollen.

4. Szene: Romeo hat von Pater Lorenzo nichts gehört. Als er erfährt, dass Julia tot sei, glaubt er die schreckliche Nachricht. Er eilt zur Gruft der Capulets, findet dort den trauernden Paris und tötet ihn. Dann stößt sich Romeo selbst den Dolch ins Herz und stirbt neben der aufgebahrten Geliebten. Julia erwacht und findet Romeo tot neben sich. Unfähig, das Leben ohne ihn zu ertragen, tötet sie sich, ihren Gatten umarmend.

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Biografien

Robertas Šervenikas, studierte Dirigieren am Konservatorium in St. Petersburg. 1993 begann er mit dem Nationalen Litauischen Sinfonieorchester in Vilnius zu arbeiten und ist nun sein erster Gastdirigent.

Ab 1997 wurde er wiederholt zum Evian Festival Frankreich eingeladen, wo er die Philharmonie der Nationen, sowie das Orchestra Synfonica di Milano Giuseppe Verdi mit Mstislav Rostropovich als Solisten leitete. Seit dieser Zeit dirigierte Šervenikas das Nationale Litauische Sinfonieorchester auf Tourneen nach Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Estland und Lettland. Er machte sich besonders um die Uraufführung litauischer Komponisten verdient und zählt zu den talentiertesten litauischen Dirigenten seiner Generation. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Robertas Šervenikas den Litauischen Nationalpreis und ist Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters. Im Februar 2008 wurde Šervenikas zum Musik-Direktor des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (LNOBT) ernannt.

Mit der musikalischen Leitung des Violakonzerts von Sofia Gubaidulina beim Bayerischen Staatsballett gab er im April 2008 sein Debut als Dirigent des Bayerischen Staatsorchesters. Die Zusammenarbeit wurde in der Spielzeit 2008/2009 in größerem Rahmen fortgesetzt, als Šervenikas das Ballett Der Sturm dirigierte, eine Partitur, die den 1. und 4. Satz von Bruckners 4. Sinfonie, Sibelius' 7. Sinfonie und die Sturm-Tondichtungen von Sibelius und Tschaikowsky umfasst. Daneben weitete er seine Arbeit am Nationaltheater in Vilnius aus mit Opern- und Ballettdirigaten (u.a. Boris Godunow).

In der Spielzeit 2012/2013 übernahm Robertas Šervenikas die musikalische Leitung für den Abend Forever Young beim Bayerischen Staatsballett und begleitete das Ensemble als musikalische Leitung gemeinsam mit dem Slowenischen Nationalorchester Ljubliana im April 2014 in den Oman, wo das Staatsballett drei Vorstellungen von John Crankos Romeo und Julia im Royal Opera House Muscat tanzte.

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