CAPRICCIO

Konversationsstück für Musik von Richard Strauss

Komponist Richard Strauss. Libretto von Stefan Zweig, Joseph Gregor, Clemens Krauss, Richard Strauss und Hans Swarowsky. Neuproduktion.

Premiere am 17. Juli 2022

Am 20.und 25.7.22 findet im Rahmen des Strauss-Schwerpunkts jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn im Gartensaal ein Vortrag statt, am 23. und 27.7.22 eine Tischgesellschaft.
Zu beachten: Dauer ca. 20-30 Min, Teilnahme auch ohne Eintrittskarte für die folgende Vorstellung möglich.
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TRAILER

Der altersweise Komponist zieht musikalisch noch einmal Bilanz in einem meisterhaft doppelbödigen, narkotisierenden Vexierspiel mit Stilzitaten aus der gesamten Operngeschichte. Aber kann es im kriegstobenden Deutschland des Jahres 1942, in einer Zeit, da die Ermordung der europäischen Juden in vollem Gange ist, etwas Weltfremderes geben, als eine Selbstthematisierung der Oper auf der Opernbühne? Der Regisseur David Marton blendet die Schrecken der Entstehungszeit nicht aus und respektiert dennoch den Geist des Werks. Seine Inszenierung ist ein Plädoyer für die tröstende und schützende Kraft der Kunst gegen die Barbarei der Wirklichkeit.

Viele der Musiktheaterarbeiten von David Marton sind nicht an Opernhäusern, sondern Theatern wie der Berliner Volksbühne, dem Thalia Theater Hamburg oder den Münchner Kammerspielen entstanden, wo er unter Intendant Matthias Lilienthal in der Spielzeit 2015/16 das "Opernhaus der Kammerspiele" gründete. Ähnlich wie Christoph Marthaler, bei dem er als Pianist erste Theatererfahrungen machte, sucht David Marton die Vielfalt der theatralen Mittel, ohne die Musik aus dem Zentrum zu rücken. Ein Klavierstudium in Budapest und ein Dirigier- und Musiktheaterregiestudium an der Musikhochschule "Hanns Eisler“ gaben ihm dafür die Basis. Für Don Giovanni. Keine Pause wählte ihn die Fachzeitschrift „Deutsche Bühne“ 2009 zum Opernregisseur des Jahres. Für die Opéra National de Lyon entstanden ab 2013 mehrere Operninszenierungen, deren erste Capriccio von Richard Strauss war. An der Bayerischen Staatsoper erarbeitet David Marton die Produktion in einem Bühnenbild seines langjährigen Bühnenbildners Christian Friedländer und mit Kostümen von Pola Kardum neu. Die Musikalische Leitung liegt bei Lothar Koenigs, der in München zuletzt u. a. mit Wagner- und Strauss-Repertoire zu Gast war.

Capriccio 2022 D.Damrau © W.Hösl
Capriccio 2022 P.Breslik V.Priante © W.Hösl
Capriccio 2022 P. Hofmann G. Gasperini U.Vermehr T.Spence © W.Hösl
Capriccio 2022 T.A.Baumgartner M.Nagy © W.Hösl
Capriccio 2022 U.Vermehr © W.Hösl
Capriccio 2022 © W.Hösl
Capriccio 2022 C.Oldenburg © W.Hösl
Capriccio 2022 © W.Hösl
Capriccio 2022 © W.Hösl
Capriccio 2022 © W.Hösl