#BSOaida

Aida

Komponist Giuseppe Verdi.

Oper in vier Akten (1871)

empfohlen ab 14 Jahren

Libretto von Antonio Ghislanzoni nach einem Handlungsentwurf von Auguste Mariette Bey und einem Szenarium von Camille Du Locle.

In italienischer Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln.

Dauer ca. 3 Stunden 05 Minuten

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ERSTER AKT

Dem Hohepriester Ramfis wird berichtet, dass die Äthiopier erneut in den Krieg gegen Ägypten ziehen wollen. Er bespricht sich mit dem Feldherrn Radamès. Dieser hofft, das Heer gegen den Feind führen zu dürfen und erwärmt sich bereits am dafür in Aussicht stehenden Ruhm – und gleichzeitig am Gedanken an die äthiopische Sklavin Aida, die er liebt und die seine Liebe erwidert. Sein träumerischer Blick ent­geht der in Radamès verliebten Tochter des Königs, Amneris, nicht. Sie hat aus der Nähe beobachtet, wie verwirrt beide in der Gegenwart des anderen sind und vermutet, dass sich Aida zu ihrer Nebenbuhlerin entwickelt hat. In Begleitung seines Gefolges tritt der König auf und empfängt einen Boten, der berichtet, dass die Äthi­opier unter Führung ihres Königs Amonasro ins Niltal eingefallen sind. Als Aida den Namen ihres Vaters hört, zuckt sie zusammen, während alle von Krieg sprechen. Der König verkündet, dass die Göttin Isis Radamès zum Führer der Ägypter auserkoren hat. Stolz und freudig vernimmt Radamès, wie Amneris und die anderen ihm unbe­dingten Sieg wünschen. Wieder allein, verzweifelt Aida an dem inneren Konflikt, dem sie sich nun gegenübersieht: siegt Radamès, werden ihr Vater und ihr Volk unterjocht. Unterliegt er aber, verliert sie den Mann, den sie liebt, für immer. Während einer Weihezeremonie für Radamès ruft Ramfis den Gott Ptah an, in dessen Macht er das Schicksal der ägyptischen Truppen legt.

ZWEITER AKT

In Erwartung der Rückkehr des siegreichen ägyptischen Heeres redet Amneris Aida ein, Radamès sei in der Schlacht gefallen. Die Verzweiflung, in die Aida nun verfällt, bestätigt Amneris endgültig, dass ihr Verdacht begründet war. Außer sich vor Zorn, gelobt sie Rache und zwingt die Sklavin, dem bevorstehenden Triumphzug beizu­wohnen.

In Gegenwart des Königs bejubelt das Volk die Parade der siegreichen Soldaten. Als Retter des Vaterlands preist man Radamès, dem der König zum Dank jeden Wunsch erfüllen möchte. Man führt die äthiopischen Gefangenen herein. Unter ihnen erblickt Aida ihren Vater, den König der Äthiopier, den aber niemand sonst erkennt. Amonas­ro erklärt, sein König sei in der Schlacht gefallen und bittet um Milde. Ramfis und die anderen Priester fordern hingegen, keine Gnade walten zu lassen. Dann spricht Radamès vor und bittet, den Gefangenen die Freiheit zu schenken. Der König willigt ein, behält aber Aida und ihren Vater als Geiseln und stellt dem Feldherrn die Hand seiner Tochter in Aussicht.

DRITTER AKT

In der Nacht vor ihrer Vermählung begibt sich Amneris gemeinsam mit Ramfis zum Tempel, um zu beten. Zugleich wartet Aida auf Radamès, der sie um eine Unterredung bat. Während sie auf den Geliebten wartet und sehnsüchtig an die verlorene Heimat denkt, erscheint Amonasro, der bemerkt hat, dass seine Tochter Gefühle für einen der Feinde hegt. Der äthiopische König verspricht ihr die Rückkehr in die Heimat und eine glückliche Zukunft, wenn sie herausfindet, welchen Weg die ägyptischen Trup­pen einschlagen werden. Dem widersetzt Aida sich zunächst, willigt aber ein, nach­dem ihr Vater droht, sie zu verstoßen. Amonasro versteckt sich, dann tritt Radamès auf. Ein weiterer Krieg steht unmittelbar bevor: gelänge Radamès hier ein weiterer Sieg, könnte er den König endlich um Aidas Hand bitten. Aida aber schlägt ihm die gemeinsame Flucht nach Äthiopien vor, wo die beiden ein glückliches Leben erwar­tet. Doch wie entzieht man sich den wachsamen Blicken des Heeres? Radamès vertraut Aida an, dass die Napataschlucht bis zum nächsten Tag noch unbewacht ist. In diesem Moment kommt Amonasro aus seinem Versteck und gibt sich als König der Äthiopier zu erkennen. Nun erkennt Radamès, dass er hintergangen wurde und soeben unfreiwillig sein Vaterland verraten hat. Als Amneris und Ramfis dazukommen, will Amonasro die ägyptische Prinzessin töten, wird von Radamès aber davon ab­gehalten, und flieht schließlich zusammen mit Aida. Der Feldherr begibt sich in die Hände des Hohepriesters.

VIERTER AKT

In dem Versuch, Radamès zu retten, lässt Amneris diesen von den Wachen vorführen und fleht ihn an, sich vor Gericht zu verteidigen. Da Radamès aber glaubt, Aida sei tot, ist er zum Sterben entschlossen. Amneris enthüllt ihm jedoch, dass Aida lebt und verspricht auch ihm das Leben, wenn er auf sie verzichte. Dies lehnt er jedoch ab. Nachdem der Prozess begonnen hat, verzichtet Radamès auf seine Verteidigung und wird verurteilt, lebendig begraben zu werden. Amneris bittet vergebens um Milde für ihn, bis sie verzweifelt die Priester verflucht.

In einem unterirdischen Kerker eingemauert, denkt Radamès wieder an seine Ge­liebte. Im Dunkel des Gewölbes bewegt sich etwas: es ist Aida, der es gelungen ist, unbemerkt in das Gefängnis einzudringen, um mit ihrem Geliebten zu sterben. In zärtlicher Umarmung sehen die beiden ihrem Ende entgegen, während oben auf dem Grab Amneris für die Seele von Radamès betet.

Besetzung

  • Bayerisches Staatsorchester
  • Bayerischer Staatsopernchor und Extrachor der Bayerischen Staatsoper