Infos

Als „Akademien“ wurden schon im 18. und 19. Jahrhundert (oft privat organisierte) Konzerte bezeichnet. Der Münchner Verein „Musikalische Akademie e.V.“ wurde 1811 aus der Mitte des damaligen Hofopernorchesters gegründet. Die Musiker wollten in München endlich eine professionelle Konzertreihe etablieren. Tatsächlich war es die erste symphonische Konzertreihe in dieser Stadt. Mittlerweile sind unter dem Dach dieses Vereins nicht nur die Symphoniekonzerte, sprich die Akademiekonzerte des Bayerischen Staatsorchesters gebündelt, sondern auch viele Aktivitäten, die man landläufig eher als „akademisch“ auffasst: das Jugendorchester ATTACCA beispielsweise oder die Orchesterakademie zur Ausbildung von Instrumentalisten am Beginn ihres Berufslebens. Auch die Organisation von Tourneen wie dieser obliegt dem Verein der Musikalischen Akademie.

Dienstag, 19. Dezember 2017
20.00 Uhr
Nationaltheater

Dauer: 20.00 – ca. 22.00 Uhr, eine Pause

Konzerteinführung: 19.15 Uhr · Junges Publikum

Freier Verkauf · Serie 41

Preise E, € 53 /46 /- /- /- /- /- /5

Karten kaufen

zur Stücknavigation

Termine & Karten

zur Stücknavigation

Besetzung

Musikalische Leitung
Lahav Shani

Solist
Giorgi Gvantseladze
  • Bayerisches Staatsorchester

Besetzung für alle Termine

zur Stücknavigation

Mehr dazu

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy

Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27

Richard Strauss
Oboenkonzert D-Dur

Antonin Dvořak
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt

 

„Tiefe Stille herrscht im Wasser, / Ohne Regung ruht das Meer (…) Die Nebel zerreißen, / Der Himmel ist helle (…) / Es naht sich die Ferne; / Schon seh ich das Land!“ In Goethes Gedichten Meeresstille und Glückliche Fahrt folgt auf eine Flaute die erhoffte Brise, dieträgt das Schiff sicher übers Meer – Mendelssohn Bartholdy hat diese Szene musikalisch vertiefend nachgebildet. In der Symphonie Aus der Neuen Welt erntet der Komponist Antonín Dvořák die Früchte seiner Transatlantikfahrt und bringt klingende Entdeckungen mit nach Hause. Bei den Interpreten des 3. Akademiekonzerts sind zwei Debüts zu feiern: Der junge israelische Dirigent Lahav Shani, noch keine 30, ist nach seinem 1. Preis beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg (2013) mit hochkarätigem Einspringen bekannt geworden – er übernahm kurzfristig Konzerte für Michael Gielen (Staatskapelle Berlin, 2014), Franz Welser-Möst (Wiener Philharmoniker, 2015) und Philippe Jordan (Europa-Tournee der Wiener Symphoniker, 2016); dass er all dem gewachsen war und bleibt, dafür sorgt nicht zuletzt sein Lehrer Daniel Barenboim. Und mit Giorgi Gvantseladze stellt sich der aus Georgien stammende Solooboist des Bayerischen Staatsorchesters einem größeren Publikum vor, wofür er sich das Spätwerk eines bekannten Münchner Komponisten ausgesucht hat: Richard Strauss’ einziges Oboenkonzert.

zur Stücknavigation

Biografien

Lahav Shani, in Tel Aviv geboren, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Er studierte bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta Musikschule in Tel Aviv. Danach absolvierte er sein Dirigierstudium bei Christian Ehwald und sein Klavierstudium bei Fabio Bidini an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Seine internationale Karriere begann 2013 mit dem 1. Preis beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg. 2014 gab er sein Debüt mit der Staatskapelle Berlin. 2015 sprang er kurzfristig für Franz Welser-Möst für Konzerte mit den Wiener Philharmonikern ein, in denen er vom Klavier aus Bachs Konzert in d-Moll sowie Mahlers Symphonie Nr. 1 dirigierte. 2016 dirigierte er die Wiener Symphoniker auf einer Europa-Tournee. In der Spielzeit 2016/17 dirigiert er Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Philharmonia Orchestra London, das Rotterdams Philharmonisch Orkest, das Philadelphia Orchestra, die Bamberger Symphoniker, das Hallé-Orchester, das Orchestre National de Lyon und das Seoul Philharmonic Orchestra. 2013 eröffnete er die Saison des Israel Philharmonic Orchestra, eine unmittelbare Wiedereinladung folgte für die nächsten zwei Spielzeiten. (Stand: 2017)

zur Stücknavigation

Zurück zur Übersicht