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Opéra in vier Akten

Komponist Gaetano Donizetti · Libretto von Alphonse Royer, Gustav Vaëz und Eugène Scribe
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln | Neuproduktion

Münchner Opernfestspiele
Mittwoch, 26. Juli 2017
19.00 Uhr – 22.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer ca. 3 Stunden · 1 Pause zwischen 1. + 2. Akt und 3. + 4. Akt (ca. 20.10 - 20.40 Uhr)

Einführung: 18.00 Uhr

Freier Verkauf

Preise L, € - /- /- /- /- /- /- /11

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Premiere am 23. Oktober 2016

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Besetzung

Musikalische Leitung
Karel Mark Chichon
Inszenierung
Amélie Niermeyer
Bühne
Alexander Müller-Elmau
Kostüme
Kirsten Dephoff
Licht
Michael Bauer
Choreographische Mitarbeit
Ramses Sigl
Dramaturgie
Rainer Karlitschek
Chor
Sören Eckhoff

Léonor de Guzman
Elīna Garanča
Fernand
Matthew Polenzani
Alphonse XI
Mariusz Kwiecień
Balthazar
Mika Kares
Don Gaspard
Joshua Owen Mills
Inès
Elsa Benoit
  • Bayerisches Staatsorchester
  • Chor der Bayerischen Staatsoper

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Zahlreiche Mythen umranken die historische Figur der Léonor de Guzman, Mätresse des Königs Alfons XI. von Kastilien, die im Ränkespiel um Macht im Staate zerrieben wird. Ein wahrer Opernstoff, den Gaetano Donizetti nur allzu gerne aufgriff und 1840 in eine französische Grand Opéra für Paris formte - und so kompromisslos traurig und pessimistisch sollte Donizetti keinen weiteren Stoff mehr verarbeiten. 

Mit der historischen Figur hat die Titelfigur der Oper jedoch nur noch wenig zu tun. Die Liebe Léonores zum König entpuppt sich in der Oper als Farce. Sie zögert nicht lange, um sich für den jungen Fernand zu entscheiden, der ihretwegen dem Klosterleben in Santiago de Compostela entflohen ist. Doch er weiß nicht um ihre Identität als Mätresse, so dass er und sie nur allzu leicht Opfer im intriganten Machtkampf zwischen Kirche und Staat werden. Am Ende bleibt den beiden nicht einmal mehr die Hoffnung auf eine gemeinsame bessere Zukunft nach dem Tod. Léonore stirbt, Fernand bleibt zwar im Kloster zurück, doch die Idee von Gott und Erlösung bleibt das Werk den beiden schuldig.

 

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1. Akt

Als Fernand sich bei einer Begegnung am Weihwasserbecken auf den ersten Blick in eine Frau verliebt, ist für den Novizen klar: Er muss seine Entscheidung für das Klosterleben aufgeben. Er wendet sich an Balthazar, den Prior des Klosters in Santiago di Compostela, der erkennt, dass seine Hoffnung umsonst war, den jungen Fernand zu seinem Nachfolger zu machen. Aus Wut und Verzweiflung sagt er Fernand voraus, dieser werde mit einer Frau auch nicht glücklich. Doch Fernand ist entschlossen: Die ihm unbekannte Frau ist ihm wichtiger als alles andere. Er verlässt das Kloster. Inez bereitet Fernand auf ein heimliches Treffen mit seiner mysteriösen Geliebten vor. Was er immer noch nicht weiß, ist, dass es sich bei ihr um Léonor, die Mätresse des Königs Alphonse, handelt. Doch Léonor ist es unmöglich, Fernand über ihre Identität in Kenntnis zu setzen. Da die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben am Hofe aussichtslos ist, motiviert sie Fernand, in den Krieg zu ziehen. Fernand erkennt darin den versteckten Hinweis, dass es sich bei seiner Geliebten um eine höhergestellte Adelige handle, die er nur gewinnen könne, wenn er beim Militär zu Ruhm und Ehre gelangt, um so seine niedere Herkunft wettzumachen. Ohne zu zögern nimmt er daher die Herausforderung an.

 

2. Akt

König Alphonse ist Dank militärischer Erfolge in einer machtpolitisch günstigen Position und will seine Geliebte Léonor endlich heiraten. Er würde dafür sogar einen Konflikt mit der Kirche eingehen, die seine offen gelebte Affäre missbilligt. Léonor ist unglücklich darüber, dass Alphonse all seine Versprechungen bisher nicht gehalten hat. Don Gaspar, ein Vertrauter des Königs, hat erfahren, dass umgekehrt Léonor untreu sei. Von Alphonse zur Rede gestellt, gibt Léonor zu, einen Geliebten zu haben, dessen Identität sie allerdings nicht preisgibt. Außerdem hat Alphonse seine Situation falsch eingeschätzt: Der Prior Balthazar droht ihm – vom Papst legitimiert – in aller Öffentlichkeit mit der Exkommunikation, sollte er Léonor zur Frau nehmen. Der angeklagte König hält dem Kirchenmann entgegen, er solle sich an die geistlichen Dinge halten. Daraufhin befiehlt Balthazar, Léonor sofort vom Hof zu jagen.

 

3. Akt

Der König will den erfolgreichen Fernand belohnen. Er gewährt ihm einen Wunsch. Als dieser ausgerechnet um die Hand Léonors bittet, erkennt der König nicht nur seinen Nebenbuhler, sondern zugleich, wie sich seine vertrackte politische Lage zu seinen Gunsten klären ließe. Er ordnet daher die sofortige Eheschließung der beiden an. Léonor ist von dieser Wendung überrascht und bittet Inez, Fernand endlich ihre wahre Identität zu enthüllen, denn sie will nicht in eine Ehe gehen, die Fernand als unehrenhaft empfinden könnte. Doch Inez wird von Don Gaspar verhaftet, so dass Fernand erst nach der Eheschließung durch den Spott der Hofleute erfährt, dass Léonor bisher die Mätresse des Königs gewesen ist. Verzweifelt fordert er von Alphonse Satisfaktion, der dadurch öffentlich gedemütigt wird. Fernand begibt sich unter den Schutz seines ehemaligen Mentors Balthazar.

 

4. Akt

In Santiago di Compostela steht Fernand kurz vor der Ewigen Profess. Auch wenn ihn seine Erinnerungen an Léonor nicht loslassen, glaubt er, nun den richtigen Weg für sich gefunden zu haben und legt das Gelübde ab. Léonor will Fernand darlegen, dass sie ihn nicht vorsätzlich mit der Ehe habe täuschen wollen und bittet ihn um Verzeihung. Selbst nach seiner Aufnahme in den Orden ist Fernand erneut bereit, alles für Léonor aufzugeben und irgendwo in der Fremde ein neues Leben mit ihr zu beginnen. Doch Léonor stirbt.

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Biografien

Karel Mark Chichon wurde in London geboren und war Assistent von Giuseppe Sinopoli und Valery Gergiev. 2004 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker. Von 2009 bis 2012 war er Chefdirigent beim Lettischen Nationalen Sinfonieorchester, und ist seit 2011 in gleicher Funktion bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern tätig. Darüber hinaus dirigierte er u. a. an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, am Teatro dell’Opera di Roma, am Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Real Madrid und an der Metropolitan Opera New York. Ebenso trat er u. a. mit den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem English Chamber Orchestra und dem Königlichen Concertgebouworchester Amsterdam auf.

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