PORTRAIT WAYNE MCGREGOR

Choreographie Wayne McGregor. Komponist Joel Cadbury, Max Richter, Kaija Saariaho, Paul Stoney.

Premiere am 14. April 2018

Ein abenteuerlustiger Experimentierer, ein von Neugier getriebener Geist, der in seiner Arbeit am liebsten die technologischen Entwicklungen aller Gebiete in die Kunst integrieren will – um zu zeigen, wie sich das Leben und die Welt, wir und nicht zuletzt die Kunst selbst durch diese Entwicklungen verändern. Das ist Wayne McGregor.


1970 im britischen Stockport geboren, entdeckte er, inspiriert von Filmen wie Grease und Saturday Night Fever, früh seine Liebe zum Tanz. Er studierte zunächst Choreographie und Semiotik und bildete sich anschließend in New York an der José Limon-Schule fort. 1992 gründete er die Company Random Dance, die sich rasch zu einer ästhetischen Forschungsstation entwickelte, dem Studio Wayne McGregor. Inspirationen aus Kunst, Musik, Philosophie und wissenschaftlicher Forschung verschmelzen dort zu einem interdisziplinären Ganzen. Seit 2006 ist er zudem choreographer in residence beim Royal Ballet London und damit der erste Choreograph aus der freien Szene, der auf diese Position berufen wurde. Er choreographierte inzwischen fünfzehn Arbeiten für das Royal Ballet, in denen er auf der Basis des klassischen Balletts seine Bewegungsforschungen weitertrieb in Arbeiten wie dem frühen Chroma von 2006 bis zum abendfüllenden Woolf Works von 2015. Sein vielseitiges Oeuvre umfasst Kreationen für die großen Compagnien der Welt, darunter das Ballet de l‘Opéra de Paris, das New York City Ballet, das Ballett des Bolschoi-Theaters Moskau und das San Francisco Ballet.

Im Rahmen der Ballettfestwoche 2018 waren erstmals Werke von Wayne McGregor beim Bayerischen Staatsballett zu sehen. Ballettdirektor Igor Zelensky nahm mit Borderlands (San Francisco Ballet, 2013) und Kairos (Ballett Zürich, 2014) zwei erfolgreiche Stücke der jüngeren Vergangenheit ins Repertoire. Beide waren damit auch erstmals in Deutschland zu sehen. Außerdem steht beim dreiteiligen Abend Portrait Wayne McGregor eine neue Kreation für das Bayerische Staatsballett auf dem Programm: „Es ist interessant, mit Tänzern zu arbeiten, die bereits existierende Stücke neu interpretieren, und zu sehen, wie sie sich dieses Material zu eigen machen und mit dem Publikum teilen. Und gleichzeitig habe ich die Gelegenheit, mit den Tänzern gemeinsam etwas völlig Neues zu kreieren. Ich freue mich sehr darauf, mit den Tänzern des Staatsballetts an einer Neukreation zu arbeiten“, so McGregor über seine Uraufführung. Die Neukreation trägt den Titel Sunyata. Während McGregor Kairos als eher lyrisches, harmonisches Werk bezeichnet und Borderlands mit seiner sehr elektrischen, aufgeladenen Atmosphäre fesselt, bildet Sunyata einen Mittelpunkt der Ruhe und positiven Leere als Mittelteil zwischen diesen beiden Werken. 


Bitte beachten Sie, dass es zu Beginn der Vorstellung zu einem Stroboskopeffekt auf der Bühne kommt.

Portrait Wayne McGregor: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor (Borderlands): Ksenia Ryzhkova, Dmitrii Vyskubenko
Portrait Wayne McGregor: Ksenia Ryzhkova, Dmitrii Vyskubenko (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor: Freya Thomas, Jinhao Zhang (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor (Borderlands): Ksenia Ryzhkova, Alexey Popov
Portrait Wayne McGregor: Ksenia Ryzhkova, Alexey Popov (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor: Ensemble (Foto: © Wilfried Hösl)
Portrait Wayne McGregor: Jonah Cook, Yonah Acosta (Foto: © Wilfried Hösl)